Jeder Haushalt darf sich nur noch mit einer Person treffen – Friseurbesuch nur mit Schnelltest – Testpflicht für Schüler auch in der Notbetreuung – Baumärkte müssen schließen – Nächtliche Ausgangssperre – In Pilotkitas testen sich die Kinder selber

Verschärfte Kontaktbeschränkung, nächtliche Ausgangssperre, Testpflicht in Schulen und vor dem Friseurbesuch sowie Schließung von Bau- und Raiffeisenmärkten: Seit Montag, 19. April, gelten die neuen Beschränkungen der Corona-Verordnung des Landes. Die Verordnung bleibt voraussichtlich bis zum 16. Mai in Kraft. Zwei Todesfälle und 227 Neu-Infektionen meldet das Landesgesundheitsamt für das vergangene Wochenende; 25 positive Testergebnisse betreffen Kehl. Am Montagabend bestätigt die Behörde weitere zwei Todesfälle sowie 14 Corona-Neu-Infektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt erneut und liegt nun bei 147,3. Seit einer Woche gibt es in den Pilotkitas in Sundheim und Zierolshofen für die Kinder die Möglichkeit, sich selbst zu testen. Für Freitag, 23. April, kündigt das Kreisimpfzentrum in Lahr 1100 AstraZeneca-Termine an.

Änderungen durch die neue Corona-Verordnung

Die Änderungen der Corona-Verordnung des Landes, die am Montag, 19. April, in Kraft treten im Überblick:

Für Landkreise, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt - und derzeit damit für den Ortenaukreis - gilt:

  • Zu den Angehörigen des eigenen Haushalts darf nur eine Person hinzukommen; die Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahr zählen weiterhin nicht mit.
  • Sport darf sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen nur alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts ausgeübt werden. Auf weitläufigen Sportanlagen wie Golf- oder Reitplätzen können auch mehrere Gruppen aktiv sein, wenn ausgeschlossen ist, dass sich diese untereinander begegnen.
  • Von 21 Uhr bis fünf Uhr gilt eine Ausgangssperre. Vor die Tür darf nur, wer zum Arzt oder Tierarzt muss, seinen Beruf oder sein Mandat ausübt, Hilfsbedürftige begleiten oder betreuen muss, Tiere versorgen muss (Gassigehen mit dem Hund), an Veranstaltungen von Religions-, Glaubens- oder Weltanschauungsgemeinschaften oder Sitzungen von Gremien (zum Beispiel Gemeinderat) teilnimmt.
  • Bau- und Raiffeisenmärkte müssen schließen.
  • Abholen von bestellten Waren in geschlossenen Einzelhandelsgeschäften bleibt möglich (Click & Collect).
  • Wettannahmestellen müssen für den Publikumsverkehr schließen.
  • Wer zum Friseur möchte, braucht einen tagesaktuellen Schnelltest.

Für Schulen und Kindertageseinrichtungen gilt:

  • In allen Klassenstufen werden Wechselunterrichtsmodelle angeboten. Da muss gewährleistet sein, dass die Abstände eingehalten werden und sich die unterschiedlichen Lerngruppen nicht begegnen.
  • Die Testpflicht gilt für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte im Präsenzbetrieb – und zwar unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz.
  • In Landkreisen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 200 liegt, muss am übernächsten Tag auf Fernunterricht umgestellt werden. Die Notbetreuung ist davon ausgenommen.
  • Die Testpflicht gilt auch für den Besuch der Notbetreuung.
  • Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz auf einen Wert von mehr als 200 an dürfen Kindertageseinrichtungen nur noch Notbetreuung anbieten.

Zur neuen Corona-Verordnung des Landes

Pilotkitas Zierolshofen und Sundheim

„Die Kinder haben sehr viel Spaß an dem Zauberspiel und freuen sich, dass sie dabei helfen können, den Corona-Virus zu besiegen", lautet Michaela Könners Fazit zur ersten Woche des Pilotprojekts in den Kitas Zierolshofen und Sundheim.zoom

