Sieben-Tage-Inzidenzen auf beiden Rheinseiten gleichen sich an – Weiterer Todesfall in der Ortenau

Die Sieben-Tage-Inzidenzen auf beiden Rheinseiten gleichen sich in diesen Tagen immer mehr an: Während das Landegesundheitsamt den Wert für die Ortenau am Donnerstagabend mit 89,7 angibt, liegt er im Unter-Elsass bei 65,8 und auf dem Gebiet der Eurométropole de Strasbourg bei 98,8. Für den Ortenaukreis meldet das Landesgesundheitsamt am Abend des 23. September einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Corona sowie 91 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz im Land steigt auf 2,11, bleibt aber unter der Warnstufe. Von den 91 Corona-Neuinfektionen in der Ortenau vom Donnerstag entfallen 14 auf Kehl.

Impfzentrum in Offenburg schließt am 30. September

Der letzte Piks gegen das Corona-Virus wird im Impfzentrum von Offenburg am 30. September gesetzt. An diesem Tag schließt die vom Landkreis betriebene Einrichtung, Corona-Schutzimpfungen sind anschließend bei niedergelassenen Ärzten oder mobilen Impfteams zu bekommen. Das Landessozialministerium hat angekündigt, insgesamt 30 Teams landesweit an zwölf Standorten einzusetzen, darunter am Ortenau-Klinikum in Offenburg. Von dort aus werden zusätzlich die beiden Landkreise Emmendingen und Freudenstadt mit Impfungen versorgt.

Aktuelle Corona-Regelungen:

Um einer Überlastung des Gesundheitssystems vorzubeugen, hat die Landesregierung ein dreistufiges Modell eingeführt, das sich in eine Basis-, eine Warn- und eine Alarmstufe gliedert. Je nach Stufe treten zusätzliche Restriktionen in Kraft, die sich insbesondere an Menschen ohne Impfschutz richten. Ausschlaggebend dafür, welche Stufe gegenwärtig gilt, ist unter anderem die sogenannte Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz, die vom Landesgesundheitsamt bekannt gegeben wird. Dieser Inzidenzwert beschreibt, wie viele Menschen je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner mit Covid-19 in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Dies ist allerdings nicht der einzige Richtwert: Zusätzlich wird die Auslastung der Intensivbetten mit Corona-Patientinnen und Patienten herangezogen. Die Masken- und Dokumentationspflicht sowie das Abstandsgebot bleiben von den neuen Regelungen unberührt und sind weiterhin gültig.

Basisstufe

Die Basisstufe entspricht den derzeitigen 3G-Regelungen:

  • Kontaktbeschränkungen gibt es nicht.
  • Gastronomie: In Innengaststätten muss ein Impf-, Genesenen- oder Testnachweis (3G) vorgezeigt werden. Im Außenbereich entfällt dies.
  • Einzelhandel: Hier gibt es keine zusätzlichen Beschränkungen. Die Maskenpflicht bleibt bestehen.
  • Veranstaltungen: In geschlossenen Räumen gilt die 3G-Regelung. Im Freien greift die 3G-Regelung ab einer Veranstaltungsgröße von 5000 Zuschauerinnen und Zuschauern oder wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
  • Kultureinrichtungen: In geschlossenen Räumen gilt die 3G-Regelung, im Freien gibt es keine Auflagen.
  • Beherbergung: Hier gilt die 3G-Regel. Wer statt einem Genesenen- oder Impfnachweis einen tagesaktuellen Negativtest vorlegt, ist verpflichtet dies alle drei Tage erneut zu tun.
  • Körpernahe Dienstleistungen: Hier gilt die 3G-Regel.
  • Außerschulische Bildung: Bei VHS-Kursen, Musik- oder Kunstschulen gilt in geschlossenen Räumen die 3G-Regel. Im Freien gibt es hingegen keine Einschränkungen.
  • Bildung: Für die beruflichen Ausbildung, für Fahr- und Flugschulen, Sprach- und Integrationskurse gibt es keine gesonderten Auflagen.
  • Sport: In geschlossenen Räumen gilt die 3G-Regel, im Freien nicht.
  • Diskotheken: Hier gilt ebenfalls die 3G-Regel, allerdings mit der Verschärfung, dass statt eines Antigen-Schnelltests ein PCR-Test verpflichtend ist.

