In Baden-Württemberg gilt Alarmstufe II – Ausgangssperre für Ungeimpfte in der Ortenau – 3G-Regel in der Tram

In Baden-Württemberg gilt die neu geschaffene Alarmstufe II. Diese umfasst in bestimmten Bereichen eine 2G-Plus-Regel sowie strengere Kontrollen von Impf-, Test- und Genesenennachweisen und Obergrenzen bei Veranstaltungen. Zudem gilt seit Donnerstag, 25. November, in der Ortenau eine Ausgangssperre für Ungeimpfte sowie die 2G-Regel in Geschäften, die nicht zur Grundversorgung zählen. In der Tram gilt auf Kehler Stadtgebiet die 3G-Regel. In Kork, Goldscheuer, Querbach und Neumühl wurden die Weihnachtsmärkte abgesagt. Impfwillige können sich am Dienstag, 30. November, erneut in der Stadthalle immunisieren lassen.

Seit Donnerstag, 25. November, dürfen die Menschen in der Ortenau, die keinen vollständigen Impfschutz vorweisen können, zwischen 21 Uhr und 5 Uhr nur noch aus triftigen Gründen (beispielsweise bei medizinischen Notfällen, aus beruflichen Gründen oder um Ehegatten und Lebenspartner zu besuchen) vor die Tür. In Einzelhandelsgeschäften, die nicht der Grundversorgung dienen, darf fortan nur einkaufen, wer nachweislich geimpft oder genesen ist. Diese Restriktionen können entfallen, sobald die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Tagen in Folge unter dem Wert 500 liegt.

Aktuell gilt in Baden-Württemberg die Alarmstufe II

Seit Mittwoch, 24. November, gilt im gesamten Land die 2G-Plus-Regelung. Das bedeutet, dass auch genesene und geimpfte Menschen einen zusätzlichen Corona-Schnell- oder PCR-Test vorlegen müssen, wenn sie

  • Kulturveranstaltungen, Filmvorführungen, Stadt- und Volksfeste oder Sport-, Betriebs- oder Vereinsveranstaltungen besuchen möchten;
  • zu einem Weihnachtsmarkt gehen; dort darf nur die Hälfte der sonst üblichen Besucherzahl eingelassen werden;
  • körpernahe Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Ausnahmen gelten für den Besuch beim Frisör oder im Barbershop; hier gilt 3G mit PCR-Test;
  • Diskotheken oder Clubs, Bordelle oder ähnliche Einrichtungen aufsuchen.
  • Auf Weihnachtsmärkten gilt auch im Freien die Maskenpflicht.
  • Bei Veranstaltungen ist die Auslastung der Veranstaltungsräume auf 50 Prozent begrenzt.
  • In Hotels, Gasthäusern, Pensionen und auf Campingplätzen gilt 2G. Ausnahmen gibt es bei dienstlichen Übernachtungen oder in besonderen Härtefällen wie beispielsweise einem dringend notwendigen Arztbesuch. In diesen Ausnahmefällen muss ein negativer Schnell- oder PCR-Test vorgelegt werden.

In der neuen Corona-Verordnung wird zudem die Kontrollpflicht von Nachweisen verschärft: Impf- und Genesenennachweise müssen elektronisch geprüft werden; Betreiber, Anbieter und Veranstalter müssen die Angaben mit einem amtlichen Ausweisdokument abgleichen.

Schülerinnen und Schüler bis einschließlich 17 Jahre müssen weiterhin keine Testnachweis vorlegen; die Zugangs- und Teilnahmeverbote gelten für sie nicht. Die Ausnahme gilt allerdings nicht für Clubs, Diskotheken und Saunen.

Schwangere und stillende Frauen sind nur noch bis zum 10. Dezember von der Testpflicht und den Zutrittsbeschränkungen ausgenommen, weil es dann seit drei Monaten eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) gibt.

Das Land hat die Regelungen in den unterschiedlichen Stufen in einer Übersicht zusammengestellt.

