"Die Jugend muss die Städtepartnerschaft fortsetzen"

Mit einer Feier im eher kleinen Rahmen haben die beiden Städte Kehl und Montmorency am Freitagabend im Zedernsaal der Stadthalle das 50-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft begangen. Beide Stadtoberhäupter – Michèle Berthy für Montmorency und Toni Vetrano für Kehl hoben die Bedeutung des Schüleraustauschs zwischen dem Einstein-Gymnasium und dem Collège Pierre de Ronsard hervor und betonten, dass es die Jugend sei, welche die Städtepartnerschaft fortsetzen müsse. Am Samstag nahm die Delegation aus der Partnerstadt an der Eröffnung des HanauerLandMarktes teil, wo die Begegnung bei Hanauer Bollesupp und Flammkuchen ausklang.

Drei Beigeordnete der Stadt Montmorency, Mitglieder des Partnerschaftskomitees, dessen Präsident Claude Debabèche und Lehrerinnen von den beiden Mittelschulen hatten Michèle Berthy nach Kehl begleitet; fünf Gäste aus der Partnerstadt waren privat bei Kehler Familien untergebracht. Diese Gastgeber hatte OB Vetrano ebenso zum Festabend eingeladen wie Kehlerinnen und Kehler, die in früheren Jahren die Treffen von Delegationen aus beiden Städten organisiert oder begleitet hatten.
Wenn man bedenke, wie viel Tod, welches Leid, wie viel Elend und Trauer der vom Deutschen Reich begonnene Zweite Weltkrieg über Frankreich gebracht habe, „ist es fast ein Wunder, dass wir heute freundschaftlich und partnerschaftlich verbunden zusammensitzen und gemeinsam feiern“, leitet Toni Vetrano seinen Rückblick auf die Entstehung und die ersten Jahre der Partnerschaft zwischen Montmorency und Kehl ein.

Mit einem Geschenkkorb bedankte sich Michèle Berthy, Oberbürgermeisterin von Montmorency, beim Kehler OB Toni Vetrano für die Einladung zur Feier von 50 Jahren Städtepartnerschaft.zoom

Kehl habe der Partnerschaft mit Montmorency viel zu verdanken, erklärte Toni Vetrano: So sei es 1968, 15 Jahre nach der letzten Teilrückgabe Kehls von Frankreich an die Bundesrepublik, für die Kehler wahrscheinlich einfacher gewesen, freundschaftliche Bande mit Montmorency zu knüpfen als mit der Nachbarstadt Straßburg. Die guten Erfahrungen hätten dann wiederum dazu beigetragen, dass man heute mit Straßburg ein sehr enges Verhältnis pflege, das sich auch in zahlreichen grenzüberschreitenden Projekten manifestiere. Außerdem verdanke Kehl Montmorency quasi, dass der Messdi wieder gefeiert werde: Weil die Benennung der Kehler Straße in Montmorency 1970 mit „Kehler Tagen“, also mit einem mehrtägigen Fest gefeiert worden war, wollte man dem in Kehl nicht nachstehen, als der Stadthallenvorplatz 1971 auf den Namen Montmorency-Platz getauft wurde. Man erinnerte sich des Messdis, der zwar 200 Jahre lang gefeiert, nach dem Zweiten Weltkrieg aber in Vergessenheit geraten war und belebte ihn wieder. Das Fest war ein solcher Erfolg, dass man beschloss, es wieder jährlich stattfinden zu lassen.

Serge Margraff an der Klarinette und Cécile Friedmann umrahmten, begleitet von Ellen Oerter am Flügel, den Festakt mit einem deutsch-französischen Musikprogramm.zoom

Auch Michèle Berthy würdigte die Verdienste von Jacques Rey und Dr. Trudpert Müller, die vor 50 Jahren ihre Unterschrift unter den Vertrag gesetzt hatten, der die Städtepartnerschaft zwischen Kehl und Montmorency besiegelte. Die Städtepartnerschaften hätten zum bis heute andauernden Frieden in Europa beigetragen und seien in Zeiten des neuerlichen Erstarkens nationalistischer und rechtsgerichteter Strömungen, des Brexits und der Kritik an der Brüsseler Bürokratie sehr wichtig. Die Europawahlen im nächsten Jahr seien von entscheidender Bedeutung, mahnte sie.

Gruppenbild: die Delegation aus der Kehler Partnerstadt Montmorencyzoom

Mit einem deutsch-französischen Musikprogramm umrahmten Serge Margraff an der Klarinette und die Sängerin Cécile Friedmann, von Ellen Oertel am Flügel begleitet, den Festakt und erhielten davon von ihrem deutsch-französischen Publikum anhaltenden Beifall.

Bei Bollesupp und Flammkuchen klang der Besuch der Delegation aus der Partnerstadt Montmorency am Samstag aus.zoom

Bei einem Spaziergang durch den Garten der zwei Ufer, zur Passerelle des deux Rives und über die Insel erläuterte OB Vetrano den Gästen am Samstagvormittag die Kehler Stadtgeschichte, bevor die Besucherinnen und Besucher aus der Partnerstadt sich den HanauerLandMarkt anschauten und dessen Eröffnung beiwohnten. Nach einem Mittagsimbiss mitten auf dem Marktplatz trat die Delegation aus Montmorency bereits wieder die Heimreise an: In der Stiftskirche von Montmorency fand am Sonntag (7.Oktober) eine Priesterweihe statt.

07.10.2018

 

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