Kinderferienspaß: Ehemalige Teilnehmer kommen als Betreuer wieder

Der Kinderferienspaß im Haus der Jugend bietet seit vielen Jahren eine sinnvolle Beschäftigung für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien. Ob Vogeltränken töpfern, Sitzmöbel bauen, Traumfänger basteln oder Mandalas malen – die Kinder dürfen sich in den drei Wochen vielseitig ausprobieren. Viele kommen jedes Jahr wieder – sowohl als Teilnehmer als auch Betreuer.

Früher selbst Teilnehmer, heute als Betreuer im Kinderferienspaß: Tristan Busch (links), Felicia Wurth und Kristian Klumpp.zoom
„Lass‘ mal hier noch einen Dübel reinmachen, dann hält das Ding auch bombenfest.“ Tristan Busch hat weder eine Handwerker-Ausbildung, noch liegen ihm Baupläne für das heutige Werkstück vor. Der 21-Jährige studiert im dritten Semester Informatik in Freiburg und hilft dem zehnjährigen Eduard dabei, einen kleinen Holzstuhl zu fertigen. „Ob Segelschiff oder Vogelhaus - die Kinder bauen, was ihnen einfällt und wir stehen nur unterstützend zur Seite“, erläutert Tristan Busch. Außer Arbeiten wie Sägen und Bohren übernehmen die Kinder alles selbst. Als Kind war Tristan Busch selbst oft im Kinderferienprogramm; mit zwölf Jahren durfte er das letzte Mal teilnehmen, danach ist offiziell Schluss. „Nachdem ich fast jeden Sommer hier verbracht habe, hat mich der Gedanke, dass das nun wegfallen wird, schon etwas traurig gestimmt“, verrät Tristan Busch. Doch er kündigte an, wiederzukommen. Gesagt, getan: Mit 16 Jahren begleitete er das erste Mal als Betreuer den Kinderferienspaß, mittlerweile ist es das sechste Jahr hintereinander. Die Stationen sind immer unterschiedlich: „Ich helfe überall aus, wo ich gebraucht werde.“ Direkt nach dem Kinderferienspaß muss er aber wieder zurück zu den Büchern, da noch Klausuren anstehen. Im vergangenen Jahr fiel der Termin für eine Prüfung sogar genau in die Zeit des Kinderferienspaßes: „Da war ich dann eben einen Tag nicht dabei.“
Belastungsprobe bestanden: Mit der Hilfe von Tristan Busch kann sich der 10-jährige Eduard einen kleinen Holzstuhl bauen.zoom
Direkt neben dem Stand mit den Holzarbeiten können sich die Kinder bei Hielta Schlifkowitz beim Töpfern ausprobieren. Seit 1998 wirkt die aus der Nähe von Karlsruhe stammende Heilpädagogin beim Kinderferienspaß mit und erhält mittlerweile auch Unterstützung von Kristian Klumpp, einem ehemaligen Teilnehmer, der selbst oft bei ihr getöpfert hat. „Einige der Sachen habe ich bestimmt noch zu Hause“, sagt der 27-Jährige. Als Kind war er gemeinsam mit seiner Schwester fast immer in den Sommerferien hier – und immer am Tonstand. Die beiden verstehen sich sehr gut, was für Hielta Schlifkowitz nicht nur am gemeinsamen Humor liegt: „Der Kristian kann einfach so gut mit Kindern arbeiten und findet dabei immer die Balance zwischen Helfen und selber machen lassen.“ Mit 16 Jahren begann er, als Betreuer im Kinderferienprogramm zu arbeiten. Nach einem Studium der Chemie und Physik schreibt er aktuell an seiner Doktorarbeit in Zürich und kommt dennoch regelmäßig gerne zurück nach Kehl. Besonders spannend an der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen findet er, wie unterschiedlich die Persönlichkeiten sind: „Manche kommen bereits mit einer fertigen Idee und lassen sich gar nicht davon abbringen, und wieder andere sitzen erst mal da und schauen sich bei den anderen Kids was ab.“
Felicia Wurth und ihre Oma Andrea Neutzler helfen beide im Kinderferienspaß.zoom
Die Woche im Kinderferienspaß endet traditionell mit einem Abschlussessen am Freitag. Außerdem wird eine Bar mit alkoholfreien Cocktails aufgebaut. Dort hilft jedes Jahr auch die 19-jährige Felicia Wurth mit. Sie hatte bereits früh Berührungspunkte zum Kinderferienspaß, da ihre Oma, Andrea Neutzler, seit 2005 im Haus der Jugend tätig ist. „Am liebsten war ich bei den Stationen, an denen man handwerklich arbeitet“, erklärt Felicia Wurth. Mit 14 Jahren unterstützte sie als Helferin dann auf der anderen Seite. Ab dem Beginn ihrer Ausbildung zur Konstruktionsmechanikerin konnte sie zeitbedingt jedoch nur noch an den Freitagen kommen. Auch die 13-jährige Alessa Mnich bleibt dem Kinderferienspaß erhalten: Im vergangenen Jahr war sie selbst Teilnehmerin und ist nun bereits als Helferin vor Ort. Für Andrea Neutzler ist jeder und jede Ehemalige ein gern gesehener Gast, egal ob einmaliger Besuch oder langjährige Unterstützung: „Es ist für uns Betreuer eine tolle Rückmeldung, wenn Kinder, die früher hier gebastelt, gesägt und gespielt haben, uns jetzt noch erhalten bleiben.“

16.08.2019

 

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