Umbruch im Gemeinderat: Zehn Stadträtinnen und Stadträte verabschiedet

Zehn Städträtinnen und –räte hat Oberbürgermeister Toni Vetrano am Mittwochabend in der letzten Sitzung des alten Gemeinderats in der Stadthalle verabschiedet. Sechs von ihnen hatten nicht mehr kandidiert; vier haben den Wiedereinzug in den Gemeinderat verpasst. Verabschiedet wurde auch die Hohnhurster Ortsvorsteherin Michaela Moschberger. Ehrungen des Deutschen Städtetags erhielten die Stadträte Richard Schüler und Hugo Rinkel.

Gehören dem neuen Gemeinderat nicht mehr an (von links): Hugo Rinkel, Hans-Jürgen Sperling, Jörg Schwing, Gudrun Kruß, Nicolas Krieg, Marina Nohe, Barbara Tonnelier. Hintere Reihe neben OB Toni Vetrano: Héctor Sala, Karim Said und Erwin Domhan. Vorne (zweite von rechts): Michaela Moschberger wurde als Ortsvorsteherin von Hohnhurst verabschiedet.zoom

Mit folgenden Worten hat Oberbürgermeister Toni Vetrano das Wirken der Mandatsträger gewürdigt, die in der neuen Legislaturperiode dem Kehler Gemeinderat nicht mehr angehören:

Hans-Jürgen Sperling

Er habe argumentiert, ohne sich zu echauffieren, so beschreibt Toni Vetrano den ausscheidenden Hans-Jürgen Sperling.

Wer Hans-Jürgen Sperling googelt, stellt fest: Es gibt sogar einen Wikipedia-Eintrag über ihn. Beschrieben wird er dort als „ausgewiesener Kommunalrechtsexperte“ – als solcher hat er uns im Kehler Gemeinderat mit seinen Expertisen oft geholfen. Mit seinen profunden Kenntnissen des Verwaltungsrechts war Hans-Jürgen Sperling während seiner insgesamt 34-jährigen Zugehörigkeit zum Kehler Gemeinderat auch für die Verwaltung ein stets geschätzter Ratgeber.
Lieber Herr Sperling: Sie werden uns sehr fehlen.
Ob als Fraktionsvorsitzender – von 1994 bis 2004 – oder als Fraktionsmitglied – von 1980 bis 2004 und von 2009 bis heute – haben Sie sich durch eine ruhige und sachliche Art ausgezeichnet. Sie haben stets argumentiert, ohne sich zu echauffieren; in vorbildlicher demokratischer Weise haben Sie Beschlüsse auch dann mitgetragen, wenn sie ohne oder gegen Ihre Stimme zustande gekommen sind. Das galt für den Bau der Passerelle des deux Rives und das galt für den Bau der Tram, deren Endhaltestelle Sie lieber am Bahnhof als am Rathaus gesehen hätten.
Ich selber durfte Sie stets als fairen Partner der Verwaltung erleben, der immer bemüht war, die Dinge pragmatisch zu beurteilen und mit konstruktiven Anregungen – oder konstruktiver Kritik – voranzubringen. Sie waren immer sehr gut vorbereitet, haben sich tief in die Materie eingearbeitet – unabhängig davon, ob es sich um Vorhaben in einer der Ortschaften oder in der Kernstadt handelte.
Sie sind eines der (inzwischen wenigen) Mitglieder des Gremiums, die den Kehler Gemeinderat noch aus der Zeit vor der Abschaffung der unechten Teilortswahl kennen, mit damals 46 Rätinnen und Räten. Und Sie waren einer der Befürworter dieser Abschaffung des Wahlsystems, das jeder Ortschaft seine Vertreter im Gemeinderat sicherte, auch den kleinsten, die Arbeit im Gremium aber schwerfällig machte.
So, wie Sie sich damals für das neue, noch nicht erprobte Wahlsystem eingesetzt und seine Vorteile gesehen haben, haben Sie sich auch für die Abschaffung der Ausschüsse stark gemacht – was außer Crailsheim vor Kehl noch keine andere Stadt gewagt hat.
Ich weiß, dass Sie gerne noch eine Periode drangehängt hätten – die Wähler haben anders entschieden.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihren kommunalpolitischen Ruhestand genießen können und uns, dass Sie uns trotzdem verbunden bleiben. Vielleicht dürfen wir mit der einen oder anderen kniffligen Frage doch noch auf Sie zukommen.