Warnstufe

Die Warnstufe ist erreicht, wenn die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz den Wert 8,0 an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen überschreitet, beziehungsweise die Auslastung der Intensivbetten in Baden-Württemberg an zwei Werktagen in Folge 250 Corona-Patientinnen und -Patienten überschreitet. In der Warnstufe wird die 3G-Regel verschärft, indem statt Antigen-Schnelltests bis auf wenige Ausnahmen nur noch PCR-Tests zugelassen sind.

  • Kontaktbeschränkungen gelten für Menschen ohne Impfschutz. Ein Haushalt darf sich mit fünf weiteren Personen treffen. Nicht mitgezählt werden hierbei vollimmunisierte oder genesene Menschen, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre, Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können oder für die es keine Impfempfehlung gibt. Ausgenommen sind auch Schwangere und Stillende. Paare, die nicht zusammen leben, gelten als ein Haushalt.
  • Gastronomie: Drinnen wie draußen gilt die 3G-Regel, mit dem Unterschied, dass in der Innengastronomie ein negativer PCR-Test vorgezeigt werden muss. Im Außenbereich genügt ein Antigen-Schnelltest.
  • Einzelhandel: Hier gibt es keine zusätzlichen Beschränkungen. Die Maskenpflicht bleibt bestehen.
  • Veranstaltungen: Analog zu den Gaststätten gilt in geschlossenen Räumen eine 3G-Regel, bei der lediglich PCR-Tests zugelassen sind. Im Freien genügt ein Antigen-Schnelltest.
  • Kultureinrichtungen: Die 3G-Regelungen entsprechen den Bestimmungen für Gaststätten und öffentliche Veranstaltungen.
  • Beherbergung: Hier gilt die 3G-Regel. Wer statt einem Genesenen- oder Impfnachweis einen tagesaktuellen Negativtest vorlegt, ist verpflichtet dies alle drei Tage erneut zu tun.
  • Körpernahe Dienstleistungen: Hier gilt die 3G-Regel.
  • Außerschulische Bildung: Bei VHS-Kursen, Musik- oder Kunstschulen gilt in geschlossenen Räumen die 3G-Regel, wobei ausschließlich PCR-Tests zugelassen sind. Für Kurse im Freien genügt ein Antigen-Schnelltest.
  • Bildung: Für die berufliche Ausbildung, für Fahr- und Flugschulen, Sprach- und Integrationskurse gilt in dieser Stufe die 3G-Regel. Bei mehrtägigen Veranstaltungen müssen Ungeimpfte alle drei Tage einen aktuellen negativen Schnell- oder PCR-Test vorweisen.
  • Sport: In geschlossenen Räumen muss ein Impf-, Genesenen oder PCR-Test-Nachweis vorgezeigt werden, im Freien ist ein Antigen-Schnelltest ausreichend.
  • Diskotheken: Hier gilt die 2G-Regel, der Zutritt wird nur nach Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises gewährt. Für Ungeimpfte gibt es ein Teilnahme- und Zutrittsverbot (2G).
  • Ausnahmen: Ausgenommen von der PCR-Testpflicht sind:
    • Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre, die nicht mehr zur Schule gehen;
    • Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können;
    • Menschen, für die es keine Impfempfehlung gibt;
    • Schwangere und Stillende;
    • Kinder bis einschließlich fünf Jahre, die noch nicht eingeschult wurden.
    • Schülerinnen und Schüler an Grundschulen, sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, weiterführenden oder beruflichen Schulen sind von der Testpflicht befreit, da sie zweimal wöchentlich in der Schule getestet werden. Als Nachweis dienen ein Schülerausweis, eine Schulbescheinigung, eine Kopie des letzten Zeugnisses, ein Schüler-Abo oder ein Schreiben der Schule.
  • Zusätzliche Testpflicht: Beschäftigte und Selbstständige mit Kundenkontakt, Kontakt zu Lieferanten, Klienten, Mitarbeitenden oder Schutzbefohlenen müssen sich zweimal wöchentlich testen lassen. Der Testnachweis muss vier Wochen aufbewahrt und auf behördliches Verlangen vorgezeigt werden. Geimpfte und Genesene sind hiervon ausgenommen.

