Kehl hat mehrsprachige Energiespar-Helfer

Sie sprechen Bulgarisch, Persisch, Arabisch, Französisch oder Türkisch und wollen ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern ohne sprachliche oder kulturelle Barrieren beim Energiesparen helfen: Zehn Kehlerinnen und Kehler sind an zwei Workshop-Tagen zu zertifizierten Energiespar-Helfern fortgebildet worden. Damit sind sie direkte Ansprechpartner des städtischen Informations- und Beratungsnetzwerks, an das sich private Haushalte mit Migrationshintergrund wenden können. Im Fokus der Beratungen stehen Themen wie der sparsame Umgang mit Wasser und Strom sowie Mülltrennung und -vermeidung. Getragen wird das Projekt von der Stadt in Kooperation mit Wiki, der Integrationsagentur des Diakonischen Werkes Ortenau in Kehl.

„Wir könnten in Deutschland drei große Stromkraftwerke abschalten, wenn wir alle unsere Geräte ausschalten würden, statt sie auf Stand-by zu lassen“, betonte Referent Karsten Moeller vom PVD Zweckbetrieb Offenburg. Er zeigte den Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmern, mit welch einfachen Tricks sich im Haushalt Geld sparen lässt: „Fenster nicht auf Kipp stellen, sondern lieber fünf Minuten lüften, LED-Lampen verwenden oder das Gefrierfach abtauen“, zählte er beispielsweise auf und betonte, dass auch ein heller Bildschirm viel Energie benötige und die richtigen Einstellungen den Geldbeutel schonten.

Das Projektteam freut sich gemeinsam mit den neuen Energiespar-Helferinnen und -Helfern über den erfolgreichen Abschluss des Workshops. Foto: Felix Neumannzoom

Neben diesem konkretem Wissen bekamen die Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmer vom Projektteam bestehend aus der städtischen Klimaschutzmanagerin Lea Unterreiner, der städtischen Integrationsbeauftragten Robyn Tropf und dem Koordinator der Willkommensagentur Wiki Felix Neumann, auch Soft Skills und Netzwerk-Tipps vermittelt. So lernten sie, worauf bei Besuchen in Privatwohnungen zu achten ist, an welche Beratungsstellen weiter verwiesen werden kann und wie die Beratungen auch nachhaltig Eindruck hinterlassen.
„Uns ist aufgefallen, dass finanzielle Schwierigkeiten von Menschen mit Migrationshintergrund unter anderem auch durch ihren Energieverbrauch und ihre Nebenkostenabrechnungen verursacht werden“, erklärt Robyn Tropf. Zudem komme es vor allem in Wohnhäusern mit mehreren Mietwohnungen wegen eines zu hohen Energieverbrauchs unter den Nachbarn häufig zu Streitfällen. Denn werden Räume falsch beheizt, verursache das auch in den angrenzenden Wohnungen höhere Heizkosten.

Energiespar-Helferin Pooneh Vögele freut sich über ihr Zertifikat. Foto: Felix Neumannzoom

„Viele Migrantinnen und Migranten wissen einfach nicht, dass es schnell teuer wird, wenn beispielsweise dauerhaft das Licht brennt oder falsch geheizt wird“, bestätigt Lea Unterreiner. Wie teure Strom- und Wasserabrechnungen zustande kommen, sei gerade für diejenigen schwer zu verstehen, die Deutsch erst seit kurzem lernen und die hohen Energiepreise in Deutschland nicht gewohnt sind.
„Die Energiespar-Helferinnen und -Helfer kommen auf Anfrage kostenfrei zu Beratungen in die Haushalte und werden sich auch an sozialen Treffpunkten wie der GWA Kreuzmatt, in Sprachkursen, Vereinen oder Moscheen vorstellen, um zu informieren und bekannter zu werden“, erläutert Felix Neumann. Interessenten könnten sich an das Projektteam wenden, um Termine zu vereinbaren oder weitere Informationen zu erhalten:

Kontakt:

Lea Untereiner
Telefon: 07851 88-4322
E-Mail: l.unterreiner@stadt-kehl.de
Robyn Tropf
Telefon: 07851 88-2107 (dienstags und mittwochs von 8.30 Uhr bis 13 Uhr)
E-Mail: r.tropf@stadt-kehl.de
Felix Neumann
Telefon: 07851 70866-36
E-Mail: felix.neumann@diakonie.ekiba.de

Wer Interesse hat, als Energiespar-Helferin oder -Helfer künftig seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Energiespar-Tipps zu geben, kann sich telefonisch unter 07851 88-4322 oder per E-Mail an klimaschutz@stadt-kehl.de wenden.

08.11.2018

 

Flüchtlingshilfe Kehl

Daten und Fakten zum Thema Flüchtlinge in Kehl sowie Informationen für ehrenamtliche Helfer sind auf der Internetpräsenz www.fluechtlingshilfe.kehl.de zusammengestellt.

Familienbörse

Wer Familien von der anderen Rheinseite kennenlernen möchte, findet hier Kontakte.

Termine

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    Was macht Zufriedenheit aus? Und wie können wir lernen, zufrieden und damit glücklich zu werden? Diese Fragen beantwortet der Diplom-Psychologe Günther Wolf-Melcher am Mittwoch, 27. März, um 19 Uhr in der Mediathek. mehr...

  • #EG-Leseabend in der Mediathek

    Ausgewählte Texte des Schreibwettbewerbs des Einstein-Gymnasiums werden am Donnerstag, 21. März, um 18 Uhr beim #EG-Leseabend in der Mediathek vorgestellt und ausgezeichnet. mehr...

  • Tourist-Information öffnet später

    Am Donnerstag, 21. März, ist die Tourist-Information erst ab 14.30 Uhr geöffnet. mehr...

  • Sperrung in der Tullastraße

    Von Dienstag, 19. März, bis Donnerstag, 21. März, wird die Tullastraße 32 in Kehl-Goldscheuer voll gesperrt. mehr...

  • Kostenfreie Energieberatungen

    Die Ortenauer Energieagentur bietet am Donnerstag, 28. März, wieder eine kostenfreie Energie-Erstberatung an. mehr...

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    Die Straße Am Schloßjockelskopf muss von Montag, 18. März, bis Dienstag, 30. April, voll gesperrt werden. mehr...

  • Sperrung Rosenweg

    Für die Neuverlegung einer Gashauptleitung muss der Rosenweg von Montag, 11. März, bis Freitag, 12. April, voll gesperrt werden. mehr...

  • Halbseitige Sperrung in der Königsberger Straße

    Die Königsberger Straße ist zwischen der Carl-Benz-Straße und der McDonald’s Filiale von Montag, 18. März, bis Montag, 15. April, nur einspurig befahrbar. mehr...

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    Das Standesamt in der Hauptstraße 22 bleibt am Dienstag, 26. März, geschlossen. mehr...

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    Welche konkreten Vorteile ein naturnaher Garten hat und worauf man bei der Gestaltung achten sollte, darüber informiert noch bis Samstag, 1. Juni, die Ausstellung „Nachhaltig gärtnern“ in der Mediathek. mehr...

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    Die kleine Maus Mimi weiß am Montag, 25. März, in der Mediathek spannende Märchen nach Hans Christian Andersen und den Brüdern Grimm zu erzählen. Restkarten für das Figurentheater können telefonisch unter 07851 88-2626 erworben werden. mehr...

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    Die Entwicklung und Neustrukturierung des ehemaligen Coop-Areals im Straßburger Rheinhafenviertel findet mit der Sanierung des ehemaligen Weinkellers ihre Fortsetzung. Mit einem Projektaufruf wird ein Konzept für die Bewirtschaftung und Belebung der Haupträume gesucht. mehr...

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    Mit einem Newsletter möchte der Bereich Stadtplanung/Umwelt Interessierte künftig über aktuelle Aktionen und Projekte auf dem Laufenden halten. mehr...

 
 

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