Die Regeln der Alarmstufe II im Überblick

Die bislang schärfste Restriktionsstufe, die Alarmstufe II, tritt ein, wenn an zwei Tagen in Folge mehr als 450 Corona-Patientinnen und -Patienten in den Intensivbetten liegen oder die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz den Wert 6,0 überschreitet. In bestimmten Bereichen gilt dann eine 2G-Plus-Zugangsbeschränkung: Nachweislich Geimpfte oder Genesene müssen hier zusätzlich einen negativen Schnell- oder PCR-Test vorweisen.

  • Kontaktbeschränkungen gelten für Menschen ohne Impfschutz. Ein Haushalt darf sich mit einer weiteren Person treffen. Nicht mitgezählt werden hierbei vollimmunisierte oder genesene Menschen, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre, Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können oder für die es keine Impfempfehlung gibt. Paare, die nicht zusammen leben, gelten als ein Haushalt.
  • Gastronomie: Nur Gäste, die nachweislich geimpft oder genesen sind, können sich in Gaststätten aufhalten; in der Außengastronomie gilt die 3G-Regel, wobei Testnachweise mittels PCR-Test zu erfolgen haben.
  • Einzelhandel: Hier greift nun die 3G-Regel für Geschäfte, die nicht zur Grundversorgung zählen. Als Nachweis genügt ein negativer Antigen-Schnelltest. Weist ein Landkreis jedoch an zwei aufeinanderfolgenden Tagen eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 500 auf, gilt in Geschäften, die nicht der Grundversorgung dienen, stattdessen die 2G-Regel.
  • Veranstaltungen: Drinnen wie draußen gilt die 2G-Plus-Regelung. In den Alarmstufen können nur bis zu 50 Prozent der Platzkapazitäten genutzt werden. Grundsätzlich gilt eine Besucherobergrenze von 25 000 Personen.
  • Weihnachtsmärkte: Hier ist die Hälfte der sonst üblichen Besucherzahlen erlaubt. Besucherinnen und Besucher müssen nachweislich geimpft oder genesen sein und einen aktuellen Negativtest vorweisen können (2G-Plus-Regel). Auch im Freien gilt die Maskenpflicht.
  • Kultureinrichtungen: Ausnahmen von der 2G-Regelungen gelten für wissenschaftliche Bibliotheken und Archive. Diese können nach Vorlage eines negativen PCR-Tests betreten werden.
  • Beherbergung: In Hotels, Gasthäusern, Pensionen und auf Campingplätzen gilt 2G-Regelung. Ausnahmen gelten für Dienstreisen und sogenannte Härtefälle (etwa dringend erforderliche Arztbesuche), wenn die Betroffenen einen negativen Schnell- oder PCR-Test vorlegen können. Alle drei Tage ist ein erneuter Testnachweis zu erbringen.
  • Körpernahe Dienstleistungen: Hier gilt die 2G-Plus-Regel. Ausnahmen bilden Friseursalons und Barbershops, zu denen der Zutritt nach wie vor mit einem negativen PCR-Nachweis gestattet werden kann.
  • Außerschulische Bildung: An VHS-Kursen oder an Musik- und Kunstschulunterricht kann nur teilnehmen, wer nachweislich geimpft oder genesen ist.
  • Bildung: Für die berufliche Ausbildung, für Fahr- und Flugschulen, Sprach- und Integrationskurse gilt in dieser Stufe die 3G-Regel. Bei mehrtägigen Veranstaltungen müssen Ungeimpfte alle drei Tage einen aktuellen negativen Schnell- oder PCR-Test vorweisen.
  • Sport: Drinnen greift die 2G-Regelung, im Freien müssen Menschen ohne Impfschutz einen negativen PCR-Test vorweisen. Bei Jugendlichen bis 17 Jahren genügt hingegen ein Antigen-Schnelltest.
  • Diskotheken: In Bars, Clubs und Diskos gilt die 2G-Plus-Regelung. Eine Ausnahme für Schülerinnen und Schüler und Menschen, die sich nicht impfen lassen können, gibt es ausdrücklich nicht.
  • Ausnahmen: Ausgenommen von der 2G-Plus-Regel gelten für:
    • Kinder bis einschließlich fünf Jahre;
    • Kinder bis einschließlich sieben Jahre, die noch nicht eingeschult wurden;
    • Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre, die nicht mehr zur Schule gehen;
    • Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können;
    • Menschen, für die es keine STIKO-Impfempfehlung gibt;
    • Schwangere und Stillende (Ausnahme gilt bis 10. Dezember);
    • Schülerinnen und Schüler an Grundschulen, sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, weiterführenden oder beruflichen Schulen sind von der Testpflicht befreit, da sie zweimal wöchentlich in der Schule getestet werden. Als Nachweis dienen ein Schülerausweis, eine Schulbescheinigung, eine Kopie des letzten Zeugnisses, ein Schüler-Abo oder ein Schreiben der Schule. Diese Ausnahme gilt für Schülerinnen und Schüler bis einschließlich 17 Jahren.