Alarmstufe

Die dritte und letzte Stufe ist erreicht, sobald die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz an fünf Werktagen in Folge über dem Schwellenwert 12,0 liegt oder 390 Covid-19-Patientinnen und Patienten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen auf den Intensivstationen liegen. In der Alarmstufe greift in vielen Bereichen ein Teilnahme- und Zutrittsverbot (2G) für Menschen ohne Impfschutz.

  • Kontaktbeschränkungen gelten für Menschen ohne Impfschutz. Ein Haushalt darf sich mit einer weiteren Person treffen. Nicht mitgezählt werden hierbei vollimmunisierte oder genesene Menschen, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre, Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können oder für die es keine Impfempfehlung gibt. Ausgenommen sind auch Schwangere und Stillende. Paare, die nicht zusammen leben, gelten als ein Haushalt.
  • Gastronomie: Drinnen wie draußen gilt die 2G-Regel. Nur Gäste, die nachweislich geimpft oder genesen sind, können sich in Gaststätten aufhalten.
  • Einzelhandel: Hier greift nun die 3G-Regel für Geschäfte, die nicht zur Grundversorgung zählen. Als Nachweis genügt ein negativer Antigen-Schnelltest.
  • Veranstaltungen: Drinnen wie draußen gilt die 2G-Regel. Nur ein Publikum, das nachweislich geimpft oder genesen ist, ist erlaubt.
  • Kultureinrichtungen: Ausnahmen von der 2G-Regelungen gelten für Bibliotheken und Archive. Diese können nach Vorlage eines negativen PCR-Tests betreten werden.
  • Beherbergung: Zum Betreten von Hotels, Gasthäusern, Ferienwohnungen, Camping- oder Wohnmobilstellplätzen muss vorab ein Impf-, Genesenen- oder ein negativer PCR-Testnachweis vorliegen. Ungeimpfte müssen im Drei-Tages-Rhythmus einen aktuellen Negativtest vorweisen. Bei den Folgetests sind Antigen-Schnelltests zugelassen.
  • Körpernahe Dienstleistungen: Hier gilt weiterhin die 3G-Regel, wobei ein PCR-Test als Nachweis verpflichtend ist.
  • Außerschulische Bildung: An VHS-Kursen oder an Musik- und Kunstschulunterricht kann nur teilnehmen, wer nachweislich geimpft oder genesen ist.
  • Bildung: Für die berufliche Ausbildung, für Fahr- und Flugschulen, Sprach- und Integrationskurse gilt in dieser Stufe die 3G-Regel. Bei mehrtägigen Veranstaltungen müssen Ungeimpfte alle drei Tage einen aktuellen negativen Schnell- oder PCR-Test vorweisen.
  • Sport: Drinnen wie draußen greift die 2G-Regelung.
  • Diskotheken: Hier gilt weiterhin die 2G-Regel.
  • Ausnahmen: Ausgenommen von der PCR-Testpflicht sind:
    • Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre, die nicht mehr zur Schule gehen;
    • Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können;
    • Menschen, für die es keine Impfempfehlung gibt;
    • Schwangere und Stillende;
    • Kinder bis einschließlich fünf Jahre, die noch nicht eingeschult wurden.
    • Schülerinnen und Schüler an Grundschulen, sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, weiterführenden oder beruflichen Schulen sind von der Testpflicht befreit, da sie zweimal wöchentlich in der Schule getestet werden. Als Nachweis dienen ein Schülerausweis, eine Schulbescheinigung, eine Kopie des letzten Zeugnisses, ein Schüler-Abo oder ein Schreiben der Schule.
  • Zusätzliche Testpflicht: Beschäftigte und Selbstständige mit Kundenkontakt, Kontakt zu Lieferanten, Klienten, Mitarbeitenden oder Schutzbefohlenen müssen sich zweimal wöchentlich testen lassen. Der Testnachweis muss vier Wochen aufbewahrt und auf behördliches Verlangen vorgezeigt werden. Geimpfte und Genesene sind hiervon ausgenommen.