Die beiden Kitas in Sundheim und Zierolshofen haben am Freitag, 16. April,  ihre erste Woche in einem besonderen Pilotprojekt geschafft: In beiden Einrichtungen besteht für die Kinder die Möglichkeit, sich selbst zu testen. Auf spielerische Art und unter Anleitung des Kitapersonals sagen die Kinder dem Corona-Virus mit vereinten Zauberkräften den Kampf an: Bevor es zum Mittagstisch geht, wird gezaubert. „Wir haben diesen Zeitpunkt bewusst gewählt, weil alle Kinder ihre Hände gewaschen haben und zudem nicht aus ihren laufenden Aktivitäten gerissen werden müssen“, erklärt die städtische Fachkoordinatorin Kinder, Michaela Könner. Aus der Zauberkiste – einem verzierten Schuhkarton – entnehmen die Fachpersonen in den Kitas die steril verpackten Testsets („Zauberstäbe“), es folgt das Aufsagen eines magischen Reims und im Anschluss fahren die Kinder mit den Wattestäbchen ihre Mundwinkel ab. Danach werden alle Zauberstäbchen einzeln eingesammelt und in die magischen Reagenzgläschen eingetaucht. „Diesen Schritt nehmen natürlich die Fachkräfte vor, damit nichts vertauscht wird“, erklärt Michaela Könner. Nachdem die Tinktur auf den Teststreifen gegeben wurde, können die Kinder beobachten, wie sich der Kontrollstreifen wie von Zauberhand verfärbt. Dann ist die Zauberrunde vorbei und das Mittagessen kann gemeinsam eingenommen werden.
Die Fachkoordinatorin weist darauf hin, dass das Testen keine Pflicht ist. Alle Kitaeltern der beiden Einrichtungen sind im Vorfeld per Infobrief darüber informiert worden und mussten aktiv ihre Zustimmung geben. „Vor allem in den ersten Tagen der Pilotwoche sind viele Eltern mit Fragen auf mich und die Kitaleitungen zugekommen“, berichtet Michaela Könner. In Zierolshofen sei der Großteil der Erziehungsberechtigten jedoch von der Möglichkeit der Testung überzeugt gewesen und Michaela Könner kann mit der Erfahrung der ersten Woche des Pilotprojekts mitteilen: „Die Kinder haben sehr viel Spaß an dem Zauberspiel und freuen sich, dass sie dabei helfen können, den Corona-Virus zu besiegen.“ Die Pilotphase in Zierolshofen und Sundheim läuft noch bis einschließlich Freitag, 23. April. Danach soll das Angebot auch auf weitere städtische Kitas ausgeweitet werden.

Ausgangssperre in der Ortenau

Ab Montag, 19. April, brauchen Bürgerinnen und Bürger im Landkreis einen triftigen Grund um zwischen 21 und 5 Uhr ihre Wohnung zu verlassen. Das ordnet der Landkreis am Freitag, 16. April, in einer Allgemeinverfügung an.

Ab Montag, 19. April, gilt dann: Nach 21 vor die Tür darf nur, wer

  • zur Arbeit geht oder vom Arbeiten nach Hause kommt;
  • ehrenamtliche Tätigkeiten ausübt;
  • zum Arzt muss oder unterstützungsbedürftige Personen dorthin begleitet;
  • Haustiere versorgt (zum Beispiel mit dem Hund Gassi geht);
  • Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften oder kommunalen Gremien besucht.

Schulen testen am laufenden Band

In den Kehler Schulen gibt es seit Montag, 19. April, Wechselunterricht plus Notbetreuung – beides mit indirekter Testpflicht. Das bedeutet konkret: Wer am Präsenzunterricht oder an der Notbetreuung teilnimmt, muss sich testen (lassen). Wer keinen negativen Corona-Selbsttest vorweisen kann, darf das Schulhaus nicht betreten.
Wechselunterricht heißt, dass jede Woche die Hälfte der Klasse zum Unterricht ins Schulgebäude kommt; die übrigen Kinder werden online unterrichtet. Alle weiterführenden Schulen plus die Albert-Schweitzer-Schule testen direkt vor Ort; manche Grundschulen geben den Kindern Test-Kits für zuhause mit. In diesen Fällen müssen die Eltern dafür Sorge tragen, dass ihre Kinder getestet sind. Jede Schülerin und jeder Schüler braucht pro Woche Präsenzunterricht zwei negative Tests. Diese Regel gilt auch für externe Personen, die einen Termin im Schulgebäude haben. Die Testmöglichkeiten in den Schulen können dabei von allen Mitarbeitenden der jeweiligen Einrichtung in Anspruch genommen werden, nicht nur von Lehrkräften und der Schülerschaft.