Weitere Maßnahmen: Die Landesregierung behält sich vor, weitere Verschärfungen zu beschließen, wenn die Hospitalisierungsrate den Wert 9,0 überschreitet.

Möglichkeiten zur Impfung ohne Termin

Kreis-Impfstützpunkt in der Messehalle 4 in Offenburg

Im Kreis-Impfstützpunkt in der Messehalle 4 auf dem Gelände der Offenburger Messe kann man sich seit Montag, 22. November, an eine Corona-Schutzimpfung verabreichen lassen - mit Wartezeiten ist zu rechnen.

Mobiles Impfteam in der Stadthalle

Impfwillige können sich am Dienstag, 30. November, erneut in der Stadthalle ohne Terminvereinbarung gegen den Corona-Virus immunisieren lassen. In der Zeit von 15 bis 20 Uhr nimmt das Mobile Impfteam Erst-, Zweit- und Drittimpfungen vor. Verabreicht werden die Wirkstoffe von Moderna, Biontech und Johnson & Johnson. Vorgesehen ist, dass bis Jahresende einmal pro Woche in der Stadthalle Impfungen ohne Termin angeboten werden.

Mitzubringen sind:
Impfpass, Personalausweis oder Reisepass, elektronische Gesundheitskarte der Krankenversicherung.

In der Tram in Kehl gilt 3G wie im ÖPNV und Fernverkehr

Nachdem vom 24. November an im öffentlichen Nahverkehr bundesweit die 3G-Regeln gelten, ist davon auch die Tram auf dem Kehler Stadtgebiet betroffen. Wer sie nutzen möchte, muss also entweder vollständig gegen Corona geimpft, genesen oder frisch negativ getestet sein. Die Technischen Dienste Kehl (TDK), die auf Kehler Territorium für den Betrieb der Tram zuständig sind, werden die Einhaltung der Regelung an den drei Tram-Haltestellen kontrollieren. Sie weisen darauf hin, dass in unmittelbarer Nähe aller drei Kehler Tram-Haltestellen Testmöglichkeiten bestehen.

Die 3G-Regel gilt ebenso für den Bus-, Regional- und Fernverkehr. Zusätzlich zur bereits geltenden Maskenpflicht muss ein Impf- oder Genesenennachweis beziehungsweise ein negativer Schnelltest vorgezeigt werden. Bei Fahrtantritt darf der Test nicht älter sein als 24 Stunden.

3G gilt auch am Arbeitsplatz

Am Arbeitsplatz gilt ebenfalls die 3G-Regel. Es bleibt jedoch dabei, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ihren Beschäftigten zwei Tests pro Woche anbieten müssen. Außerdem gibt es wieder eine Home-Office-Pflicht, sofern dieser keine betrieblichen Gründe entgegenstehen.

Anleiterschulungen für Unternehmen

Aufgrund der geltenden 3G-Regelung am Arbeitsplatz hatten sich einige Kehler Unternehmen an die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH gewandt und Anleiterschulungen angefragt. Gemeinsam mit der Feuerwehr wird die Wirtschaftsförderung Schulungen an zwei Terminen in der Stadthalle anbieten: erstmals am Dienstag, 30. November, ab 18 Uhr sowie anschließend am Donnerstag, 2. Dezember, um 12 Uhr.