Die Restriktionen der Warn- und Alarmstufe entfallen wieder, wenn die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz oder die Auslastung der Intensivbetten an fünf Werktagen in Folge unter den Schwellenwert der jeweiligen Stufe sinkt.

Verschärfte Testpflicht für Ungeimpfte

In folgenden Bereichen gilt eine Testpflicht:

  • in Krankenhäusern, Seniorenheimen sowie in Einrichtungen der Behindertenhilfe;
  • in Museen, Bibliotheken und Büchereien. Werden lediglich Medien abgeholt oder zurückgegeben, ist kein Impf-, Genesenen-, oder Testnachweis erforderlich;
  • in der Innengastronomie. Werden lediglich Speisen abgeholt, muss kein Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorgezeigt werden;
  • für externe Gäste in Betriebskantinen sowie Mensen und Cafeterien an Hochschulen;
  • in Spielhallen und Wettbüros;
  • bei Veranstaltungen mit mehr als 5000 Besucherinnen und Besuchern, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Diese Einschränkung gilt sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen. Zu den entsprechenden Veranstaltungen zählen Konzerte, Theateraufführungen, Stadt- und Volksfeste, Sportveranstaltungen, Stadtführungen, Betriebs- und Vereinsferien sowie Filmvorführungen;
  • bei körpernahen Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel- und Tattoo- und Piercing-Studios, in Friseursalons, Barbershops und Studios für kosmetische Fußpflege;
  • in Fitness-Studios, Schwimmbädern und Sporthallen;
  • in Saunen, Solarien und Dampfbädern;
  • bei Fluss- und Seeschifffahrten im Ausflugsverkehr sowie im touristischen Bus- und Bahnverkehr;
  • bei Angeboten der Erwachsenenbildung wie beispielsweise VHS-Kursen in geschlossenen Räumen;
  • in Hotels, Gasthäusern, Pensionen, Ferienhäusern und -wohnungen. Auf Campingplätzen (hierzu gehören auch Dauercampingplätze) und kostenpflichtigen Wohnmobilstellplätzen muss bei der Anreise sowie im Anschluss alle drei Tage ein Negativtest vorgelegt werden.
  • In Clubs und Diskotheken ist ein negativer PCR-Test für Ungeimpfte und Genesene vorgeschrieben.

Weitere Regelungen:

  • Regelungen zur Maskenpflicht, zum Abstandsgebot, zur Kontaktdatenerfassung bleiben von den Änderungen unberührt und gelten auch weiterhin. So müssen Schülerinnen und Schüler zum Schulstart für zwei Wochen im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
  • Bei öffentlichen Veranstaltungen mit mehr als 5000 Besucherinnen und Besuchern muss dem örtlichen Gesundheitsamt vorab ein Hygienekonzept vorgelegt werden.

Die aktuelle Verordnung gilt vorerst bis zum 14. Oktober.

Antigen-Schnelltest bleiben bis zum 11. Oktober kostenfrei, anschließend müssen sie aus der eigenen Tasche bezahlt werden.zoom

Neue Corona-Regeln an den Schulen und Kitas

Beschäftigte an Kitas und Schulen müssen sich seit Montag, 13. September, bis zum Ende der Herbstferien jeden Tag in der Einrichtung testen lassen, es sei denn, sie gelten nachweislich als geimpft oder genesen. Der Antigen-Schnell- oder PCR-Test muss von einer weiteren Person überwacht und dokumentiert werden. Wichtig dabei ist, dass der Test in der Schule oder der Kindertagesstätte und nicht etwa bei den Beschäftigten zu Hause vorgenommen wird. Sogenannte Eigenbescheinigungen sind ausgeschlossen. Den Zeitpunkt und die Organisation der Testung übernimmt die Schul- beziehungsweise die Kita-Leitung.