1100 AstraZeneca-Impftermine in Lahr am Freitag

Insgesamt 1100 AstraZeneca-Impfungen bietet das Kreisimpfzentrum in Lahr am Freitag, 23. April, zwischen 8 und 23.15 Uhr an. Das kündigt das Landratsamt in einer Pressemitteilung an. Impfberechtigte im Alter über 60 Jahren können telefonisch unter der Nummer 116117 oder online einen Termin vereinbaren. Die Ausgangssperre darf für den Impftermin unterbrochen werden, teilt der Landkreis mit.

Mediathek bietet weiterhin Besuche nach Terminvereinbarung an

Auf der Suche nach einem spannenden Roman, einem unterhaltsamen Film oder einem lustigen Kinderbuch? Die Mediathek bleibt weiterhin für Besuche nach vorheriger Terminvereinbarung geöffnet. Lesebegeisterte können telefonisch unter 07851 2626 oder per E-Mail an mediathek@stadt-kehl.de Terminvorschläge einreichen (empfohlen werden bis zu drei Vorschläge) und bekommen anschließend ein Datum und Zeitfenster genannt. Bis zu einer halben Stunde kann anschließend auf allen Etagen der Mediathek gestöbert werden; der Zugang zur lange gesperrten Kinder- und Jugendabteilung ist wieder möglich, ebenso zum Flohmarkt im Untergeschoss. Die Personenanzahl pro Zeitfenster ist begrenzt. Die Besuchertermine richten sich nach den momentanen Öffnungszeiten. Diese sind wie folgt: Dienstag und Freitag von 10 bis 13.30 Uhr sowie von 15 bis 18.30 Uhr, mittwochs von 15 bis 18.30 Uhr. Zwischen den halbstündigen Terminen nutzt das Mediathekspersonal die Zeit, um die genutzten Geräte zu desinfizieren.
Zusätzlich bietet die Mediathek einen Abholservice an. Medien können im Online-Katalog auf www.mediathek.de ausgesucht und telefonisch bzw. per E-Mail reserviert werden. Anschließend erhalten Nutzerinnen und Nutzer eine Abholnummer für den darauffolgen Tag. Ausgegeben werden die Bestellungen am Fenster links vom Rückgabekasten. Der Abholpunkt ist ausgeschildert. Die Ausgabezeiten orientieren sich an den Öffnungszeiten.

Beim Grenzübertritt zu beachten

Mit der Einstufung Frankreichs als Hochinzidenzgebiet durch das Robert-Koch-Institut und die Bundesregierung haben sich die Einreisebestimmungen nach Deutschland geändert. Grundsätzlich muss damit bei der Einreise eine elektronische Reiseanmeldung ausgefüllt und ein negativer Corona-Test vorgelegt werden. Außerdem besteht eine zehntägige Quarantänepflicht. Von der Quarantänepflicht ausgenommen sind Arbeitnehmer, die in einem Land wohnen und im anderen arbeiten.

Grenzpendler aus Straßburg und dem Elsass, die täglich nach Kehl zum Arbeiten kommen, müssen keine digitale Reiseanmeldung vornehmen.

Mit dem Erlass einer Allgemeinverfügung (was vorsorglich bereits im Februar erfolgt ist) schafft der Ortenaukreis Erleichterungen für Grenzpendler und auf beide Rheinseiten verteilten Familien.

Weitere Informationen zur Testpflicht bei der Einreise nach Baden-Württemberg

Digitale Reiseanmeldung

Für die Einreise nach Frankreich ist seit dem 31. Januar ein negativer PCR-Test Pflicht. Ausgenommen von dieser Regelung sind Bewohnerinnen und Bewohner im Grenzgebiet, sofern sie sich nicht weiter als 30 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen.

Ansonsten gelten die Bedingungen der Corona-Verordnung Einreise/Quarantäne des Landes Baden-Württemberg (siehe weiter unten im Text).

Situation im Ortenaukreis (Stand: 19. April)

Zwei weitere Todesfälle und 14 Corona-Neu-Infektionen bestätigt das Landesgesundheitsamt am Montagabend für die Ortenau. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt  weiter auf nun 147,3 und liegt damit deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 170,5.

Die 227 über das Wochenende bestätigten Neu-Infektionen verteilen sich folgendermaßen: 25 Fälle betreffen Kehl, 31 Offenburg, sieben Oberkirch, 36 Lahr und elf Achern.