Anleiterinnen und Anleiter nehmen Schnelltests nicht selbst vor, sondern kontrollieren bei Dritten die korrekte Selbstanwendung und bestätigen anschließend (nach dem Vier-Augen-Prinzip) das Testergebnis. In den Schulungen wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern veranschaulicht und erläutert, wie Antigen-Schnelltests richtig vorgenommen werden und was es dabei zu beachten gibt. Allerdings weisen Wirtschaftsförderung und Feuerwehr darauf hin, dass Anleiterinnen und Anleiter nicht berechtigt sind, negative Testnachweise auszustellen, die beispielsweise im Restaurant oder bei Veranstaltungen vorgelegt werden können. Hierzu sind weiterhin die Teststationen im Stadtgebiet aufzusuchen. Die Anleiterschulung dient einzig dem Zweck, den Betrieben die Einhaltung der 3G-Regel am Arbeitsplatz zu erleichtern.

Bei Interesse können sich Firmen per E-Mail an a.lenz@marketing.kehl.de an die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH Kehl wenden.


Sogenannte Bürgertests sind nach jüngstem Beschluss der Bundesregierung wieder kostenfrei.zoom

Welche Corona-Regeln an Schulen und Kitas gelten

Schulen: Erneute Maskenpflicht am Sitzplatz, Quarantäneregeln bleiben

Wann eine Maske getragen werden muss

In der Alarmstufe gilt für Schülerinnen und Schüler eine Maskenpflicht am Sitzplatz. Bei außerschulischen Veranstaltungen, beispielsweise in Museen, greift die 2G-Regel. Das heißt: Lehrerinnen und Lehrer beziehungsweise Begleitpersonen müssen nachweislich geimpft oder genesen sein. Für die Schülerinnen und Schüler ändert sich hingegen nichts. Bei Veranstaltungen in Schulen gilt in der Alarmstufe die 3G-Regelung, wobei ein Schnelltest ausreicht. Im Gebäude gilt auch bei Elternabenden, Gremiensitzungen und Konferenzen die Maskenpflicht, losgelöst vom Impfstatus der Teilnehmenden.

Erst wenn die Basis- oder Warnstufe erreicht wird, dürfen Mund-Nasen-Bedeckungen von Schülerinnen und Schülern im Unterricht an ihren Sitzplätzen wieder abgenommen werden. Die Maskenpflicht gilt nicht im Sitzen oder im Stehen, das heißt, wenn Schülerinnen und Schüler beispielsweise für einen Vortrag an der Tafel stehen, dürfen sie die Schutzmaske ebenfalls abziehen. Allerdings müssen die medizinische oder FFP2-Maske wieder aufgesetzt werden, sobald sich die Schülerinnen und Schüler im Klassenraum bewegen. Gänzlich ausgenommen von der Maskenpflicht im Unterricht sind in der Basis- und Warnstufe Schülerinnen und Schüler an Grundschulen, Sozialpädagogischen Bildungs- und Beratungseinrichtungen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung beziehungsweise mit dem Bildungsgang geistige Entwicklung (bei anders liegendem Förderschwerpunkt) sowie Kinder in Grundschulförderklassen. Für Lehrerinnen und Lehrer sowie am Unterricht beteiligte Dritte gilt: Sie dürfen den Mund-Nasen-Schutz abnehmen, wenn der Mindestabstand eingehalten werden kann. Singen ohne Maske im Unterricht ist bei einem Abstand von zwei Metern erlaubt. Kann dieser nicht eingehalten werden, gilt wieder die Maskenpflicht. Bei außerschulischen Veranstaltungen wie Schulausflügen oder Studienfahrten gibt es eine Testpflicht.

Weitere Ausnahmen von der Maskenpflicht umfassen Sport- und Musikstunden sowie den Aufenthalt auf dem Pausenhof. Die Klassenräume sollen im 20-Minuten-Takt gelüftet werden, es sei denn, die CO2-Ampeln warnen bereits früher. Generell wird der Mindestabstand von 1,5 Metern weiterhin empfohlen.