An Schulen, an denen Kinder und Jugendliche mittels Antigen-Schnelltest getestet werden, erhöht sich die Zahl der Testungen ab 27. September und bis 29. Oktober von zwei auf drei pro Woche. In Schulen, die auf sogenannte PCR-Pooltests setzen, bleibt es bei zwei Testungen in der Woche. Kinder und Jugendliche in Schulen oder Kitas müssen sich nicht testen lassen, sofern sie geimpft oder genesen sind. 

Tritt ein Corona-Fall auf, muss die oder der Betroffene für zwei Wochen in Quarantäne. Mitschülerinnen und Mitschüler müssen sich als enge Kontaktpersonen an fünf aufeinanderfolgenden Schultagen testen lassen. Zusätzlich greift eine sogenannte Kohortenpflicht. Das heißt: Klassen oder Lerngruppen sind aufgefordert, möglichst unter sich zu bleiben. In Mensen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu Schülerinnen und Schülern einzuhalten, die nicht zur Kohorte zählen. Unterricht mit Parallelklassen ist nicht erlaubt. Sport darf lediglich im Freien oder im Klassenverbund unterrichtet werden. Während des Musikunterrichts muss auf Gesang und Blasinstrumente verzichtet werden. Steckt sich ein Fünftel der Klasse innerhalb von zehn Tagen mit dem Corona-Virus an, liegt eine hohe Infektionsdynamik vor und das Gesundheitsamt entscheidet, ob die gesamte Klasse in Quarantäne muss. Das gilt analog auch für Kitas. 

In den Unterrichtsräumen gilt weiterhin die Maskenpflicht, Ausnahmen umfassen Sport- und Musikstunden sowie den Aufenthalt auf dem Pausenhof. Die Klassenräume sollen im 20-Minuten-Takt gelüftet werden, es sei denn die CO2-Ampeln warnen bereits früher. Generell wird der Mindestabstand von 1,5 Metern weiterhin empfohlen.

Einreiseregeln nur für Urlauber

Die neuen Einreiseregelungen, wonach Urlaubsrückkehrer aus dem Ausland vollständig geimpft, genesen oder negativ auf den Corona-Virus getestet sein müssen, gelten für Grenzpendlerinnen und -pendler ebenso wenig wie für den kleinen Grenzverkehr im rheinüberschreitenden Lebensraum. Hier ändert die seit dem 1. August gültige Verordnung des Bundes nichts: Wer zum Arbeiten, zum Einkaufen oder für einen Tagesausflug über den Rhein fährt, unterliegt nicht der Testpflicht. Das Gleiche gilt für Besuche von Verwandten ersten Grades und Lebensgefährtinnen oder -gefährten.

Für Frankreichurlauber, die nach Kehl zurückkehren, gelten die neuen Bestimmungen indes genauso wie für Menschen, die in anderen Ländern ihre Ferien verbracht haben. Seit dem 1. August unterscheidet das Robert-Koch-Institut nur noch nach Hochrisikogebieten (zuvor: Hochinzidenzgebiete) und Virusvariantengebieten. Die Kategorie der einfachen Risikogebiete ist weggefallen.

Neu ist, dass Touristen, die mit dem Auto aus den Ferien im Nachbarland zurückkehren, der Testpflicht unterliegen, sofern sie nicht vollständig gegen Corona geimpft oder von Covid-19 genesen sind. Das gilt für alle Personen, die älter als elf Jahre sind.

Impfen ohne Termin in Offenburg

Seit dem 16. August wird im Ortenaukreis nur noch das Impfzentrum in Offenburg, Messehalle 1 (Eishalle), Schutterwälder Straße 3, betrieben. Impfungen ohne Termin sind dort zu folgenden Zeiten: von Montag bis Freitag, jeweils von 12 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 8 bis 16 Uhr. Der Impfstoff kann, vorbehaltlich der Verfügbarkeit, frei gewählt werden. Termine zur Zweitimpfung können ebenfalls in diesem Zeitraum wahrgenommen werden. 

Auch Zweitimpfungen sind ohne Termin möglich. Allerdings müssen die Impfwilligen den zeitlichen Abstand zur Erstimpfung beachten. Der beträgt bei Biontech mindestens drei Wochen und sollte sechs Wochen nicht übersteigen. Bei Moderna müssen zwischen Erst- und Zweitimpfung mindestens vier Wochen vergehen; auch hier sollte der Abstand zwischen den beiden Spritzen nicht länger als sechs Wochen sein.