Hugo Rinkel

20 Jahre lang hat Hugo Rinkel dem Kehler Gemeinderat angehört - und wird dafür auch vom Deutschen Städtetag geehrt.

20 Jahre lang hat Hugo Rinkel dem Kehler Gemeinderat angehört. Er habe sich, habe ich in der Zeitung gelesen, „überreden lassen“, noch einmal zur Wahl anzutreten. Dass es mit der Wiederwahl nicht geklappt habe, mache ihn daher nicht traurig, hieß es in dem Artikel auch.
Nach so langer Zeit hoffe ich dennoch, lieber Herr Rinkel, dass der Abschied heute Abend nicht ganz so leicht fällt. Schließlich haben Sie an den Großprojekten mitgewirkt, die unsere Stadt heute prägen: Garten der zwei Ufer, Passerelle des deux Rives, Landesgartenschau, Bau der Tulla-Realschule, Tram, Stadtbussystem, Sanierungsprogramm Kreuzmatt, Schneeflären – um nur einige und die größten zu nennen.
Sie waren nicht nur einer der inzwischen im Gremium rar gewordenen Vertreter der Kernstadt, Sie waren immer auch ein Vertreter der Sundheimer. Als Kaufmann waren Sie, wie man heute sagt, „nah an de Leut“, Sie wussten, was die Kehlerinnen und Kehler beschäftigt und haben dies in die Fraktion und den Rat getragen.
Sie hatten es als Supermarkt-Chef lange Jahre schwerer als manch anderer, Ihre beruflichen Pflichten mit den Sitzungen des Gemeinderats und der zahlreichen anderen Gremien in Einklang zu bringen – und haben dennoch kaum einen Termin verpasst.
20 Jahre Ehrenamt im Gemeinderat – das ist auch ein Anlass für eine Ehrung durch den Deutschen Städtetag. Ich darf Ihnen diese Urkunde überreichen.
Ich danke Ihnen, dass Sie Ihre Gemeinderatstätigkeit und damit den Wählerauftrag so ernst und die Mühen, die damit verbunden waren, zwei Jahrzehnte lang auf sich genommen haben. Und ich wünsche Ihnen vor allem Gesundheit, so dass Sie Ihre neue gewonnene Freiheit von Terminen so richtig genießen können.

Gudrun Kruß

15 Jahre lang führte die selbstständige Gudrun Kruß ihr Amt als Gemeinderätin neben ihrem Blumenladen aus.

Wenn ich gerade davon gesprochen habe, dass es für manche schwieriger ist als für andere, das zeitaufwendige Ehrenamt Stadtrat oder Stadträtin mit den beruflichen Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen, dann trifft das auch auf Sie zu, liebe Frau Kruß.
Als Selbstständige mussten Sie immer dafür sorgen, dass es auch im Blumenladen weiterging, wenn Sie „uff Kähl“ zur Sitzung fahren sollten. Dass Sie diesen Spagat 15 Jahre lang auf sich genommen und geschafft haben, verdient unser aller Achtung und Dank.
Wie Ihr Fraktionskollege Hugo Rinkel können Sie mit Stolz auf die Großprojekte blicken, die Sie in den vergangenen 15 Jahren mit auf den Weg gebracht haben. Dass Sie es jetzt etwas ruhiger angehen lassen möchten, dass Sie mehr Zeit fürs Geschäft, für die Familie und Ihre Hobbys haben möchten – dafür haben wir Verständnis; das haben Sie sich nach so vielen Jahren ehrenamtlichen Engagements wahrlich verdient.
Und weil ich weiß, dass wir Ihnen trotzdem ein bisschen fehlen werden, versichere ich Ihnen gerne, dass Sie natürlich eine Einladung erhalten werden, wenn wir den Radweg von Marlen nach Eckartsweier – endlich – einweihen, wenn wir die Einweihung des Kulturhauses oder des neuen Kombi-Bades feiern werden.
Ich hoffe sehr, liebe Frau Kruß, dass Sie mindestens zu solchen Anlässen auch weiterhin gerne „uff Kähl“ kommen und weiterhin regen Anteil an der Arbeit Ihrer Fraktion und des Gemeinderats nehmen. Aber da wir Sie alle als aktive Fasnachterin kennen, die ja auch Stoff braucht, mache ich mir da keine allzu großen Sorgen.
Herzlichen Dank, liebe Frau Kruß, auch Ihnen. Ich wünsche Ihnen alles Gute und vor allem mehr Zeit zur freien Verfügung und für Ihre Familie.