Testungen

Auch mit Inkrafttreten der novellierten Corona-Verordnung gilt, dass sich Schülerinnen und Schüler dreimal wöchentlich einem Antigen-Schnelltest oder zwei PCR-Tests zu unterziehen haben, sofern sie nicht nachweislich geimpft oder genesen sind. Auch Beschäftigte an den Schulen sind an jedem Präsenztag zur Testung verpflichtet, es sei denn, sie gelten als geimpft oder genesen. Die Tests werden in der jeweiligen Schule im Beisein einer geschulten Person vorgenommen, beziehungsweise bei Selbsttests bestätigt und dokumentiert. Eigenbescheinigungen sind für das Schulpersonal ausgeschlossen. Tritt bei einem PCR-Pooltest ein positives Ergebnis auf, können die Getesteten innerhalb des Pools das Schulgebäude erst wieder betreten, wenn ein negativer Einzeltest vorliegt.

Quarantäneregeln bleiben bestehen

Tritt ein Corona-Fall auf, muss die oder der Betroffene für zwei Wochen in Quarantäne. Mitschülerinnen und Mitschüler müssen sich als enge Kontaktpersonen an fünf aufeinanderfolgenden Schultagen testen lassen. Davon ausgenommen sind vollständig immunisierte Schülerinnen und Schüler. Zusätzlich greift eine sogenannte Kohortenpflicht. Das heißt: Klassen oder Lerngruppen sind aufgefordert, möglichst unter sich zu bleiben. In Mensen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu Schülerinnen und Schülern einzuhalten, die nicht zur Kohorte zählen. Unterricht mit Parallelklassen ist nicht erlaubt. Sport darf lediglich im Freien oder im Klassenverbund unterrichtet werden. Während des Musikunterrichts muss auf Gesang und Blasinstrumente verzichtet werden. Steckt sich ein Fünftel der Klasse innerhalb von zehn Tagen mit dem Corona-Virus an, liegt eine hohe Infektionsdynamik vor und das Gesundheitsamt entscheidet, ob die gesamte Klasse in Quarantäne muss. 

Kitas: Neue Bring- und Abholsituation in Alarmstufe II

Um das Risiko von Kita-Schließungen so gering wie möglich zu halten, bringen Erziehungsberechtigte ihre Kinder morgens bis zur Kita-Eingangstür und holen sie nachmittags an der Eingangstür wieder ab. Das hat die Stadt in Trägerhoheit entschieden. Die Maßnahme dient dem Infektionsschutz. Eine Corona-Verordnung zum Kitabetrieb in der Alarmstufe II gibt es noch nicht. Die Landesregierung hatte am 4. Oktober die Kohortenbildung in den Einrichtungen aufgehoben, sodass Kinder aus verschiedenen Gruppen wieder gemeinsam spielen können. Gemeinsame Ausflüge, Spaziergänge und Spielplatzbesuche sind demnach ebenfalls möglich.

Kindern in der Eingewöhnungsphase werden weiterhin von den Erziehungsberechtigten auch ins Kita-Gebäude begleitet. Voraussetzung ist allerdings, dass diese tagesaktuell getestet sind, losgelöst von ihrem Impfstatus. Für Handwerkerinnen und Handwerker sowie Kooperationskräfte aus den Schulen oder SBS-Kräften gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet), zusätzlich zu den gängigen Hygienebestimmungen wie Maskenpflicht und Abstandsgebot. Den Kehler Kita-Kindern werden angeleitete freiwillige Selbsttests angeboten, das Einverständnis der Sorgeberechtigten vorausgesetzt. Dieses Angebot wird für Krippenkinder ab zwei Jahren erweitert. Auch hier bedarf es der Zustimmung der Erziehungsberechtigten. 

Beim Auftreten eines Corona-Falles gilt für alle Kinder aus der Betreuungsgruppe, in der die Infektion aufgetreten ist, dass sie sich einmalig mit einem Schnell- oder PCR-Test testen müssen, bevor sie die Einrichtung wieder betreten dürfen. Für immunisierte Kinder gilt diese Regelung nicht.

Die aktuellen Corona-Regeln werden den Eltern über die Kita-Info-App bekannt gemacht. Beschäftigte in den Kitas, die nicht vollständig geimpft sind, sind weiterhin verpflichtet, sich täglich testen zu lassen. Dies muss nicht zwingend in der Kita geschehen, sondern ist auch in Teststationen, Arztpraxen und Apotheken möglich.


