Mehrweg statt Einweg auf dem Kehler Wochenmarkt

Es wird noch nachhaltiger auf dem Kehler Wochenmarkt: Nachdem das Aufkommen von Plastiktüten durch die Einführung von wiederverwertbaren Tragetaschen bereits deutlich reduziert werden konnte, geht es jetzt dem Plastikgeschirr an den Kragen: Die Beschicker geben ab dem heutigen Freitag, 7. Juni, warme Mahlzeiten in wiederverwendbaren Boxen aus, die nach dem Genuss entweder beim gleichen oder an einem der anderen Essensstände wieder abgegeben werden können.

346 831 Tonnen – so viel Abfall fiel 2018 laut der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) für Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen bundesweit an. Zu dieser Zahl trug auch der Kehler Wochenmarkt seinen Anteil bei, denn dort bieten insgesamt vier Stände warmes Essen zum Mitnehmen an. „Pro Markttag gehen mehrere hundert Gerichte über die Theken, da kommt einiges an Verpackungsmüll zusammen“, weiß Volker Lorenz, Bereichsleiter Märkte bei Kehl Marketing. Bisher habe es für die Gastronomen allerdings keine Möglichkeit gegeben, diese Müllberge zu vermeiden und ihren Kunden die Unterwegsverpflegung abfallfrei anzubieten. Das soll sich auf Initiative des städtischen Bereichs Stadtplanung/Umwelt und mit Unterstützung der Kehl Marketing mit der Einführung des reCircle-Systems ändern.

Die auberginefarbenen Teller, Schüsseln und Becher sollen das Aufkommen an Plastikmüll auf dem Kehler Wochenmarkt reduzieren. zoom

„ReCircle ist ein Mehrwegsystem, das Restaurants oder Lebensmittelständen mit Unterwegsverpflegung schadstofffreie und wiederverwendbare Becher, Teller und Schüsseln zur Verfügung stellt“, erklärt die städtische Umweltreferentin Ann-Margret Amui-Vedel.
Für eine Pfandgebühr von zehn Euro könne der Verbraucher das Essen mitnehmen und das benutzte Geschirr später überall dort wieder abgeben, wo die reCircle-Produkte angeboten werden.
„Obwohl logischerweise mehr Energie für die Herstellung aufgewendet werden muss, schneidet das reGeschirr schon nach 20-maligem Wiederbenutzen besser ab als Einweggeschirr“, begeistert sich Ann-Margret Amui-Vedel. Und weil die Becher, Teller und Schüsseln sehr robust seien, könnten sie über Jahre hinweg wiederverwendet und gewaschen werden, bevor sie recycelt und zu einem neuen Produkt verarbeitet würden. Auf diese Weise schone das Mehrwegsystem nicht nur Ressourcen, sondern auch das Klima, weil die Verbrennungsanlagen weniger Müll verbrennen und somit weniger schädliches CO2 erzeugten.
„Wir sind begeistert von dem System und hoffen, es nach und nach auch in Kehler Restaurants und Imbissbuden etablieren zu können“, sagt die Umweltreferentin. Schließlich seien die Vorteile des Systems nicht von der Hand zu weisen: „Die Gastronomen sparen sich dadurch die Kosten für herkömmliche Einwegverpackungen und senken gleichzeitig ihre Abfallgebühren“, betont Ann-Margret Amui-Vedel.

Hintergrund:
Schon im März vergangenen Jahres hat die Arbeitsgruppe Littering/Vermüllung mit der Einführung von wiederverwendbaren Tragetaschen erfolgreich das Aufkommen von Plastikmüll auf dem Wochenmarkt reduziert. Die kehlblauen Stofftaschen können für einen Euro in der Tourist-Information und bei den Standbetreibern erworben werden. Schon seit 2012 werden warme Mahlzeiten zudem auf Mehrweggeschirr serviert, das die Stadtverwaltung aus dem früheren Geschirrbestand der Stadthalle zur Verfügung stellt. Nur das Essen zum Mitnehmen wurde bisher noch in Einwegverpackungen verkauft. In einem weiteren Schritt möchte die Arbeitsgruppe die Standbetreiber überzeugen, auf dem Wochenmarkt keine pfandfreien Flaschen mehr zu verkaufen und bei ihrer Getränkeauswahl stattdessen auf Mehrwegflaschen umzusteigen. Wer Interesse daran hat, sich an der Arbeitsgruppe „Littering/Vermüllung“ zu beteiligen, kann sich bei Ann-Margret Amui-Vedel telefonisch unter 07851 88-1195 oder per E-Mail an a.amui-vedel@stadt-kehl.de melden.

07.06.2019

 

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