Weiterhin können auch feste Termine gebucht werden – entweder über die Buchungshotline 116 117 oder über das Online-Buchungssystem.

Daneben nehmen die Mobilen Impfteams im Rahmen der personellen Möglichkeiten im Ortenaukreis Impfungen vor Ort wahr.

Arbeitgeber müssen über Impfmöglichkeiten informieren

Die Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundes ist am 10. September verlängert und ergänzt worden. Darin werden Arbeitgeber verpflichtet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über die Risiken einer Corona-Infektion und die Möglichkeiten einer Schutzimpfung zu informieren, Betriebsärzte bei Impfangeboten zu unterstützen und Beschäftigte freizustellen, wenn diese sich impfen lassen. 

Nach wie vor sind Arbeitgeber verpflichtet, Mitarbeitenden, die nicht ausschließlich von zu Hause aus arbeiten, zweimal wöchentlich eine Testmöglichkeit anzubieten. Betriebsbedingte Kontakte sollen auf ein notwendiges Minimum reduziert werden. Das gilt auch für Pausenräume. Stattdessen empfiehlt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in einer Verordnung auf Internetkonferenzen zurückzugreifen. Wo das nicht möglich ist, sind Schutzmaßnahmen (Lüftungs- und Hygienekonzepte) zu ergreifen. Wo andere Maßnahmen keinen Schutz bieten, müssen Arbeitgeber mindestens medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung stellen.

Die Corona-Arbeitsschutzverordnung gilt bis einschließlich 24. November.

Corona-Regeln in Frankreich (seit 9. August)

Der sogenannte Gesundheitspass (pass sanitaire) muss seit Montag, 9. August, in der Gastronomie (drinnen und draußen) sowie in Museen, Freizeitparks, Kinos, auf Konzerten, im Theater, in Sporthallen und Schwimmbädern, auf Ausstellungen und Messen, in Spielhallen und Casinos sowie auf Kreuzfahrten vorgezeigt werden. Der Pass sanitaire entspricht einem Test-, Impf- oder Genesenennachweis. Negativtests dürfen nicht länger als 72 Stunden zurückliegen.

Die Regelung gilt für alle Personen ab 18 Jahren.

Die Nachweispflicht gilt auch in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen, in Fernzügen, Flugzeugen und überregionalen Reisebussen, in Ferienzentren mit Schwimmbecken und in Veranstaltungshallen. Für den Besuch von Einkaufszentren kann die Präfektur den Gesundheitspass ebenfalls für obligatorisch erklären.

Aufgrund des durch die Deltavariante beschleunigte Infektionsgeschehens hat die Präfektin des Unter-Elsasses, Josiane Chevalier, die Maskenpflicht im Département verschärft. So müssen Passanten ab elf Jahren in bestimmten Bereichen wie etwa auf Märkten, Flohmärkten, im Personennahverkehr, bei Versammlungen sowie in Warteschlagen eine Maske tragen. In den Bereichen und Einrichtungen, in denen der Gesundheitspass Zugangsvoraussetzung ist, entfällt die Maskenpflicht. Die Maskenpflicht gilt bis einschließlich 30. September.

In Frankreich hat am Dienstag, 2. September, die Schule wieder begonnen. Damit verbunden sind auch eine Reihe von Corona-Restriktionen: Der Unterricht findet in Präsenz statt, unter der Maßgabe, dass regelmäßig gelüftet und auf Handhygiene geachtet wird. An Grundschulen haben Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schülerinnen und Schüler in Innenräumen Masken zu tragen. Tritt ein Corona-Fall auf, wechseln die Schulen in den Fernunterricht. An Hochschulen und Gymnasien können Schülerinnen und Schüler, die als enge Kontaktpersonen eingestuft werden, weiterhin am Präsenzunterricht teilnehmen, sofern sie vollständig geimpft sind. Ist dies nicht der Fall, wechseln sie für sieben Tage in den Fernunterricht. Sportunterricht ist drinnen wie draußen erlaubt, in Hallen wird jedoch auf Kontaktsport verzichtet. Die Regelungen sind Teil eines vierstufigen Öffnungsmodells.