Arbeitgeber müssen über Impfmöglichkeiten informieren

In der Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundes werden Arbeitgeber verpflichtet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über die Risiken einer Corona-Infektion und die Möglichkeiten einer Schutzimpfung zu informieren, Betriebsärzte bei Impfangeboten zu unterstützen und Beschäftigte freizustellen, wenn diese sich impfen lassen.

Nach wie vor sind Arbeitgeber verpflichtet, Mitarbeitenden, die nicht ausschließlich von zu Hause aus arbeiten, zweimal wöchentlich eine Testmöglichkeit anzubieten. Betriebsbedingte Kontakte sollen auf ein notwendiges Minimum reduziert werden. Das gilt auch für Pausenräume. Stattdessen empfiehlt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in einer Verordnung auf Internetkonferenzen zurückzugreifen. Wo das nicht möglich ist, sind Schutzmaßnahmen (Lüftungs- und Hygienekonzepte) zu ergreifen. Wo andere Maßnahmen keinen Schutz bieten, müssen Arbeitgeber mindestens medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung stellen.

Die Corona-Arbeitsschutzverordnung gilt bis einschließlich 24. November. 


Corona-Regeln in Frankreich

Der sogenannte Gesundheitspass (pass sanitaire) muss seit dem 9. August in der Gastronomie (drinnen und draußen) sowie in Museen, Freizeitparks, Kinos, bei Konzerten, im Theater, in Sporthallen und Schwimmbädern, auf Ausstellungen und Messen, in Spielhallen und Casinos sowie auf Kreuzfahrten vorgezeigt werden. Der Pass sanitaire entspricht einem Test-, Impf- oder Genesenennachweis. Negativtests dürfen nicht länger als 72 Stunden zurückliegen.

Die Regelung gilt für alle Personen ab zwölf Jahren.

Die Nachweispflicht gilt auch in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen, in Fernzügen, Flugzeugen und überregionalen Reisebussen, in Ferienzentren mit Schwimmbecken und in Veranstaltungshallen.

Die Maskenpflicht im Freien ist aufgehoben. Auf allen Weihnachtsmärkten im gesamten Elsass muss allerdings eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Seit Montag, 8. November, gilt die Maskenpflicht wieder in allen Innenräumen und das auch dann, wenn diese nur mit dem Gesundheitspass zugänglich sind. Betroffen sind neben Restaurants, Bars und Cafés, Theater- und Konzertsäle sowie Museen.

An französischen Schulen werden die Kinder und Jugendlichen in Präsenz unterrichtet, unter der Maßgabe, dass regelmäßig gelüftet und auf die Handhygiene geachtet wird. In Départements mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 müssen Grundschülerinnen und Grundschüler seit Montag, 8. November, im Unterricht wieder einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

An Hochschulen und Gymnasien können Schülerinnen und Schüler, die als enge Kontaktpersonen eingestuft werden, weiterhin am Präsenzunterricht teilnehmen, sofern sie vollständig geimpft sind. Ist dies nicht der Fall, wechseln sie für sieben Tage in den Fernunterricht. Sportunterricht ist drinnen wie draußen erlaubt, in Hallen wird jedoch auf Kontaktsport verzichtet. 


Situation im Ortenaukreis (Stand: 25. November)

603 Corona-Neu-Infektionen meldet das Landesgesundheitsamt am Donnerstagabend für den Ortenaukreis. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt in der Folge auf 583,9, liegt aber noch immer deutlich über dem Landeswert von 489,9. Auf den Intensivstationen liegen am Donnerstag 542 Corona-Patientinnen und -Patienten und damit 25 mehr als am Vortag. Die Hospitalisierungsrate steigt leicht auf 6,3. Inzwischen liegt kein einziger Stadt- oder Landkreis mehr unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200. Ein Kreis hat hingegen die 800er-Marke überschritten.

Die 603 vom Landesgesundheitsamt am Donnerstag für den Ortenaukreis bestätigten Neu-Infektionen verteilen sich wie folgt unter den Großen Kreisstädten: 65 kommen aus Kehl, 53 aus Offenburg, 62 aus Lahr, 57 aus Achern und 21 aus Oberkirch.

