Nach Sturmtief „Sabine“: Im Gemeindewald beginnt das Aufräumen

Auch wenn Sturmtief „Sabine“ keine Schäden in der Größenordnung der beiden Orkane Lothar und Kyrill hinterlassen hat – am Tag danach haben die städtischen Forstmitarbeiter dennoch alle Hände voll zu tun. Teilweise mit schweren Maschinen rücken sie an, um umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste zu beseitigen und an den Waldwegen für einen waldtypischen Zustand zu sorgen. Beim Betreten des Waldes sei dennoch Umsicht geboten, eine absolute Sicherheit etwa vor herabstürzenden Ästen gebe es nicht, sagt Förster Markus Gutmann.

Der Naturerlebnispfad zählt zu den ersten Gebieten, die sich die Forstmitarbeiter vornehmen, nachdem tags zuvor Sturmtief „Sabine“ durch den Rheinwald gezogen und einige Bäume umgerissen hatte. „Nach größeren Sturmereignissen begutachten wir die Schäden im Wald zügig und versuchen sie schnellstmöglich zu beseitigen“, erläutert Förster Markus Gutmann. Dabei stehen sogenannte Erholungseinrichtungen ganz oben auf der Prioritätenliste. Hierzu zählt auch der Naturerlebnispfad am Oberländer-Denkmal. Dem Waldstück ist deutlich anzusehen, dass hier „Sabine“ gewütet hat. Umgerissene oder entwurzelte Bäume, abgebrochene Äste und Zweige liegen auf dem Boden. Selbst eine Eiche soll es aus umgeworfen haben, berichten Forstmitarbeiter. Aber Förster Markus Gutmann spricht im Fachjargon lediglich von Einzelwürfen. Das heißt: Großflächige Schäden – wie einst Sturm Lothar – hat das Unwetter nicht angerichtet. Vielmehr hat es einzelne Bäume umgerissen, die ohnehin schwächer verwurzelt oder instabil waren. „Ausselektiert“ wurden sie, beschreibt Markus Gutmann. Das sei ganz natürlich.

Mit schweren Forstmaschinen werden umgestürzte Bäume beseitigt und Waldwege freigeräumt.zoom

Jetzt liegt es an den Forstmitarbeitern, hinter „Sabine“ aufzuräumen. Ihre Prioritätenliste richtet sich danach, wie stark die Waldstücke besucht werden. „Je stärker sie frequentiert werden, desto höher ist die Verkehrssicherungspflicht anzusetzen“, erläutert Markus Gutmann und betont: „Wir wollen, dass bei einem Waldspaziergang nichts passiert. Das ist unsere oberste Prämisse.“
Das Waldstück am Oberländer-Denkmal hat es auch deshalb einen oberen Platz auf der Prioritätenliste, weil dort drei Flächen zur waldpädagogischen Nutzung liegen. Diese werden von Kindertageseinrichtungen genutzt. Nahe dem Eingang zum Naturerlebnispfad steht auch ein kleines Tipi, aus Ästen und Zweigen aufgestellt. Kinder hatten es aufgestellt; der Sturm konnte ihm scheinbar nichts anhaben. Anders steht es um einige Bäume rings herum. Teilweise sind dort große Äste abgebrochen, haben sich jedoch in der Krone verfangen. Das macht sie zu einer Gefahrenquelle, denn sie können jeden Moment herabstürzen. Um das zu verhindern, müssen einige Bäume gefällt werden. Dabei kommt nicht nur die Motorsäge zum Einsatz, sondern auch eine schwere Forstmaschine mit einem Greifarm und einer Stahlseilwinde. Die Maschine zieht den gefällten Stamm aus dem Waldstück, der Greifarm legt ihn anschließend an den Wegesrand, wo er für niemanden ein Hindernis darstellt. Ersatz werde in solchen Fällen nicht gepflanzt, erläutern die Forstmitarbeiter und verweisen auf das natürliche Waldgefüge. Bei großflächigeren Schäden werden neue Bäume jedoch eingepflanzt.

Gibt es keine weitere Möglichkeit, müssen einige Bäume gefällt werden, um die Verkehrssicherungspflicht einzuhalten.zoom

„Dadurch, dass wir der Verkehrssicherungspflicht regelmäßig nachkommen, waren wir ganz gut vorbereitet auf den Sturm“, berichtet Förster Markus Gutmann. Sowohl Waldspaziergängerinnen und -spaziergänger, als auch Brennholzkunden empfiehlt er, auch drei bis vier Tage nach dem Unwetter mit Vorsicht den Wald zu betreten. Voraussichtlich bis zum Ende der Woche wird es dauern, bis die größeren Sturmschäden im Kehler Gemeindewald beseitigt werden.

12.02.2020

 

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