Fünf Landkreise in Baden-Württemberg weisen am Montagabend eine Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100 auf, 27 liegen darüber, zwölf haben die 200er-Marke überschritten.

Seit Beginn der Zählung im März 2020 haben in der Ortenau 522 Menschen ihre Corona-Infektion nicht überlebt; zwei Todesfälle hatte das Landesgesundheitsamt am Freitagabend bestätigt.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Zählung im März 2020 16 286 Menschen im Landkreis mit dem Virus angesteckt.

20 Menschen müssen aufgrund einer schweren Corona-Erkrankung auf den Intensivstationen der Kliniken in der Ortenau behandelt werden. Neun werden invasiv beamtet. 16 Intensivbetten sind frei (Stand: 19. April).

Situation im Elsass (Stand: 19. April)

Im Unter-Elsass sowie auf dem Gebiet der Eurométropole sinken die Sieben-Tage-Inzidenzen weiter deutlich auf 300,8 und 355,5. 

Bei den über 65-Jährigen liegen die Sieben-Tage-Inzidenzen bei 202 und 218.

In den Krankenhäusern des Unter-Elsass werden derzeit 496 Corona-Patienten behandelt; 98 liegen auf den Intensivstationen, zwei mehr als vor dem Wochenende.

Seit Beginn der Zählung im März 2020 sind 1546 Menschen im Zusammenhang mit Corona gestorben, zehn davon in den vergangenen beiden Tagen.

OB und Wirtschaftsförderin unterstützen Luca-App

Oberbürgermeister Toni Vetrano und die Geschäftsführerin der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH, Fiona Härtel, rufen sowohl die Einzelhändler als auch die Kunden auf, die Luca-App ebenso zu nutzen wie das städtische Angebot von kostenlosen Corona-Schnelltests in der Stadthalle. Durch die digitale Übermittlung von Kontaktpersonenlisten an das Gesundheitsamt des Ortenaukreises soll die App helfen, die Lockerungen zu verstetigen, indem Infektionsketten rasch unterbrochen werden.

Dürfen am 1. März wieder öffnen: Die Blumenläden und Gartenmärkte in Kehl.zoom

FFP2-Masken oder OP-Masken in vielen Bereichen Pflicht

• auf Bahn- und Bussteigen sowie in Bahnhofsgebäuden;
Unter medizinischen Masken sind OP-Masken oder FFP2-Masken (respektive Masken der Normen KN95/N95) zu verstehen. Diese müssen seit Montag, 25. Januar, in folgenden Bereichen getragen werden:

• im öffentlichen Nahverkehr, also in Bus und Tram, in der Bahn sowie in Taxen;
• im Einzelhandel, auf den Parkplätzen dort sowie auf den Wegen zum Eingang;
• an Arbeits- und Betriebsstätten sowie an Einsatzorten;
• auf Bahn- und Bussteigen sowie in Bahnhofsgebäuden;
• in Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Praxen sonstiger Heilberufe sowie in Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes
• beim Friseur sowie in Fahrschulautos;
• während der Veranstaltungen von Religions-, Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften sowie bei Trauerfeiern oder Beerdigungen.

Der Zutritt zu Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser ist nur mit FFP2-Maske (oder KN95- oder N95-Maske) erlaubt.

Übersicht Inhalt

Weitere Corona-Regeln in Baden-Württemberg

Durch die Homeoffice-Verordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales werden Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verpflichtet, ihren Beschäftigten mobile Arbeit zu ermöglichen, wo immer es die berufliche Tätigkeit zulässt. 

Einheitliche Quarantäne-Regeln

Das Land hat seine Corona-Verordnung Absonderung angepasst, um damit den neu aufgekommenen Virusvarianten Rechnung zu tragen. Seit Donnerstag, 25. Februar gilt:

  • Personen, die sich in Quarantäne oder Isolation befinden, ist es nicht gestattet, für die Dauer der Maßnahme Besuch zu bekommen, der nicht dem eigenen Haushalt angehört.
  • Wer mit Personen in einem Haushalt lebt, die positiv getestet wurden, muss sich nach Kenntnis des Testergebnisses sofort in Isolation begeben.

