Ehrenamtliche Feuerwehrmänner und -frauen für langjährigen Dienst ausgezeichnet

Für 15 bis 24 Jahre aktiven Feuerwehrdienst, bei dem „eine Gefährdung von Leben und Gesundheit nie völlig ausgeschlossen werden kann“, wie OB Toni Vetrano formulierte, haben 36 Feuerwehrmänner und -frauen der Kehler Feuerwehr am Dienstagabend, 27. November, im Zedernsaal der Stadthalle das Feuerwehrehrenzeichen in Bronze erhalten. Zwei Feuerwehrmännern wurde darüber hinaus für ihren besonderen Einsatz die Ehrenmedaille Silber des Landesfeuerwehrverbandes verliehen. Weil Feuerwehrkommandant Viktor Liehr mit 22 Dienstjahren selbst zu den Geehrten zählte, wurden die Urkunden und Ehrenzeichen von OB Toni Vetrano, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Michael Wegel sowie dem stellvertretenden Feuerwehrkommandanten Roland Walter überreicht. Für die musikalische Begleitung sorgte die Musikschule Offenburg/Ortenau.

„365 Tage im Jahr, sieben Tage in der Woche und 24 Stunden am Tag sind die Männer und Frauen der Kehler Feuerwehr zur Stelle, wenn man sie braucht – dieser Einsatz ist nicht selbstverständlich“, betonte der OB in seiner Ansprache. Eine leistungsfähige Feuerwehr sei die einzige kommunale Pflichtaufgabe, die vorrangig auf ehrenamtlicher Mitgliedschaft aufgebaut und betrieben werde. Darum sei schon alleine die Bereitschaft, der Feuerwehr zu dienen, eine Ehrung wert. Schließlich bedeute dieser Dienst, jederzeit auszurücken und Menschenleben zu retten – auch in der Nacht oder an Sonn- und Feiertagen. Dafür gebühre allen Feuerwehrmännern und -frauen „Dank, Respekt und Anerkennung“.

Die Geehrten mit Feuerwehrkommandant Viktor Liehr (links) und OB Toni Vetrano (dritte Person von rechts)zoom

„Die Belastung ist enorm, umso dankbarer bin ich für euren zuverlässigen Dienst“, lobte auch Feuerwehrkommandant Viktor Liehr den Einsatz seiner Kameradinnen und Kameraden. Mit insgesamt 488 Einsätzen sei die Kehler Feuerwehr in diesem Jahr so häufig ausgerückt wie noch nie – und das ohne Unwetter ohne Großbrände. Er zeigte sich deshalb ebenso wie der OB erfreut darüber, dass 2018 das Feuerwehrehrenzeichen in Bronze als Anerkennung für 15 Jahre aktiven Dienst eingeführt wurde – davor wurden Feuerwehrmänner und -frauen erst für 25 Jahre Dienst mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber geehrt. Die meisten der Geehrten konnten aus diesem Grund auch mehr als die geforderten 15 Jahre Dienstzeit aufweisen und bekamen das Ehrenzeichen rückwirkend verliehen.
Gedankt wurde aber nicht nur den aktiven Mitgliedern der Feuerwehr – auch ihre Partner und Familien waren zur Feierstunde geladen, weil „ohne deren Unterstützung unsere Arbeit so nicht möglich wäre“, wie Viktor Liehr betonte.
Für ihr „überdurchschnittlich hohes Engagement innerhalb der Feuerwehr auch über die Einsätze hinaus“ überreichte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Michael Wegel den beiden Feuerwehrmännern Rainer Hauss und Karl-Frieder Müll zudem die Ehrenmedaille Silber des Landesfeuerwehrverbandes. Brandmeister Rainer Hauss, der 1975 in die Abteilung Leutesheim der Kehler Feuerwehr eingetreten ist, übernehme bereits seit vielen Jahren die Vorbereitung der Übungsabende sowie die Organisation zusätzlicher Veranstaltungen wie die Sammlung von Altpapier und -eisen – mit diesem Einsatz leiste er im Ehrenamt deutlich mehr als der Durchschnitt, begründete der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes die Auszeichnung. Oberbrandmeister Karl-Frieder Müll ist seit 1974 ein Mitglied der Abteilung Kernstadt. Er sei aufgrund seiner herausragenden Leistungen im Feuerwehrdienst bereits mit 20 Jahren Gruppenführer geworden und betreue seither mit „unheimlich viel Energie und Engagement“ die Jugendfeuerwehr, lobte Michael Wegel den Feuerwehrmann, der die Leitung der Feuerwehr auch bei der Ausbildung der Nachwuchs-Führungskräfte unterstütze.
„Sie haben beide mehr als 40 Jahre lang der Feuerwehr gedient, unseren Nachwuchs ausgebildet und das Ehrenamt gefördert – damit haben Sie diese Ehrenmedaille mehr als verdient“, bedankte sich Michael Wegel bei den beiden Geehrten.


Die Geehrten:
Kevin Kress für 16 Dienstjahre
Viktor Liehr für 22 Dienstjahre
Ralf Moßmann für 20 Dienstjahre
Jens Roß für 15 Dienstjahre
Marc Schrempp für 19 Dienstjahre
Patrick Specht für 19 Dienstjahre
Patrick Stech für 16 Dienstjahre
Benjamin Wiemer für 20 Dienstjahre
Alexander Wilk für 16 Dienstjahre
Patrick Büchler für 17 Dienstjahre
Heiko Buksch für 21 Dienstjahre
Michael Buksch für 16 Dienstjahre
Christian Erb für 24 Dienstjahre
Mario Hauß für 18 Dienstjahre
Tobias Karch für 17 Dienstjahre
Sven Meyers für 18 Dienstjahre
Jürgen Britz für 21 Dienstjahre
Michael Britz für 21 Dienstjahre
Stefan Hetzel für 19 Dienstjahre
Martin Kraus für 23 Dienstjahre
Andreas Örtel für 18 Dienstjahre
Rainer Zeifang für 18 Dienstjahre
Kai Faulhaber für 21 Dienstjahre
Björn Grampp für 19 Dienstjahre
Daniel Kakas für 20 Dienstjahre
Markus Schubert für 15 Dienstjahre
Michael Berger für 17 Dienstjahre
Sandra Fien für 16 Dienstjahre
Matthias Kopf für 21 Dienstjahre
Christian Roos für 15 Dienstjahre
Marco Schwendemann für 23 Dienstjahre
Eva-Gabriele Erhardt für 21 Dienstjahre
Hubert Köhler für 23 Dienstjahre
Matthias Kreuzer für 21 Dienstjahre

Ehrenmedaille in Silber des Landesfeuerverbandes BW
Rainer Hauss
Karl-Frieder Müll

03.12.2018

 

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