„Eine Ausstellung, die uns wieder ins Bewusstsein bringt, wie wichtig die Demokratie ist“

Die zweisprachig aufbereitete Ausstellung „Goldene Zwanziger? – Kehl in der Weimarer Republik“ führt die Besucher in das Kehl der Nachkriegszeit nach dem Ersten Weltkrieg bis zum Ende der Weimarer Republik. Welchen Eindruck die Sammlung der Zeitzeugnisse auf die Besucherinnen und Besucher hinterlässt, zeigen zahlreiche Kommentare im Gästebuch – sowohl in deutscher als auch in französischer oder englischer Sprache.

„Sehr interessante, gelungene Ausstellung über eine Zeit, die wir nur vom ‚Hören-Sagen‘ kennen“, schreibt ein Paar aus Offenburg. „Gut strukturiert und abwechslungsreich“, findet eine Besucherin aus Rheinau und weist gleichzeitig auf Personen und Gebäude aus der damaligen Zeit hin, die auch heute noch gegenwärtig seien. Die meisten Einträge im Gästebuch sind von Menschen aus der näheren Umgebung, aber auch aus den Niederlanden, Großbritannien und den USA waren bereits Gäste im Museum: „We enjoyed walking through it“, notieren Besucher aus den USA am 22. August.
Etwa ein Drittel der Einträge sind in französischer Sprache geschrieben. Die Besucher berichten dabei, dass sie „viel gelernt“ und „viel über die zahlreichen Facetten des Lebens in Kehl, der Bürger und der Geschichte der Stadt“ erfahren haben. Für einen französischsprachigen Besucher war der Aufenthalt im Museum „eine echte Entdeckung der Kehler Geschichte“.

„Tolle Ausstellung, die die Zeitenwende in Kehl am Rhein verdeutlicht und das Schicksal der Stadt im Nationenwechsel eindrucksvoll vorstellt“, lautet einer der Kommentare im Gästebuch des Museums. zoom

Die Ausstellung befasst sich mit dem Leben in Kehl von 1918 bis 1933. Neben Themen wie Mode, Kultur und Architektur in dieser Zeitspanne spiegeln sich vor allem der Alltag der Kehlerinnen und Kehler und die Geschichte Kehls als Grenzstadt in den Exponaten wieder. Häufig wird die gemeinsame Vergangenheit Kehls und Straßburgs in den Kommentaren aufgegriffen: „Eine interessante Ausstellung zu einem deutsch-französischen Thema.“ Ein weiterer Eintrag lautet: „Tolle Ausstellung, die die Zeitenwende in Kehl am Rhein verdeutlicht und das Schicksal der Stadt im Nationenwechsel eindrucksvoll vorstellt.“ Für ein Paar aus Stuttgart gibt es Grund zur Freude aufgrund der „friedensstiftenden Verbindung, die nun über den Rhein hinweg gewachsen ist und weiter wachsen soll als Zeichen eines Europas wahrhaftiger Menschlichkeit“. „Eine sehr interessante Ausstellung, die uns wieder ins Bewusstsein bringt, wie wichtig die Demokratie ist“, fasst ein weiterer Besucher seine Gedanken nach dem Rundgang im Museum zusammen.
„In den Gästebucheinträgen finden wir positive und teils auch sehr emotionale Kommentare“, berichtet Ute Scherb. Aber auch bei den Workshops habe sie immer wieder interessante Erlebnisse: „Beim Lesen alter Tagebuch-Aufzeichnungen von Mathias Nückles meinte eine Teilnehmerin plötzlich, dass es sich bei einer der in den Einträgen genannten Personen – es ging um die willkürliche Ausweisung von Kehlern aus dem Brückenkopfgebiet – um ihren Großvater handelt.“

Die Ausstellung befasst sich mit dem Leben in Kehl von 1918 bis 1933.zoom

Info

Die zweisprachig in Deutsch und Französisch gestaltete Ausstellung "Goldene Zwanziger? – Kehl in der Weimarer Republik“ ist bis zum 8. Dezember im Hanauer Museum in der Friedhofstraße 5 immer donnerstags, freitags und sonntags von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Ein Begleitprogramm mit Charleston-Tanzworkshop, Führungen in Deutsch und Französisch, einem Stummfilmkonzert sowie einem Liederabend mit untermalter Bilderzeitreise runden den Museumsbesuch ab. Genaue Informationen zum Begleitprogramm der Ausstellung finden Interessierte hier.

30.08.2019

 

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