Mit Martinshorn und Löschfahrzeug: Ferienprogramm bei der Feuerwehr

Einmal in einem richtigen Feuerwehrauto sitzen, dabei das Martinshorn erklingen lassen und danach mit dem großen Schlauch Wasserfontänen in den Himmel spritzen: Für die rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ferienprogramms der Gemeinwesenarbeit Kreuzmatt ist dieser Traum in der Wache der Kehler Feuerwehr in Erfüllung gegangen. Die Kinder zwischen sechs und elf Jahren hatten bei ihrer Führung durch die Fahrzeughallen sogar Gelegenheit, auf dem Fahrersitz des Hubrettungsfahrzeuges Platz zu nehmen und sich dabei einmal mehr wie ein richtiger Feuerwehrmann oder eine richtige Feuerwehrfrau zu fühlen. Am Ende des knapp zweistündigen Programms stand für einige fest: Wir melden uns an für die Jugendfeuerwehr!

Dass es in der Feuerwache viel zu entdecken gibt, merkten die Kinder bei ihrer Führung durch die Räumlichkeiten schnell. Ob Schlauchwaschanlage oder Atemschutzwerkstatt, Brandmeister Kevin Kress nahm sie überall hin mit und erklärte ihnen ausführlich, wie die Schläuche und Atemschutzgeräte nach jedem Einsatz gewaschen, getrocknet, gereinigt und sorgfältig auf etwaige Schäden hin überprüft werden.

In der Schlauchwaschanlage werden die Schläuche gewaschen, getrocknet, gereinigt und sorgfältig auf etwaige Schäden hin überprüft.zoom

„Ihr dürft während der Arbeit schlafen?“, fragte eines der Kinder erstaunt, als Kevin Kress auch den Ruheraum zeigte. Dass man als Feuerwehrmann zum Teil 24-Stunden-Schichten hat und deswegen währenddessen auch mal ruhen darf, verblüffte die Kinder ungemein. „Habt ihr auch eine Rutschstange, damit ihr vom oberen Stockwerk schnell nach unten kommt?“, wollte ein anderer Teilnehmer eifrig wissen und sah sich mit leuchtenden Augen in der Halle um. Die Enttäuschung darüber, dass dieses so wichtige Utensil nur in mehrstöckigen Einsatzzentralen größerer Städte eingebaut wird, wo sich die Ruheräume über der Fahrzeughalle befinden, war aber schnell wieder vergessen. Schließlich konnte Kevin Kress stattdessen den hydraulischen Rettungssatz mit Rettungsschere und Spreizer vorführen, mit dem die Einsatzkräfte beispielsweise Autos öffnen.

Begeistert stiegen die Kinder in das Löschfahrzeug ein, um eine Runde auf dem Hof der Feuerwache zu drehen. zoom

Begeistertes Gejohle schallte dem Feuerwehrmann auf die Frage entgegen, ob die Kleinen gerne eine Runde mit dem Feuerwehrauto fahren wollen. Ungeduldig kletterten die Kinder nacheinander ins Fahrzeug und drehten dann – bei eingeschaltetem Martinshorn versteht sich – eine Runde über den Hof der Wache. Danach durfte jedes Kind auf dem Fahrersitz des Hubrettungsfahrzeuges Platz nehmen und bekam dort oben den Bordcomputer erklärt. Zum Abschluss erhielt jede Ferienprogrammteilnehmerin und jeder -teilnehmer Gelegenheit, mit dem großen Feuerwehrschlauch Wasserfontänen in den Himmel zu spritzen. Dass es gar nicht so einfach ist, den Strahl zu regulieren und gleichzeitig den schweren Schlauch zu halten, merkten die Kleinen dabei recht schnell – der Freude an dieser Betätigung machte das allerdings keinen Abbruch. Diese besondere Art der Abkühlung hatten sie vorher schließlich noch nie erlebt.

Gar nicht so einfach, den schweren Schlauch zu halten und gleichzeitig den Wasserstrahl zu regulieren. zoom

„Morgen komme ich nochmal mit meinen Eltern und melde mich für die Jugendfeuerwehr an!“, kündigte der 12-jährige Anthony vor dem Rückweg in die Villa RiWa mit strahlenden Augen an. Auch bei dem neunjährigen Fedi wurde bei dem Ausflug die Begeisterung für die Feuerwehr geweckt. Sein neues Ziel: Irgendwann das Löschfahrzeug selbst zu steuern, in dem er heute nur mitfahren durfte. Weil man in die Jugendfeuerwehr aber erst ab zehn Jahren eintreten darf, muss er sich für die Anmeldung noch ebenso ein Jahr gedulden wie seine Freundin Angelina, die sich bereits jetzt als Feuerwehrfrau in vollem Einsatz sieht.

Info:
Die Jugendfeuerwehr ist offen für Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis 17 Jahren; ein Beitrag wird nicht erhoben. Geprobt wird jeden zweiten Donnerstag um 19 Uhr in der Wache in Kehl. In allen Kehler Ortschaften gibt es Sammelpunkte, wo die Kinder und Jugendlichen abgeholt und in die Kernstadt gefahren werden. Alle Mitglieder der Jugendfeuerwehr, auch die aus der Kernstadt, werden nach Abschluss des Übungsabends mit den Feuerwehrfahrzeugen nach Hause gebracht. Wer mitmachen möchte, kann sich an Christian Findling (Telefon 0162 4303875; jugend@feuerwehr.kehl.de) wenden, oder einfach bei einer Probe reinschnuppern. Die Termine für die Proben finden sich unter www.feuerwehr.kehl.de.

13.08.2019

 

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