19 Corona-Patienten müssen auf den Intensivstationen in den Kliniken des Kreises behandelt werden; zehn davon werden invasiv beatmet. Acht Intensivbetten sind (Stand: 26. November) frei.

63,3 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner des Ortenaukreises sind vollständig gegen Corona geimpft; im Land sind es inzwischen 66,3 Prozent.

Seit Beginn der Zählung im März 2020 haben in der Ortenau 631 Menschen ihre Corona-Infektion nicht überlebt.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Zählung 31 871 Menschen im Landkreis mit dem Virus angesteckt.

Situation im Elsass (Stand: 24. November)

Auf der französischen Rheinseite beschleunigt sich der Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenzen deutlich: Für das Unter-Elsass gibt die nationale Gesundheitsbehörde am Sonntag einen Wert von 245,7 und für das Gebiet der Eurométropole de Strasbourg von 221 an - damit überschreiten beide Gebietskörperschaften in der vierten Welle erstmals die 200er-Marke.

In den Krankenhäusern des Unter-Elsass müssen derzeit 105 Corona-Patienten behandelt werden. 20 liegen auf den Intensivstationen.

77,01 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner des Unter-Elsass (über zwölf Jahren) sind vollständig geimpft.

1806 Menschen sind seit Beginn der Zählung am 1. März 2020 im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.


Aktuelle Quarantäne-Bestimmungen

Eine überarbeitete Corona-Verordnung zu Absonderungen ist am 30. Oktober in Kraft getreten und regelt die Voraussetzungen für Absonderungen und Quarantäne-Fälle.

Ausschlaggebend dafür, ob sich eine Person in häusliche Isolation begeben muss, ist nach wie vor das Ergebnis eines Corona-Erregernachweises. Wurde bei dem oder der Betreffenden eine Covid-19-Infektion mittels PCR- oder Antigen-Schnelltest nachgewiesen, folgt eine 14-tägige häusliche Isolation. Wer einen Selbsttest vornimmt und ein positives Ergebnis erhält, hat sich unverzüglich mittels PCR-Test auf den Corona-Virus zu testen. Währenddessen darf der Absonderungsort (etwa die eigene Wohnung) nur in dringenden Notfällen wie beispielsweise einem unaufschiebbaren Arzttermin oder einem Brand verlassen werden. Eine Ausnahme gibt es von der sogenannten Absonderungspflicht, wenn die Covid-19-Infektion mit einem Schnelltest festgestellt wurde, ein PCR-Test aber ein negatives Ergebnis ausweist.

In Quarantäne müssen sich Personen dann begeben, wenn nicht sie, sondern eine Haushaltangehörige oder ein Haushaltsangehöriger positiv auf den Corona-Virus getestet wurde. Die Quarantäne dauert gemeinhin zehn Tage ab Testdatum.

Die Dauer der häuslichen Isolation kann gemäß der aktualisierten Verordnung auf drei Wegen verkürzt werden, wenn

  • am fünften Tag ein PCR-Test negativ ausfällt.
  • am fünften Tag ein Schnelltest negativ ausfällt und dieser Teil einer seriellen Testung ist.
  • am siebten Tag ein Schnelltest negativ ausfällt.

Tritt ein Corona-Fall in einer Schule, Grundschulförderklasse, einem Schulhort, in Betreuungsangeboten der verlässlichen Grundschule oder in der flexiblen Nachmittagsbetreuung ein und es handelt sich dabei um eine besorgniserregende Virusvariante oder es wird ein relevantes Infektionsgeschehen festgestellt, können Quarantänemaßnahmen durch das Gesundheitsamt ergriffen werden.

Geimpfte Bewohnerinnen und Bewohner in Pflege- und Senioreneinrichtungen sind nicht von der Quarantänepflicht ausgenommen. Gleiches gilt für geimpfte Patientinnen und Patienten in stationärer Behandlung im Krankenhaus oder in einer Reha-Klinik. 

Das Land hat häufig gestellte Fragen zur Corona-Verordnung Absonderung zusammengestellt.