Karim Said

Als die Stimme „Sundes“ gehörte Karim Said 15 Jahre lang dem Kehler Gemeinderat an.

15 Jahre lang hat auch Herr Karim Said dem Kehler Gemeinderat angehört – und war hier stets auch als die Stimme „Sundes“ zu vernehmen. Sie haben sich, lieber Herr Said, entschieden, nicht erneut für den Gemeinderat zu kandidieren, weil die zeitliche Belastung neben einer vollen Berufstätigkeit her, sehr hoch ist.
Im Zeitungsinterview, in dem Sie Ihre Entscheidung begründet haben, führen Sie auch den Umstand an, dass die Abschaffung der Ausschüsse zu oft sehr langen und intensiven Gemeinderatssitzungen geführt hat. Ich kann gut nachvollziehen, dass Sie dies als Erschwernis empfunden haben – ich habe es eingangs bereits gesagt.
Dass Ihnen manches zu langsam voranging und dass dies gerade und vor allem bei Menschen, die in hohem Maße ihre Freizeit für ihre Stadt einsetzen, zu Frustration führt, kann ich ebenfalls gut verstehen. Sie sind als Gemeinderat angetreten und von Bürgerinnen und Bürgern gewählt worden, damit Sie etwas bewegen. Warum es häufig so lange dauert, bis etwas in Bewegung kommt, ist Wählerinnen und Wählern meist schwer, manchmal auch nicht zu vermitteln.
Dass Sie trotz dieser Widrigkeiten über drei Legislaturperioden hinweg im Gemeinderat und den erwähnten diversen weiteren Gremien mitgearbeitet haben, dass Sie immer wieder Ihre kritische Stimme erhoben haben, dafür, lieber Herr Said, möchte ich Ihnen ausdrücklich danken.
Und wenn Sie in einer ruhigen Stunde mit etwas Abstand zurückblicken, so hoffe ich sehr, dass Sie vor allem Stolz empfinden auf das, was Sie in den vergangenen 15 Jahren mit auf den Weg gebracht haben. Ich habe die größten Projekte bereits aufgezählt – die Liste ließe sich um mittelgroße wie die Kindertageseinrichtung Sundheim oder die Josef-Guggenmos-Schule, die Anbauten an die Kinderta-geseinrichtung Niedereich, die Albert-Schweitzer- oder die Hebelschule mühelos ergänzen, um nur die Projekte im südlicheren Teil unserer Stadt zu benennen.
Lieber Herr Said, ich wünsche Ihnen vor allem Gesundheit und dass Sie Ihre neu gewonnene Freizeit selbstbestimmt so gestalten können, wie es Ihnen gefällt. Sie haben in der Projektgruppe Neubau Hallenbad mitgearbeitet – vielleicht dürfen wir Sie auch künftig als aktiven Bürger in der einen oder anderen Gruppe oder bei Veranstaltungen begrüßen – ich hoffe es und wünsche es mir.

Erwin Domhan

Nach 15 Jahren verabschiedet sich Erwin Domhan aus dem Kehler Gemeinderat.