Die Quarantäne endet:

  • nach zehn Tagen, wenn die betroffene Person bis dahin 48 Stunden symptomfrei ist.
  • nach zehn Tagen, wenn die infizierte Person über die Dauer der Isolation symptomfrei geblieben ist.
  • nach 14 Tagen, wenn es sich um eine Virusvariante handelt, sofern die betroffene Person 48 Stunden symptomfrei.
  • nach 14 Tagen, wenn es sich um eine Virusvariante handelt und die infizierte Person in dieser Zeit symptomfrei geblieben ist.
  • sobald ein negativer PCR-Test vorliegt und die betroffene Person nicht zugleich K1-Kontaktperson ist.

Ähnliche Quarantäne-Regeln gelten, wenn Corona-Infektionen mittels Antigentest festgestellt werden. Zusätzlich endet hier Quarantäne, sobald ein negatives PCR-Testergebnis vorgelegt wird.

Ausnahmen von der Quarantäne bestehen für Haushaltsangehörige, die bereits mit dem Corona-Virus infiziert waren und ein ärztliches Zeugnis darüber vorlegen können, das nicht älter als drei Monate ist. Das gilt auch für K1-Kontaktpersonen sowie für Schülerinnen und Schüler, wenn in ihrer Klasse ein Corona-Fall auftritt. Auch hier greift die Ausnahmeregelung bei einem negativen PCR-Test.

Andernfalls endet die Quarantäne zwei Wochen (14 Tage) nach dem letzten Kontakt mit der infizierten Person. Bei Schülerinnen und Schüler kann die 14-Tage-Quarantäne nach fünf Tagen durch ein negatives Testergebnis beendet werden. Voraussetzung ist, dass sich die infizierte Person nicht mit einer Virusmutante angesteckt hat.

Das Land hat häufig gestellte Fragen zur Corona-Verordnung Absonderung zusammengestellt.

Corona-Regeln in Frankreich

Seit Ostern gelten in Frankreich deutlich verschärfte Corona-Regeln:

  • Kaufhäuser und Ladenpassagen mit mehr als 10 000 Quadratmeter Verkaufsfläche, die keine Waren des täglichen Bedarfs anbieten, bleiben geschlossen.
  • Reisen sind nur noch möglich, um an den eigenen Wohnort zurückzukehren.
  • Kindertageseinrichtungen bleiben vom 6. April an geschlossen.
  • Schulen gehen vom 6. April an in den Distanzunterricht bis zu den am 10. April beginnenden zweiwöchigen Frühlingsferien.
  • Die nächtliche Ausgangssperre von 19 Uhr bis 6 Uhr bleibt bestehen.
  • Der Aktionsradius der Menschen ist seit dem 5. April auf zehn Kilometer um ihren Wohnort herum begrenzt - weiter darf sich nur von seiner Wohnung entfernen, wer einen triftigen Grund hat, also etwa arbeiten gehen muss.
  • Fahrten über das eigene Département hinaus sind ebenfalls nur noch aus triftigem Grund erlaubt.
  • Restaurants und Kultureinrichtungen bleiben weiter geschlossen.

Terminvereinbarung in Rathäusern

Die Rathäuser und Ortsverwaltungen sind für Personen geöffnet, die vorher einen Termin vereinbart haben. Allerdings gilt hier wie beim Einkaufen: Das Tragen einer OP- oder FFP2-Maske ist Pflicht. Die gleichen Regelungen finden für die Ortsverwaltungen ebenfalls Anwendung.

Vereinbart werden können die Termine per Mail oder unter folgenden nach Bereichen gegliederten Telefonnummern (immer mit der Vorwahl 07851), jeweils von 9 bis 16 Uhr. Natürlich ist eine Terminvereinbarung auch per Brief möglich.

Archiv- und Museum: 88-2650
Ausländerangelegenheiten: 88-3423
Bauordnung: 88-4501
Bauservice: 88-4103
Bußgeldstelle: 88-3457
Elternzeit und GEZ: 88-2501
Finanzen: 88-3101
Familie und Bildung: 88-2102
Kommunale Abgaben: 88-3120
Kulturbüro: 88-2603
Mahnwesen: 88-3137
Ordnungswesen: 88-3401
Pflegestützpunkt: 88-2410
Rente: 88-2510
Stadtkasse: 88-3132
Stadtplanung/Umwelt: 88-4301
Sozialwesen/Obdachlosenbetreuung: 88-2500
Technische Dienste Kehl 88-4671
Verkehrswesen: 88-3436
Wohngeld: 88-2515

Die Ortsverwaltungen sind unter den bekannten Telefonnummern zu erreichen.