Weihnachtsmärkte rund um Kehl

Nachdem sich die Corona-Lage weiter verschärft, werden immer mehr Weihnachtsmärkte abgesagt: Das gilt für die Weihnachtsmärkte in Kork, Querbach, Goldscheuer und Neumühl; der Adventszauber in der Großherzog-Friedrich-Kaserne findet ebenfalls nicht statt.

In Straßburg eröffnen die Weihnachtsmärkte wie geplant am Freitag, 26. November. Dann wird auch die weihnachtliche Beleuchtung erstmals eingeschaltet. Die 314 Verkaufshütten werden großräumiger in der Innenstadt verteilt, die Gänge zwischen den Standreihen fallen deutlich breiter aus. Auf dem Weihnachtsmarkt gilt die Maskenpflicht. Die 3G-Regel findet nur in den sogenannten Food Corners Anwendung, also in den Bereichen, in denen Getränke und Speisen zu sich genommen werden. An den Ständen oder in den Gängen dazwischen ist Essen und Trinken nicht erlaubt.

Adventstreff in Kehl ab 26. November

Wie bereits 2020 wird es auch in diesem Jahr einen Adventstreff mit über die Fußgängerzone verteilten Buden geben. Von Freitag, 26. November, bis Freitag, 24. Dezember, können dort allerhand Leckereien gekauft werden. An den Imbiss-Ständen und Buden, die von in der Innenstadt ansässigen Gastronomen betrieben werden, können Speisen und Getränke nur gekauft und mitgenommen werden. Ein Verzehr direkt vor Ort ist nicht zulässig.

Adventsmarkt in Kehl am 4. Dezember

Am Samstag, 4. Dezember, gibt es auf dem Marktplatz von 9 bis 18 Uhr zusätzlich einen Adventsmarkt. An den Ständen können verschiedene Mitbringsel und Geschenke erstanden werden. Speisen werden zwar abgepackt verkauft, dürfen jedoch nicht vor Ort verzehrt werden. Daher gilt bei diesem Markt, ähnlich wie beim Wochenmarkt, auch keine 3G-Regel.


Einzelhandel, Gaststätten, Unternehmen

Stadt stundet Unternehmen Steuern

Allen Unternehmen in Kehl, die aufgrund der Corona-Krise Probleme haben, ihre Steuerzahlungen pünktlich zu bezahlen, stundet die Stadt die Zahlungen zunächst für drei Monate zinslos, unbürokratisch und ohne weitere Prüfungen. Wenn ausreichende Gründe vorliegen, ist eine anschließende Ratenzahlung für maximal sechs Monate möglich.

Das entsprechende Antragsformular kann heruntergeladen und gerne per E-Mail an  j.bauer@stadt-kehl.de (oder per Post an: Stadt Kehl, Kommunale Abgaben, Frau Jana Bauer, Rathausplatz 1, 77694 Kehl) geschickt werden.

Anträge zur Herabsetzung der Gewerbesteuervorauszahlungen ab dem Jahr 2020 sind an das Finanzamt zu richten. Auch beim Finanzamt wird darüber in einem vereinfachten Verfahren entschieden. Der entsprechende Antragsvordruck ist unter https://finanzamt-bw.fv-bwl.de/fa_offenburg abrufbar.

Newsletter und Hotline für Unternehmen

Weil auch für Unternehmer ein hoher Informationsbedarf besteht, stellt die Wirtschaftsförderung einen Newsletter zusammen, in dem auch die von Land und Bund angekündigten Hilfsmaßnahmen zusammengefasst werden. Firmen, welche diesen Newsletter künftig erhalten möchten, können sich unter der E-Mail-Adresse newsletter@marketing.kehl.de melden.

Das Land hat für Unternehmen in Baden-Württemberg einen kostenlose Hotline eingerichtet, die unter der Telefonnummer 0800 40 200 88 von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 18 Uhr, erreichbar ist.


26.11.2021

 

Bekanntmachungen & Termine

 
 

Stadtverwaltung Kehl · Rathausplatz 1 · 77694 Kehl · Tel.: 07851 88-0 · Fax: 07851 88-1102 · info@stadt-kehl.de