Nach einem guten Vierteljahrhundert in der Kommunalpolitik und 15 Jahren davon im Kehler Gemeinderat möchte es, so wussten wir schon vor der Wahl, Herr Erwin Domhan „langsam auslaufen lassen“. Konkret heißt das, lieber Herr Domhan, dass Sie dem Gemeinderat den Rücken kehren.
Sie waren stets und sind ein Freund deutlicher Worte. Sie haben nie drum herum geredet, sondern immer gesagt, was Sie meinen und zwar so, dass es jede und jeder verstanden hat. Sie redeten, wie wir hier gerne sagen, wie Ihnen der Schnabel gewachsen war. Im Positiven wie im Negativen.
Und so danke ich Ihnen noch für das Kompliment, dass Sie in Ihrem Abschiedsinterview mit der Kehler Zeitung uns als Gemeinderat – Zitat: „Die Kehler können dankbar sein, dass sich gute Köpfe für sie engagieren.“ – und uns als Verwaltung machen – Zitat: „Die immer wieder zu hörende Behauptung, dass dort Triefnasen ihre Zeit absitzen, ist einfach falsch. Richtig ist, dass da in aller Regel ausgesprochen kompetente und sehr engagierte Fachleute arbeiten.“
Ich würde sagen: Sie haben es einmal mehr auf den Punkt gebracht.
Ich danke Ihnen für die konstruktive Zusammenarbeit, Ihr Engagement für unsere Stadt, für Ihre kritischen Anmerkungen und Einwürfe, für den Blick aufs Ganze und auch dafür, dass Sie bei widerstreitenden Positionen im Rat manches Mal dazu beigetragen haben, den Weg des Kompromisses zu ebnen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute! Wir werden uns sicherlich auch weiterhin begegnen – Sie haben ja in Ihrem Abschlussinterview angekündigt, dass Sie den Gemeinderat und seine Arbeit genau beobachten werden.

Marina Nohe

Mit ihren kritischen Fragen und ihrem beharrlichen Nachhaken hat Marina Nohe laut Toni Vetrano viel zu Diskussionen im Gemeinderat beigetragen.

15 Jahre sind genug: Das haben Sie, liebe Frau Nohe, auch für sich so entschieden. Dass Sie Ihren beruflichen Ruhestand mit dem kommunalpolitischen kombinieren möchten, ist legitim und sehr verständlich.
Auch Ihr Abschiedsinterview in der Kehler Zeitung habe ich natürlich gelesen. Zwischen den Zeilen glaube ich verstanden zu haben, dass Sie denken, dass Sie mich mit Ihren Fragen bisweilen genervt hätten.
Sollte bei Ihnen dieser Eindruck entstanden sein, bedaure ich dies; das Gegenteil ist nämlich der Fall: Mit Ihren kritischen Fragen und Ihrem beharrlichen Nachhaken haben Sie manches Mal den Stachel gesetzt, den es brauchte, damit wir nochmal in die Diskussion eingestiegen sind oder eine zusätzliche Runde gedreht haben. Ich kann mich nicht erinnern, dass dies je schädlich gewesen wäre.
Natürlich ist es der Verwaltung am liebsten, wenn unsere Vorlagen Zustimmung – und manchmal sogar Beifall – finden. Sonst würden wir sie ja nicht in der jeweiligen Form einbringen. Dennoch beanspruchen wir uns nicht, den Stein der Weisen gefunden zu haben und sind offen für gute Argumente: Nichts ist so gut, dass es nicht noch besser werden könnte.
In diesem Sinne möchte ich mich bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie uns manches Mal dazu gebracht haben, die Dinge noch aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, querzudenken oder zusätzliche Aspekte in den Blick zu nehmen.
Ihre fachliche Expertise bei Themen wie Pflege, Wohnen im Alter und Gesundheit war für uns immer sehr wertvoll und es ist mit Ihr Verdienst, dass wir in Kehl inzwischen unterschiedliche und moderne Lebensformen für den letzten Lebensabschnitt anbieten können. Sie waren stets auch eine Anwältin für die Kreuzmatt, die sich in den vergangenen Jahren – auch mit Ihrer Unterstützung – zu einem sehr schönen Stück Kehl entwickelt hat.
Und ja, ich stimme Ihnen zu: „Frauen haben eine andere Diskussionskultur“, Frauen haben andere Sensibilitäten und Herangehensweisen und genau deshalb funktionieren gemischte Teams aus Frauen und Männern meist am besten. Dass wir im Gemeinderat so wenige Stadträtinnen haben, bedauere ich mindestens so sehr wie Sie, kann aber auch in diesem Punkt die Entscheidung der Wählerinnen und Wähler nur akzeptieren.
In diesem Sinne versichere ich Ihnen, dass wir ungern auf Sie verzichten, so sehr wir es Ihnen natürlich gönnen, Ihren Terminkalender künftig frei und selber bestimmen und Ihre Freiheit genießen zu können.

