Kreuzmatt feierte erstmals rheinübergreifend

Das 24. Kreuzmattfest hatte eine besondere Note: Zum ersten Mal feierten die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtquartiers gemeinsam mit dem Straßburger Rheinhafenviertel. Am Samstag (6. Juli) wurde auf der französischen Rheinseite gesungen und getanzt; am Sonntag (7. Juli) in Kehl. Wenn sich Menschen begegneten, sich austauschten und zusammen feierten, würden Vorurteile abgebaut oder entstünden gar nicht erst, freuten die beiden Oberbürgermeister Toni Vetrano und Roland Ries. Möglich gemacht hatten das rheinüberspannende Fest nicht zuletzt das trinationale Interreg-Projekt Marge und die Unterstützung des Eurodistrikts.

60 Kinder aus der Kindertageseinrichtung Kreuzmatt und der Josef-Guggenmos-Grundschule sind am Samstag (6. Juli) mit der Tram über den Rhein ins Quartier du Port-du-Rhein (Rheinhafenviertel) gefahren, um auf der Bühne auf dem Platz vor der kleinen Kirche (Place de l’Hippodrome) aufzutreten. Mitgebracht hatten sie Obstbecher, die bei den Festbesuchern in Straßburg so großen Anklang fanden, dass noch für Nachschub gesorgt werden musste, wie die Leiterin der Gemeinwesenarbeit, Claudia Mündel, berichtete. Die Festbesucher konnten Lose kaufen – und ihre Gewinne dann am Sonntag beim Kreuzmattfest abholen.

Kinder aus der Kindertageseinrichtung Kreuzmatt und der Josef-Guggenmos-Schule traten sowohl auf der Bühne im Quartier du Port-du-Rhin auf als auch in der Kreuzmatt.zoom

Bevor das Abendprogramm begann, begrüßten die beiden Oberbürgermeister Roland Ries und Toni Vetrano die Festbesucher. Toni Vetrano gab der Hoffnung Ausdruck, dass sich durch das rheinübergreifende Fest und die Bürgerkontakte, welche durch die nächtlichen Spaziergänge und die deutsch-französischen Stammtische entstanden sind, ein festes Band zwischen den Bewohnern des rheinübergreifenden Bereichs bilden möge. Geknüpft haben dieses bereits Frauen aus beiden Städten, die an einem gemeinsamen Nähkurs teilgenommen hatten und ihre selbstgeschneiderten Kleidungsstücke bei einer Modenschau präsentierten.

Nadia Idiri, stellvertretende Präfektin der Région Grand Est, Gérard Schann von der Stadtteilinitiative aus dem Quartier du Port-du-Rhin und die Oberbürgermeister Toni Vetrano und Roland Ries begrüßten am frühen Samstagabend die Festbesucher auf dem Place de l'Hippodrome.zoom

Am Sonntagnachmittag traf man sich dann auf der deutschen Seite wieder: Zum ersten Mal, betonte Claudia Mündel, gebe es beim Kreuzmattfest Flammkuchen – die französische Festorganisatoren hatten kurzerhand ihren Ofen mit auf den Platz vor der Villa RiWa gebracht. Wie auch OB Vetrano lobte sie die Umgestaltung des Viertels und das Engagement der Städtischen Wohnbau, die in den vergangenen Jahren nicht nur die meisten Wohnungen energetisch saniert und mit Balkonen ausgestattet hat, sondern auch die großzügigen Grünflächen zwischen den Häusern so gestaltet, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner dort gerne treffen und aufhalten. Auch die Stadtentwicklung, die in den vergangenen Jahren sowohl die Kreuzmatt als auch das Quartier du Port-du-Rhin zum positiven verändert hat, wurde bereits am Samstagabend als Gemeinsamkeit hervorgehoben. Die Stellvertreterin des Präfekten der Région Grand Est, die als Studentin im Port-du-Rhin gewohnt hatte, freute sich besonders darüber, dass sie aus staatlichen Programmen zu dieser Entwicklung habe beitragen können.

Clown Pädrelli machte Späße, die alle verstanden, unabhängig von ihren Sprachkenntnissen.zoom

Die Kinder freuten sich über Clown Pädrelli, den alle unabhängig von ihren Sprachkenntnissen verstanden.
Organisiert haben das Kreuzmattfest neben der Gemeinwesenarbeit Kreuzmatt auch zahlreiche Engagierte der Stadtteilinitiative „Wohnumfeld“ sowie weitere Einrichtungen aus der Villa RiWa und dem Viertel: Jugendtreff Kreuzmatt, Mädchentreff Kreuzmatt, Kindertageseinrichtung Kreuzmatt, Josef-Guggenmos-Schule, Werkrealschule Hebel, Frauen- und Mütterzentrum, Diakonie Kork, Präventionsstelle des Deutschen Roten Kreuzes und das städtische Integrationsmanagement-Team. Der Förderverein Kreuzmatt und die Städtische Wohnbau GmbH unterstützten das Fest finanziell.

07.07.2019

 

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