Frischhaltefolie ade: Selbst hergestellte Bienenwachstücher als umweltfreundliche Alternative

Omas alten Vorhängen ein neues Leben als umweltverträgliches Verpackungsmaterial geben? Bei einem Workshop im Rahmen der Woche der Abfallvermeidung lernten acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie man Bienenwachstücher als ökologische Alternative zu Frischhalte- und Alufolie ohne große Mühe mit Stoffresten, Bienenwachs und Bügeleisen selbst herstellen kann.

Im warmen Wasserbad wird das Bienenwachs erhitzt, damit es flüssig wird.zoom

Das Wasser im Topf blubbert bereits seit mehreren Minuten vor sich hin. Drei Gläser mit Bienenwachsflocken stehen darin; lange kann es nicht mehr dauern, bis diese flüssig sind. Clarisse Kauber blickt gespannt in den Topf und steht – ausgestattet mit einem Pinsel – schon in den Startlöchern: „Seit Längerem versuche ich, so oft wie möglich auf Alufolie zu verzichten. Daher finde ich es super spannend, wie man mit Bienenwachs und einem Stück Stoff eine ökologische Alternative dazu herstellen kann.“ Es geht los: Die junge Frau aus Kehl gibt das flüssige Bienenwachs auf ein vorher zugeschnittenes Textilstück und streicht es dann gleichmäßig in dessen Fasern ein. Viel braucht es nicht. „Für einen Zuschnitt in der Größe eines DIN-A4-Blattes reicht ein Esslöffel flüssiges Wachs ohne Probleme aus“, erklärt Evelyn Durban. Sie macht aktuell ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der Stadt Kehl und führt die acht Teilnehmenden gemeinsam mit der städtischen Umweltreferentin Ann-Margret Amui-Vedel durch den Workshop. Am besten eignen sich laut der FÖJlerin natürliche Textilien wie Baumwolle oder Leinen; synthetische Materialien seien aufgrund der chemischen Zusätze nicht zu empfehlen.

Nachdem das Tuch mit Wachs bestrichen ist, wird sowohl darauf als auch darunter Backpapier gelegt und mit einem Bügeleisen vorsichtig darüber gebügelt. „Hierdurch verteilt sich das Bienenwachs gleichmäßig auf dem Stoff“, weiß Evelyn Durban. Im Anschluss lösen die Teilnehmenden ihr Stoffstück vom Backpapier und halten es für einige Minuten zum Trocknen mit den Händen nach oben.

Evelyn Durban hilft Sabine Mazurais (links) beim Herstellen eines Bienenwachstuchs.zoom

Viele der Teilnehmenden befassen sich schon seit Längerem mit Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Sabine Mazurais aus Straßburg beteiligt sich mit ihren beiden Töchtern häufiger an öffentlichen Müllsammelaktionen. Clarisse Kauber ist an der Nähmaschine sehr geschickt und hat so selbst schon Obstnetze und wiederverwendbare Abschminkpads aus Baumwolle hergestellt.
Mit dem fertigen Bienenwachstuch können die Teilnehmenden nun Lebensmittel einwickeln und im Kühlschrank lagern. Durch die Kombination aus Stoff und Wachs sind die Tücher sehr flexibel, passen sich aber auch der Form an und können so zum Beispiel über Töpfe gelegt und am Rand festgedrückt werden. Nur rohes Fleisch sollte man aufgrund von Keimen nicht darin lagern. „Nach dem Gebrauch dann einfach mit Wasser oder einem milden Spülmittel säubern“, erklärt Evelyn Durban.
Wie man dieses selber herstellen kann, zeigt Veronica Zanei, die ebenfalls aktuell ein FÖJ bei der Stadt macht, und verteilt zusätzlich bereits vorbereitete Proben und eine Anleitung zur Herstellung des Spülmittels für jeden der Teilnehmenden.

Auch Petra Gross vom städtischen Bereich Stadtplanung/Umwelt nahm mit ihrer 14-jährigen Tochter Lilly und ihrem elfjährigen Sohn Yann am Workshop teil. zoom

29.11.2019

 

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