Barbara Tonnelier

Die hohe zeitliche Belastung, die eine Stadträtin stemmen muss, veranlassten Barbara Tonnelier, nach einer Legislaturperiode nicht mehr für einen Sitz im Gemeiderat zu kandidieren.

Bleiben wir bei der Frauenliste: Nach einer Legislaturperiode verabschieden wir heute auch Frau Barbara Tonnelier aus unseren Reihen. Als Grund dafür, dass Sie sich nicht erneut um ein Mandat beworben haben, nennen Sie die hohe zeitliche Belastung, die eine Stadträtin stemmen muss. Damit stehen Sie, liebe Frau Tonnelier, nicht allein – Herr Said, Frau Kruß und Herr Sala, zu dem ich im Anschluss komme, – führen ähnliche Begründungen dafür an, dass sie nicht mehr kandidiert haben. Ich denke – ich habe es bereits angesprochen –, dass uns dies sehr nachdenklich machen sollte.
Sie haben sich – aus meiner Sicht – gut und rasch in die vielen komplexen Themen eingearbeitet und damit weit über die Sitzungen hinaus viel Zeit investiert. Dafür danke ich Ihnen sehr herzlich. Sie haben Ihr Mandat ernst genommen und trotz voller Berufstätigkeit zahlreiche Termine in und für unsere Stadt wahrgenommen.
Ich danke Ihnen für Ihre Mitarbeit an unseren Konzeptionen – vom Kultur- über das Mobilitäts- bis zum Stadtentwicklungskonzept und würde mich freuen, wenn Sie die Umsetzung und Weiterentwicklungen dieser neuen Strukturen auch weiterhin verfolgen und das eine oder andere Projekt – vielleicht auch im Rahmen der verschiedenen Formen der Bürgerbeteiligung weiter mit voranbringen würden.

Héctor Sala

Beim Planen und Bauen die sozialen Aspekte stets mitdenken, das war Héctor Sala laut Toni Vetrano von Anfang an immer sehr wichtig.

Ich habe es bereits angesprochen: Auch Herr Héctor Sala hat sich nach einer Legislaturperiode entschieden, kürzer zu treten und seine beruflichen Verpflichtungen in den Vordergrund zu stellen.
Verständlich, aber eben auch schade, wie ich finde, haben Sie, lieber Herr Sala, doch unseren Fokus immer wieder auf die Menschen und auf das gelenkt, was das soziale Miteinander ausmacht. Ich habe es bei der Erarbeitung des Stadtentwicklungskonzepts immer wieder gesagt: Wir können planen und bauen, so viel wir wollen und uns über Verkehrskonzepte auseinandersetzen, so lange und so intensiv wir möchten – entscheidend ist, ob es uns gelingt, die soziale Balance in unserer Stadt aufrecht zu erhalten.
Anders ausgedrückt: Sie haben uns immer wieder ermahnt, dass wir beim Planen und Bauen die sozialen Aspekte stets mitdenken müssen, von Anfang an. Dafür danke ich Ihnen sehr herzlich.
Und wenn ich in der Zeitung richtig gelesen habe, dann besteht ja noch Hoffnung dergestalt, dass Sie dann wieder für den Gemeinderat kandidieren werden, wenn sich Ihre berufliche Belastung so verändert, dass Sie weniger Abendtermine wahrnehmen müssen.
Daher verbinde ich mit meinem Dank ein hoffnungsvolles Auf-Wiedersehen.

Nicolas Krieg

Nach einer Legislaturperiode scheidet Nicolas Krieg aus dem Gemeinderat aus.

