Mit dem Stadtbus quer durch Kehl – so funktionieren ALT und AST

Wer spät abends auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, oder auf das Auto verzichten möchte, der hat in Kehl mit dem Anruf-Linien-Taxi, kurz ALT, und dem Anruf-Sammel-Taxi (AST) die passenden Dienste an der Hand. Doch wie genau funktioniert die Fahrt mit den Kleinbussen und was ist eigentlich der Unterschied zwischen AST und ALT?

Das ALT – Fahrdienst an Werktagen bis nachts um 1 Uhr

Wer unter der Woche bis nachts um 1 Uhr öffentliche Verkehrsmittel nutzen möchte, ist beim ALT genau richtig. Denn der Fahrdienst bedient exakt dieselben Routen wie die großen Stadtbusse und fährt immer dann, wenn nur einzelne Fahrgäste den ÖPNV in Anspruch nehmen – also beispielsweise spät am Abend oder auf Strecken, die wenig frequentiert werden. Der einzige Unterschied: Wer mit dem ALT fahren möchte, bestellt sich das Ruf-Taxi mindestens eine halbe Stunde vor Abfahrt unter 07851 88-4848. Die jeweiligen Abfahrtzeiten sind im Fahrplan vermerkt, die An- und Abfahrt selbst erfolgt immer an einer Bushaltestelle. Im ALT gelten die gleichen Beförderungsbedingungen wie im Bus und auch das Ticketsortiment der Tarifverbund Ortenau GmbH (TGO) ist für die Fahrten gültig. Weil das ALT ein Pkw oder ein Kleinbus mit Platz für maximal acht Fahrgäste ist, kommt es allerdings zu Einschränkungen bei der Mitnahme von Gepäck und in der Barrierefreiheit; Stehplätze gibt es nicht.

Das ALT.zoom

ALT wird gerne genutzt

Vor allem Auenheim, Leutesheim, Zierolshofen und Hohnhurst profitieren von dem Rufauto, denn diese Ortschaften werden unter der Woche ab 20 Uhr durch das ALT an die Kernstadt und die restlichen Stadtteile angebunden. Und der Bedarf an diesen Verbindungen besteht, wie Ortsvorsteherin Sanja Tömmes aus eigener Erfahrung weiß: „Ich nutze das ALT nach Sitzungsterminen und Besprechungen sehr oft und bin noch nie alleine damit gefahren“, berichtet sie. Häufig würden Berufspendler das Angebot in den Abendstunden nutzen, ihr seien aber auch einige Bürgerinnen und Bürger bekannt, die mit dem ALT zu Freizeit- und Kulturangeboten in der Kernstadt oder anderen Ortschaften gelangten.
In Auenheim erschließt das ALT zudem als eigenständige Linie K10 das Gewerbegebiet und fährt auch den Hafen und den Kehler Bahnhof an. „Die französischen Mitarbeiter und Auszubildenden, die mit der Tram nach Kehl kommen, haben jetzt eine direkte Anbindung ans Gewerbegebiet“, freut sich Sanja Tömmes. Einige Unternehmer hätten ihr bereits bestätigt, wie wichtig solch eine Verbindung gewesen sei. Deren einziger Kritikpunkt: „Derzeit fährt das ALT nur stündlich und nur zwischen 6 und 18 Uhr – die Firmen würden sich hier noch etwas mehr Flexibilität wünschen“, berichtet sie. „Weil es sich bei dem Stadtbussystem um ein flexibles System handelt, das auf eine steigende Nachfrage reagieren kann, ist es möglich, hier nachzurüsten“, weiß ÖPNV-Manager Andreas Müller. Dafür müsste das ALT allerdings erst so ausgelastet sein, dass sich die häufigeren Fahrten wirtschaftlich lohnten. Derzeit sei dies noch nicht der Fall, auch wenn die Zahlen stetig steigen: „Noch im Dezember wurde das ALT nur sehr vereinzelt genutzt, im April wurden dagegen 215 Fahrten geordert“, bestätigt Sina Vogt, die bei der Kehl Marketing GmbH für das ÖPNV-Marketing zuständig ist. 119 davon habe alleine die Linie K10 bedient. „Der Anstieg zeigt, dass der Bedarf da ist, wir sind sehr zufrieden mit der bisherigen Auslastung“, bestätigt Wirtschaftsförderin Fiona Härtel. Jetzt gelte es, noch mehr Unternehmer davon zu überzeugen, ihren Mitarbeitern Job-Tickets, also vergünstigte Zeitkarten-Abonnements für Berufspendler, anzubieten.

Das Anruf-Sammel-Taxi (AST) – für Nachtschwärmer und Discogänger


Das Anruf-Sammel-Taxi (AST) ergänzt das System aus Stadtbus und Anruf-Linien-Taxi und fährt in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag in der Zeit von ein bis drei Uhr. Genau wie das ALT bedient es dieselben Routen wie die Stadtbusse und auch der Einstieg erfolgt an den Bushaltestellen in der Kernstadt und in den Ortschaften. Außerdem muss es ebenfalls mindestens 30 Minuten vor der gewünschten Abfahrtszeit telefonisch unter 07851 4005 verbindlich vorbestellt werden. Der Unterschied: Das AST ermöglicht den Ausstieg an jeder beliebigen Adresse im Stadtgebiet – wer also beispielsweise am Wochenende feiern geht, wird im Anschluss mit dem AST direkt vor die eigene Haustür gefahren. Der Fahrpreis pro Person beträgt vier Euro; das Ticketsortiment der TGO gilt hier nicht. TGO-Zeitkarten-Inhaber (Wochen-, Monats- oder Jahreskarten), Schüler und Studenten mit entsprechendem Ausweis, Auszubildende sowie Absolventen eines Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahres und vergleichbaren sozialen Diensten fahren allerdings für einen Euro weniger; Schwerbehinderte Fahrgäste mit grünem oder orangefarbenen Ausweis mit Beiblatt und gültiger Wertmarke werden vom AST kostenlos befördert.

31.05.2019

 

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