Mit dem Stadtbus quer durch Kehl – als Schüler oder Berufspendler

Staus meiden, die langwierige Parkplatzsuche umgehen, Fahrtwege zum Lesen oder Entspannen nutzen und nicht zuletzt der Umwelt etwas Gutes tun – der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) bietet viele Vorteile. Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes ist aber nach wie vor das Auto das wichtigste Beförderungsmittel der Deutschen. Um das zumindest auf Kehler Gemarkung zu ändern, wurden die Bewohnerinnen und Bewohner der zehn Ortschaften und der Kernstadtquartiere mit der Einführung des Stadtbussystems im verlässlichen Taktverkehr an die verschiedenen Stadtteile und die Tram nach Straßburg angebunden. Schülern und Berufstätigen bietet das die Möglichkeit, ohne Auto umweltfreundlich und entspannt zur Schule oder Arbeit zu gelangen.

Die zwölfjährige Mathilda Maier aus Leutesheim nutzt den Stadtbus beispielsweise jeden Tag für den Weg zur Tulla-Realschule. Das war vor der Einführung des Stadtbussystems so nicht möglich. „Sie konnte immer nur morgens den Bus nehmen, mittags war die Anbindung so schlecht, dass ich sie mit dem Auto von der Schule abholen musste“, berichtet Mathildas Mutter. Mehr als eine Stunde wäre die Schülerin damals für die knapp zehn Kilometer lange Strecke unterwegs gewesen.

Die zwölfjährige Mathilda Maier aus Leutesheim nutzt den Stadtbus jeden Tag für den Weg zur Tulla-Realschule. zoom

„Jetzt brauche ich morgens nur noch 20 und nachmittags trotz des Umstiegs am Rendezvoushalt am Rathaus weniger als 30 Minuten, um zur Schule oder nach Hause zu kommen“, strahlt Mathilda Maier. Das dauere nicht sehr viel länger als die Fahrt mit dem Auto. Auch bei Stundenausfall sei die Hin- und Rückfahrt dank der regelmäßigen Taktung gewährleistet. Ein Aspekt, der vor allem ihrer berufstätigen Mutter Freiheiten verschafft, weil diese nun nicht mehr ihre Arbeitszeiten nach dem Schulschluss ihrer Tochter richten muss. „Dass es sich um ein flexibles System handelt, das bei Bedarf auch nachgebessert wird, finde ich super!“, betont diese. Anfangs sei der Bus nämlich immer zu knapp an der Schule angekommen – gerade bei Klassenarbeiten in der ersten Stunde ein Problem, wenn pünktliches Erscheinen wichtig ist. „Wir haben der Kehl Marketing GmbH das Problem geschildert und jetzt kommt der Bus zehn Minuten vor Schulbeginn an – perfekt!“, freut sich die Leutesheimerin. Die zeitliche Anpassung auf der Linie ist aber auch für andere Fahrgäste von Vorteil, denn der Umstieg vom Schulbus auf die Linie K5, um beispielsweise zum sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum in Kork zu gelangen, ist nun ebenfalls möglich.

Auch die Kehlerin Andrea Irion nutzt regelmäßig den Bus, um zu ihrer Arbeitsstelle im Gewerbegebiet Ba’sic zu gelangen.zoom

„Ich nutze den Bus inzwischen auch, um in den Ballettunterricht in der Innenstadt zu kommen“, erzählt Mathilda Maier. Und da sowohl die K4-Linie als auch die 301/403-Busse nach Leutesheim fahren, habe sie immer nur geringe Wartezeiten.
Auch die Kehlerin Andrea Irion nutzt regelmäßig den Bus, um zu ihrer Arbeitsstelle im Gewerbegebiet Ba’sic zu gelangen. „Ich habe schon immer versucht, so gut es geht auf das Auto zu verzichten“, berichtet die 54-Jährige. Unterstützung erhalte sie dabei von ihrem Arbeitgeber. Dieser übernehme nicht nur die Kosten für das Jobticket der TGO – was seit 2019 steuerfrei möglich sei – man habe ihre Arbeitszeiten auch so flexibilisiert, dass sie diese mit den An- und Abfahrzeiten ihrer Buslinie abstimmen könne. „Wenn mehr Arbeitgeber ihren Angestellten in dieser Hinsicht entgegenkommen, würden sicherlich auch mehr Menschen den ÖPNV nutzen“, meint sie. Sie jedenfalls sei „sehr angetan vom neuen System“ und nutze es auch gerne in ihrer Freizeit. Schließlich sei die gesamte Kernstadt nun viel besser erschlossen: „Es ist ja jetzt alles im Halbstundentakt erreichbar, da verzichte ich im Winter oder bei Regen gerne aufs Rad!“ Außerdem profitiere sie vom neuen Streckenverlauf des Busses nach Goldscheuer. „Die Haltestelle am Schulzentrum ist für mich perfekt gelegen, weil sie von meiner Wohnung viel schneller zu Fuß erreichbar ist“, berichtet sie.

Hintergrund
Darf ich mein Fahrrad mit in den Stadtbus nehmen? Brauche ich ein Ticket für meinen Hund? Welches Konzept verbirgt sich hinter dem Rendezvoushalt am Rathaus und was muss ich beachten, wenn ich mit dem Anruf-Linien-Taxi fahren möchte? Das im Dezember eingeführte Stadtbussystem ruft bei vielen Bürgerinnen und Bürgern noch immer einige Fragen hervor. Um diese zu klären, erläutert die Stadtverwaltung einmal pro Woche in loser Folge, wie das System funktioniert. Im Rahmen dessen stellt sie auch Kehlerinnen und Kehler vor, die die neuen Stadtbusse regelmäßig nutzen. Die von Fahrgästen am häufigsten gestellten Fragen sind hier abrufbar. Dort findet sich zudem ein Formular, mit dem Anregungen und Kritik, aber auch lobende Worte geäußert werden können. Wer weitere Fragen hat, wendet sich telefonisch unter 07851 88-3481 oder per E-Mail an c.ehle@stadt-kehl.de an Celine Ehle vom ÖPNV-Büro oder telefonisch unter 07851 88-1511 oder per E-Mail an s.vogt@marketing.kehl.de an Sina Vogt von der Kehl Marketing GmbH.

03.05.2019

 

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