Präsidentschaftswechsel bei der INFOBEST – Toni Vetrano: Stehe für die Eigenständigkeit der Beratungsstelle

Neuer Präsident der Grenzgängerberatungsstelle INFOBEST Kehl/Strasbourg ist der Kehler Oberbürgermeister Toni Vetrano. In seiner Antrittsrede im Aufsichtsgremium betonte er, dass er für die Eigenständigkeit der INFOBEST stehe, die in den 26 Jahren ihrer Existenz rund 110 000 Bürgerinnen und Bürger in grenzüberschreitenden Fragen beraten und ein entsprechendes Fachwissen herausgebildet habe, so dass sie auch für die öffentliche Verwaltung sowie Behörden und Unternehmen zu einer kompetenten Anlaufstelle geworden sei.

Toni Vetrano bedankte sich bei dem turnusmäßigen Präsidentschaftswechsel bei seiner Vorgängerin und künftigen Vize-Präsidentin Catherine Graef-Eckert (Conseillère départementale du Bas-Rhin) für die partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen beiden Jahren. Diese wolle er gerne fortsetzen. Die scheidende Präsidentin bezeichnete das INFOBEST-Team als privilegierten Beobachter grenzüberschreitender Hemmnisse: „Bei Ihnen kommen die Probleme der Bürger an.“ Seien die Gründerväter der INFOBEST vor 26 Jahren noch davon ausgegangen, dass sich die Beratungsstelle für Grenzpendler – also für Menschen, die in einem Land wohnen und im anderen arbeiten – irgendwann erübrige, weil alle Fragen geklärt seien, zeige der Arbeitsalltag der beiden Referentinnen Isabel Parthon und Audrey Schlosser sowie ihrer Assistentin Annette Steinmann deutlich, dass genau das Gegenteil der Fall sei: Durch sich weiter verstärkende grenzüberschreitende Beziehungen und Verflechtungen ergäben sich komplexere Lebenslagen für die Bewohnerinnen und Bewohner des deutsch-französischen Grenzraums, erläuterte Toni Vetrano. Mit ihren Fragen und Problemen dürfe man die Bürgerinnen und Bürger nicht alleine lassen, betonte der neue Präsident. Nicht selten seien die Menschen, die bei der INFOBEST Rat suchten, in existenzieller Not, ergänzte Isabel Parthon, und nannte das Beispiel einer französischen Witwe, die ohne den in Deutschland erworbenen Rentenanspruch ihres verstorbenen Mannes ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten konnte.

Turnusgemäß hat der Kehler Oberbürgermeister Toni Vetrano die Präsidentschaft für die Grenzgänger-Beratungsstelle INFOBEST von Catherine Graef-Eckert übernommen, die in den nächsten zwei Jahren als Vize-Präsidentin der Einrichtung agiert.zoom

4736 Anfragen hat die INFOBEST Kehl-Strasbourg allein im vergangenen Jahr beantwortet. Die Beratungsstelle veranstaltet zudem regelmäßig grenzüberschreitende Sprechtage von Sozialversicherungsträgern und Finanzämtern, bei denen Grenzpendler ihre Fragen direkt mit kompetenten Ansprechpartnern der entsprechenden Behörden aus beiden Ländern klären können. Die Sprechtage sind bereits im Vorfeld ausgebucht. Mehr als 300 Anliegen wurden 2018 behandelt.
Steuern und Sozialversicherung waren im vergangenen Jahr die Hauptthemen, die an das INFOBEST-Team herangetragen wurden – zum einen von Bürgerinnen und Bürgern, aber auch von Unternehmen, die Mitarbeitende aus dem Nachbarland beschäftigen.
Auch der Umstand, dass die Kfz-Zulassung in Frankreich nur noch online erfolgen kann, hat bei zahlreichen Autobesitzern im Grenzraum Beratungsbedarf ausgelöst. Deshalb bereitet die INFOBEST zu diesem Thema gerade eine Broschüre in deutscher und französischer Sprache vor.
Trotz des umfangreichen Informationsangebots der INFOBEST im Internet (www.infobest.eu), setzen noch immer zwei Drittel der Ratsuchenden auf den persönlichen Kontakt, suchen also das Büro der INFOBEST in der Rehfusvilla persönlich auf oder lassen sich telefonisch beraten.

Das Team der INFOBEST Kehl-Straßburg mit seiner Präsidentschaft (von links): INFOBEST-Assistentin Annette Steinmann, INFOBEST-Referentin Isabel Parthon, Klaus Schüle, Leiter des Referats für grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Regierungspräsidium Freiburg, Oberbürgermeister Toni Vetrano (Präsident der INFOBEST), Catherine Graef-Eckert (Vize-Präsidentin der INFOBEST) und INFOBEST-Referentin Audrey Schlosser.zoom

Hintergrund:
Die INFOBEST Kehl-Strasbourg wurde 1993 im Rahmen eines Interreg-Projekts gegründet und ist seither im Erdgeschoss der Rehfusvilla am Rehfusplatz untergebracht. Elf Träger finanzieren die deutsch-französische Beratungsstelle gemeinsam: der französische Staat, die Région Grand Est, das Département du Bas-Rhin, die Ville et Eurométropole de Strasbourg, das Land Baden-Württemberg, der Ortenaukreis sowie die Großen Kreisstädte Kehl, Offenburg, Lahr, Achern und Oberkirch.

12.06.2019

 

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