Wenn wir im Vorfeld von Kommunalwahlen über potentielle Kandidatinnen und Kandidaten sprechen, dann vereint uns, glaube ich, partei- und fraktionsübergreifend ein Wunsch: Wir hätten gerne mehr junge Menschen, die sich für Kommunalpolitik und für ein Mandat im Gemeinderat interessieren. Sie, lieber Herr Nicolas Krieg, waren in der vergangenen Legislaturperiode unser Benjamin, der Jüngste im Gremium.
Es hat mich sehr gefreut, dass Sie rückblickend gesagt haben, dass die Zeit im Gemeinderat eine Ihrer besten Lebenserfahrungen war: Wenn Sie in Ihrer positiven Art über Ihre Arbeit im Gremium berichten, sind Sie in Ihrer Altersgruppe der beste Botschafter, den sich der Gemeinderat wünschen kann.
Gefreut hat mich auch – dass Sie, wie Héctor Sala – Kehl im positiven Sinne als Ihre Stadt bezeichnen und deshalb gerne zur ihrer Entwicklung beitragen wollten und ich hoffe: dies auch weiterhin möchten.
Es hat beim zweiten Anlauf mit der Wiederwahl leider nicht geklappt, aber gerade in Ihrem Alter sind weitere Kandidaturen ja durchaus denkbar. In diesem Sinne hoffe ich, dass wir uns auch hier im Gremium wiedersehen werden.
Ich danke auch Ihnen für Ihren hohen zeitlichen Einsatz, für die Bereitschaft, sich in die unterschiedlichsten – auch nicht nur spannenden – Themen einzuarbeiten und wünsche Ihnen alles Gute, vor allem auch für Ihr im Herbst beginnendes Studium.

Jörg Schwing

Im Ortschaftsrat Auenheim wird Jörg Schwing weiterhin vertreten sein - aus dem Gemeinderat scheidet er aus.

Sie, lieber Herr Schwing, waren mit knapp drei Jahren nur kurze Zeit bei uns im Gremium. Ihre Gesundheit hat es Ihnen leider nicht immer erlaubt, an unseren Sitzungen teilzunehmen. Im Ortschaftsrat Auenheim werden Sie der Kommunalpolitik erhalten bleiben – und vielleicht unternehmen Sie ja auch in fünf Jahren einen erneuten Anlauf für einen Sitz im Gemeinderat.
Auch Ihnen, lieber Herr Schwing, alles Gute, vor allem Gesundheit.

 

Michaela Moschberger

Sie hatte zwar keinen Sitz im Gemeinderat – war aber dennoch sehr häufig in unseren Sitzungen vertreten: Frau Michaela Moschberger hat sich entschieden, nicht mehr als Ortsvorsteherin von Hohnhurst anzutreten – als solche werden wir Sie, liebe Frau Moschberger, heute Abend also verabschieden.
Ich danke Ihnen für die konstruktive und stets faire Zusammenarbeit und auch dafür, dass Sie bereit waren, als kleinste Ortschaft bei einer großen Herausforderung für unsere Stadt Ihren Beitrag zu leisten und in einer eigenen Wohnung eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen.
Ich danke Ihnen, dass Sie das Amt der Ortsvorsteherin neben Ihrer Berufstätigkeit ausgeübt haben, dass Sie Ansprechpartnerin für die Bürgerinnen und Bürger im von der Kernstadt entferntesten Stadtteil waren und gleichzeitig deren Interessensvertreterin hier bei uns.
Im Ortschaftsrat werden Sie sich weiterhin einbringen und Ihre Arbeit für Hohnhurst fortsetzen.
Liebe Frau Moschberger, ganz herzlichen Dank und weiterhin alles Gute.

Richard Schüler

Bleibt mir noch eine letzte Aufgabe in der letzten Sitzung des alten Gemeinderats: Herrn Richard Schüler eine Urkunde zu übergeben, die der Deutsche Städtetag nicht allzu häufig ausstellt – nämlich für 40-jährige Zugehörigkeit zum Gemeinderat. Zuerst Bürgermeister, dann Ortsvorsteher in Goldscheuer seit mehr als 50 Jahren, 40 Jahre im Gemeinderat – rekordverdächtige Jahreszahlen und Zahlen, die für einen Einsatz und ein Engagement ohnegleichen stehen.
Ich darf Ihnen, Herr Schüler, diese Urkunde überreichen, verbunden mit dem Dank der Stadt Kehl, ihrer Bürgerinnen und Bürger.

10.07.2019

 

Flüchtlingshilfe Kehl

Daten und Fakten zum Thema Flüchtlinge in Kehl sowie Informationen für ehrenamtliche Helfer sind auf der Internetpräsenz www.fluechtlingshilfe.kehl.de zusammengestellt.

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