Situation im Ortenaukreis (Stand: 23. September)

Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz in Baden-Württemberg ist nach Angaben des Landesgesundheitsamts leicht auf 2,11 Corona-Patientinnen und -Patienten je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner gestiegen. Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die aufgrund einer Covid-19-Infektion auf den Intensivstationen liegen, ist weiterhin leicht rückläufig und liegt am Donnerstag bei 195. 

91 Neu-Infektionen sind gemäß dem Landesgesundheitsamt am Donnerstag für die Ortenau bestätigt geworden. Dadurch sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz auf 89,7 und liegt weiterhin über dem Landesdurchschnitt von 81. Außerdem meldet die Behörde einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Von den 91 vom Landesgesundheitsamt für die Ortenau bestätigten Corona-Neu-Infektionen vom Donnerstag stammen jeweils 14 Fälle aus Kehl und Lahr, sechs aus Offenburg und neun aus Achern.

59 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner des Ortenaukreises sind vollständig gegen Corona geimpft.

Seit Beginn der Zählung im März 2020 haben in der Ortenau 589 Menschen ihre Corona-Infektion nicht überlebt.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Zählung 21 604 Menschen im Landkreis mit dem Virus angesteckt.

Derzeit müssen acht Patienten aufgrund einer schweren Corona-Erkrankung auf den Intensivstationen der Kliniken in der Ortenau behandelt werden; vier davon werden invasiv beatmet. 13 Intensivbetten sind noch frei (Stand: 24. September).

Situation im Elsass (Stand: 23. September)

Auf der französischen Rheinseite liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Unter-Elsass bei 65,8 und damit niedriger als in der Ortenau oder in Baden-Württemberg. Auf dem Gebiet der Eurométropole de Strasbourg ist der Inzidenzwert ebenfalls deutlich auf 98,8 gesunken.

65 Corona-Patienten werden derzeit in den unter-elsässischen Kliniken behandelt; 16 liegen auf den Intensivstationen.

Seit Beginn der Zählung am 1. März 2020 sind 1783 Menschen im Unter-Elsass im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben.

72,7 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner des Unter-Elsass sind vollständig geimpft. Damit liegt die Impfquote deutlich höher als in Baden-Württemberg.

Auch auf der französischen Rheinseite entspannt sich aktuell das Infektionsgeschehen.zoom

Aktuelle Quarantäne-Bestimmungen

Eine überarbeitete Corona-Verordnung zu Absonderungen ist am Dienstag, 14. September, in Kraft getreten und regelt die Voraussetzungen für Absonderungen und Quarantäne-Fälle.

Ausschlaggebend dafür, ob sich eine Person in häusliche Isolation begeben muss, ist nach wie vor das Testergebnis eines Corona-Erregernachweises. Wurde bei dem oder der Betreffenden eine Covid-19-Infektion mittels PCR- oder Antigen-Schnelltest nachgewiesen, folgt eine 14-tägige häusliche Isolation. Wer einen Selbsttest vornimmt und ein positives Ergebnis erhält, hat sich unverzüglich mittels PCR-Test auf den Corona-Virus zu testen. Währenddessen darf der Absonderungsort (etwa die eigene Wohnung) nur in dringenden Notfällen wie beispielsweise einem unaufschiebbaren Arzttermin oder einem Brand verlassen werden. Eine Ausnahme gibt es von der sogenannten Absonderungspflicht, wenn die Covid-19-Infektion mit einem Schnelltest festgestellt wurde, ein PCR-Test aber ein negatives Ergebnis ausweist.

In Quarantäne müssen sich Personen dann begeben, wenn nicht sie, sondern eine Haushaltangehörige oder ein Haushaltsangehöriger positiv auf den Corona-Virus getestet wurde. Die Quarantäne dauert gemeinhin zehn Tage ab Testdatum.

