Sturmtief „Sabine“: Feuerwehr insgesamt 16 Mal gefordert

Das Sturmtief „Sabine“ hat die Stadt Kehl und ihre Ortschaften erreicht. Seit den frühen Morgenstunden ist die Feuerwehr wiederholt im Einsatz und kümmert sich um umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer. Vorsorglich wurden Grünflächen wie der Garten der zwei Ufer, der Walderlebnispfad und der Hauptfriedhof gesperrt. Noch sei die Situation aber entspannt. Feuerwehr und Verwaltung raten den Bürgerinnen und Bürgern dennoch zur Vorsicht.

Abgedeckte Dächer zählen zu den Sturmschäden, die "Sabine" in Kehl hinterlassen hat.zoom

Bis in den Nachmittag beschäftigte Sturmtief „Sabine“ die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Insgesamt 16 Einsätze (Stand: 16 Uhr) wegen Sturmschäden bilanzierte Feuerwehrkommandant Viktor Liehr. Die Liste wird dominiert von Bäumen, die Straßen blockieren sowie von herabstürzenden Dachziegeln und Blechen. Unabhängig vom Unwetter schlug zudem ein Feuermelder im Korker Epilepsiezentrum Alarm und in Goldscheuer galt es eine Ölspur aufzunehmen. Mehrere besorgte Bürgerinnen und Bürger meldeten sich bei der Feuerwehr und wurden noch am Telefon beraten.

Nach einer verhältnismäßig ruhigen Sturmnacht wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen 5 Uhr das erste Mal alarmiert. In Auenheim hatten Starkwinde ein Blechdach abgedeckt. Es sollte der Auftakt werden für eine Reihe von Sturmeinsätzen: Es sollte der Auftakt sein für eine Reihe von Sturmeinsätzen: Das Kirchendach in Auenheim wurde ebenfalls durch „Sabine“ in Mitleidenschaft gezogen. Hier hatten sich Ziegel gelöst und waren herabgestürzt. Der städtische Betriebshof sperrte den betroffenen Verkehrsbereich ab und informierte die Verantwortlichen. In Querbach wurden Ziegel von Dächern geweht und im Kehler Hafen hatte sich ein Blech durch den Sturm gelöst. Hinzu kamen immer wieder Alarmierungen zu Bäumen, die auf die Straße stürzten oder zu stürzen drohten: In Goldscheuer fiel ein Baum auf einen Gehweg und in der Kernstadt an der Wächterstraße drohte eine entwurzelte Tanne auf die Fahrbahn zu kippen. Um Passanten vor herabfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen zu schützen, wurde das ehemalige Gartenschaugelände auf Kehler Seite, der Walderlebnispfad und der Hauptfriedhof sowie Waldwege vorsorglich gesperrt.

Keine großen Schäden durch "Sabine"

An der Wächterstraße in der Kernstadt drohte eine Tanne auf die Straße zu fallen.zoom

Dennoch bezeichnen Feuerwehrkommandant Viktor Liehr und Frank Wagner, Leiter des Grünflächenmanagements beim Betriebshof, die Situation am Montag als „stabil“ und „noch relativ entspannt“. Feuerwehr, Betriebshof und Forstmitarbeiter haben alle Hände voll zu tun, die Schäden und Gefahrenquellen im Stadtgebiet zu beheben. Die Abteilungen arbeiten hier Hand in Hand. So etwa bei einem umgestürzten Baum nahe des Ehrenfriedhofs: Die Feuerwehr sperrte die Gefahrenstelle ab, die Baumpfleger des Betriebshofs beseitigten das Hindernis.
Dass das Sturmtief „Sabine“ bislang keine großen Schäden hinterlassen hat, führt Frank Wagner auf die Frühwarnung zurück sowie auf die unbelaubten Baumbestände, die den Starkwinden wenig Angriffsfläche bieten. Dass sich das Wetter im Laufe des Tages dramatisch zuspitzt, davon geht Feuerwehrkommandant Viktor Liehr derzeit nicht aus. Eine Garantie sei dies allerdings nicht, betont er.

Waldstücke und Parkanlagen meiden

Die Feuerwehr rät den Bürgerinnen und Bürgern:

  • sich im Laufe des Tages nicht unnötig im Freien aufzuhalten. Insbesondere Waldstücke und Parks sollten gemieden werden;
  • während des Sturms nicht zu versuchen, umherfliegende Teile einzufangen oder Sturmschäden zu reparieren;
  • im Ernstfall den Notruf 112 zu wählen;
  • sich bei abgesetzten Notrufen auf Wartezeiten einzustellen, ehe die Feuerwehr am Einsatzort eintreffen kann. Grund hierfür ist die Vielzahl an Einsätzen. Die Feuerwehr bittet um Verständnis;
  • während des Unwetters nur Schäden und Gefahren zu melden, die sturmunabhängige sind oder öffentliche Flächen betreffen (beispielsweise umgestürzte Bäume auf Straßen).

Der Betriebshof bittet die Bevölkerung aufgrund der stürmischen Wetterlage, Gelände mit Großbäumen zu meiden. Weiter sei mit umherfliegenden Gegenständen zu rechnen. Schulen und Kindertagesstätten seien ebenfalls gebeten worden, ihre Freiflächen nicht zu nutzen.

10.02.2020

 

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