Anfragen beim Bürgerservice und beim Standesamt 

Der Bürgerservice ist unter der Nummer 88-3477 zu erreichen. Hier können auch per E-Mail an buergerservice@stadt-kehl.de oder über das Online-Ticketsystem Terminvereinbarungen getroffen werden.

Das Standesamt (mit Friedhofsamt und Grundbucheinsichtsstelle) erreichen Bürgerinnen und Bürger sowohl unter standesamt@stadt-kehl.de als auch telefonisch unter 88-3470. 

Anmeldung von waffenrechtlichen Angelegenheiten

Anmelden kann man alle waffenrechtlichen Angelegenheiten unter polizeibehoerde@stadt-kehl.de.

Einzelhandel, Gaststätten, Unternehmen

Gastronomiebetriebe mit Lieferservice- und Mitnahmeangeboten

Mit www.kehl-bringts.de hat die Stadtmarketing- und Wirtschafts-GmbH eigens eine Internetseite eingerichtet, auf der Gastronomen und Einzelhändler zu finden sind, die Bringdienste und Abholservice anbieten.

Stadt stundet Unternehmen Steuern

Die Stadt unterstützt die Unternehmen in Kehl: Allen Unternehmen in Kehl, die aufgrund der Corona-Krise Probleme haben, ihre Steuerzahlungen pünktlich zu bezahlen, stundet die Stadt die Zahlungen zunächst für drei Monate zinslos, unbürokratisch und ohne weitere Prüfungen. Wenn ausreichende Gründe vorliegen, ist eine anschließende Ratenzahlung für maximal sechs Monate möglich.

Das entsprechende Antragsformular kann heruntergeladen und gerne per E-Mail an g.siebeneichner@stadt-kehl.de (oder per Post an: Stadt Kehl, Kommunale Abgaben, Herrn Gerd Siebeneichner, Rathausplatz 1, 77694 Kehl) geschickt werden.

Anträge zur Herabsetzung der Gewerbesteuervorauszahlungen ab dem Jahr 2020 sind an das Finanzamt zu richten. Auch beim Finanzamt wird darüber in einem vereinfachten Verfahren entschieden. Der entsprechende Antragsvordruck ist unter https://finanzamt-bw.fv-bwl.de/fa_offenburg abrufbar.

Newsletter und Hotline für Unternehmen

Weil auch für Unternehmer ein hoher Informationsbedarf besteht, stellt die Wirtschaftsförderung einen Newsletter zusammen, in dem auch die von Land und Bund angekündigten Hilfsmaßnahmen zusammengefasst werden. Firmen, welche diesen Newsletter künftig erhalten möchten, können sich unter der E-Mail-Adresse newsletter@marketing.kehl.de melden.

Das Land hat für Unternehmen in Baden-Württemberg  einen kostenlose Hotline eingerichtet, die unter der Telefonnummer 0800 40 200 88 von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 18 Uhr, erreichbar ist.


Abfallentsorgung während Corona

Wohin mit den Abfällen, die in Quarantäne-Haushalten oder bei an Corona erkrankten Menschen anfallen? Der Landkreis weist darauf hin, dass diese Haushaltsabfälle in zugeknoteten und möglichst reißfesten Müllsäcken über die Graue Tonne entsorgt werden. Nicht verwendet werden dürfen hingegen gelbe oder rote Säcke. Gleiches gilt für benutzte Testutensilien, Schutzkleidung oder Masken. Zusätzlich zählen zu den Abfällen unter anderem Verpackungen und Küchenabfälle, Taschen-, Papierhand-, Kosmetik- und Aufwischtücher, Einwegwäsche sowie Hygieneartikel und Desinfektionsabfälle. Bei Fragen können sich Kehlerinnen und Kehler an die Abfallberater wenden. Diese sind telefonisch unter 0781 805 9600 sowie per E-Mail an abfallwirtschaft@ortenaukreis.de zu erreichen.

Offene Jugendarbeit und Jugendhäuser

Die Jugendeinrichtungen in Kehl sind geschlossen. Das "Jugendhaus to go" darf weiterhin angeboten werden. 

19.04.2021

 

Bekanntmachungen & Termine

 
 

Stadtverwaltung Kehl · Rathausplatz 1 · 77694 Kehl · Tel.: 07851 88-0 · Fax: 07851 88-1102 · info@stadt-kehl.de