Die Dauer der häuslichen Isolation kann gemäß der aktualisierten Verordnung auf drei Wegen verkürzt werden:

  • Wenn am fünften Tag ein PCR-Test negativ ausfällt.
  • Wenn am fünften Tag ein Schnelltest negativ ausfällt und dieser Teil einer seriellen Testung ist.
  • Wenn am siebten Tag ein Antigen-Schnelltest negativ ausfällt.

Tritt ein Corona-Fall in einer Schule, Grundschulförderklasse, einem Schulhort, in Betreuungsangeboten der verlässlichen Grundschule oder in der flexiblen Nachmittagsbetreuung auf, haben sich die Schülerinnen und Schüler der betroffenen Klasse, Lern- oder Betreuungsgruppe an fünf Schultagen in Folge zu testen. Die Testpflicht gilt nicht für Kinder und Jugendliche mit vollständigem Impfschutz. Allerdings kann das Gesundheitsamt Quarantäneverfügungen verhängen, wenn sich herausstellt, dass der Klassen-, Lern- oder Betreuungsraum nicht ausreichend gelüftet und die Maskenpflicht nicht ausreichend erfüllt wurde.

In Kitas, Einrichtungen der Kinderpflege, Schulkindergärten und Horten müssen die Kinder der betroffenen Gruppe vor dem Wiederbetreten der Einrichtung einen tagesaktuellen Negativtest vorweisen. Ausnahmen gelten für immunisierte Kinder.

Handelt es sich allerdings bei der Corona-Infektion um eine besorgniserregende Virusvariante oder wird ein relevantes Infektionsgeschehen festgestellt, können dennoch Quarantänemaßnahmen durch das Gesundheitsamt ergriffen werden.

Geimpfte Bewohnerinnen und Bewohner in Pflege- und Senioreneinrichtungen sind nicht von der Quarantänepflicht ausgenommen. Gleiches gilt für geimpfte Patientinnen und Patienten in stationärer Behandlung im Krankenhaus oder in einer Reha-Klinik. 

Das Land hat häufig gestellte Fragen zur Corona-Verordnung Absonderung zusammengestellt.

Einzelhandel, Gaststätten, Unternehmen

Stadt stundet Unternehmen Steuern

Die Stadt unterstützt die Unternehmen in Kehl: Allen Unternehmen in Kehl, die aufgrund der Corona-Krise Probleme haben, ihre Steuerzahlungen pünktlich zu bezahlen, stundet die Stadt die Zahlungen zunächst für drei Monate zinslos, unbürokratisch und ohne weitere Prüfungen. Wenn ausreichende Gründe vorliegen, ist eine anschließende Ratenzahlung für maximal sechs Monate möglich.

Das entsprechende Antragsformular kann heruntergeladen und gerne per E-Mail an g.siebeneichner@stadt-kehl.de (oder per Post an: Stadt Kehl, Kommunale Abgaben, Herrn Gerd Siebeneichner, Rathausplatz 1, 77694 Kehl) geschickt werden.

Anträge zur Herabsetzung der Gewerbesteuervorauszahlungen ab dem Jahr 2020 sind an das Finanzamt zu richten. Auch beim Finanzamt wird darüber in einem vereinfachten Verfahren entschieden. Der entsprechende Antragsvordruck ist unter https://finanzamt-bw.fv-bwl.de/fa_offenburg abrufbar.

Newsletter und Hotline für Unternehmen

Weil auch für Unternehmer ein hoher Informationsbedarf besteht, stellt die Wirtschaftsförderung einen Newsletter zusammen, in dem auch die von Land und Bund angekündigten Hilfsmaßnahmen zusammengefasst werden. Firmen, welche diesen Newsletter künftig erhalten möchten, können sich unter der E-Mail-Adresse newsletter@marketing.kehl.de melden.

Das Land hat für Unternehmen in Baden-Württemberg  einen kostenlose Hotline eingerichtet, die unter der Telefonnummer 0800 40 200 88 von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 18 Uhr, erreichbar ist.


24.09.2021

 

Bekanntmachungen & Termine

 
 

Stadtverwaltung Kehl · Rathausplatz 1 · 77694 Kehl · Tel.: 07851 88-0 · Fax: 07851 88-1102 · info@stadt-kehl.de