Vor Corona: Kehl im regionalen Tourismus 2019 auf Spitzenposition

Blühende Natur, kulturelle Vielfalt und das französische Lebensgefühl ist auch nur einen Steinwurf weit entfernt: Kehl vereint für Reisefreudige viele interessante Merkmale, was sich 2019 in den Übernachtungszahlen der Stadt niedergeschlagen hat. „Das vergangene Jahr war ein gutes Tourismusjahr“, erklärt Antje Lenz, Bereichsleiterin Tourismus der Kehl Marketing. „Sowohl die Zahl der Übernachtungen, als auch die der Ankünfte ist merklich gestiegen.“ Der Wohnmobilplatz am Wasserturm war 2019 ebenfalls den Großteil des Jahres ausgebucht. Die 40 Stellplätze neben dem Kehler Freibad sind ein beliebtes Ziel für Reisende aus aller Welt.

„Kehl befindet sich bei den Übernachtungszahlen auf dem zweiten Platz im Ortenaukreis“, weiß Fiona Härtel, Geschäftsführerin der Kehl Marketing. „Natürlich ist uns Rust mit dem Europapark und den zahlreichen Themen-Hotels weit voraus.“ Reisende übernachteten vergangenes Jahr mehr als 260 000 Mal in der Rheinstadt, eine Steigerung von sieben Prozent im Vergleich zu 2018. Seit der Landesgartenschau 2004 nahm die Zahl der Übernachtungen sogar um beinahe 100 000 zu. „Der Andrang auf Inlandsreisen boomt schon seit geraumer Zeit, davon profitieren auch wir“, erklärt Antje Lenz. „Gleichzeitig ist man von hier aus auch schnell im französischen Ausland.“ So sei man stets sehr flexibel in der Gestaltung des Urlaubs in Kehl.

Kehl kann mit mehr als 260 000 Übernachtungen den zweiten Rang in der Tourismus-Rangliste des Ortenaukreises behaupten. In diese Statistik fließen auch die Urlauber auf dem Campingplatz mit ein. Normalerweise wäre der zu dieser Zeit bestens  belegt – wegen der Corona-Krise ist er geschlossen.zoom

Innerhalb der Tourismus-Region Schwarzwald landet die Stadt Kehl mit ihren Übernachtungszahlen auf dem 16. Platz, hinter Städten wie Freiburg, Karlsruhe oder Baden-Baden. Bei den Ankünften befindet sich die Rheinstadt sogar auf Rang elf. Dieser Unterschied in der Platzierung deutet auf eine besonders lange Aufenthaltsdauer der Reisenden in der Grenzstadt hin; Im Schnitt verweilen die Gäste länger als zwei Tage in den hiesigen Hotels. „Hier bleibt man im Land, kennt die Standards und die Gepflogenheiten, ist aber bei Bedarf schnell in einem anderen Kulturkreis“, erklärt Carolin Bohrer, Mitarbeiterin der Tourist-Information, die steigenden Zahlen. „Vor allem die grenzüberschreitende Tram mit ihren jährlich vier Millionen Einzelfahrten, ist ein Aushängeschild für Kehl geworden. Von vielen Besuchern wird die Straßenbahn in den höchsten Tönen gelobt.“

Der Wohnmobilplatz am Wasserturm war 2019 sieben Monate am Stück ausgebucht. Der Andrang auf die begehrten Stellplätze steigt seit Jahren stetig.zoom

Die Mitarbeitenden der Tourist-Information spüren den wachsenden Tourismus aber auch direkt vor Ort. „2019 hatten wir weit mehr als 23 000 Besucherinnen und Besucher, die zu den verschiedensten Themen eine Auskunft wollten“, erklärt Antje Lenz. Solch ein Andrang erhöhe seinerseits wieder das Angebot, erklärt sie weiter: „Wir haben die Zahl öffentlicher Gästeführungen 2019 noch erweitert. Sie sind vor allem bei Menschen aus der Region sehr beliebt.“

Wohnmobil-Gäste bunt gemischt

Mit weit mehr als 6000 Übernachtungen kommt ein Großteil der Reisenden aus dem Inland.zoom

Der Wohnmobilstellplatz am Wasserturm ist nicht in die Statistik der Übernachtungen miteingerechnet; Seine Auslastung spricht dennoch für sich. „Unsere städtischen Stellplätze sind mittlerweile zu mehr als 80 Prozent belegt“, weiß Fiona Härtel. „Diese Zahl täuscht allerdings etwas, da die Anlage in den Sommermonaten schon seit Jahren komplett ausgebucht ist.“ Damit es für die Wohnmobile auch künftig ausreichend adäquate Stellplätze gibt, möchte die Stadt ein weiteres Grundstück erschließen. Neben den deutschen Touristen sind vor allem auch die französischen Nachbarn auf dem Platz anzutreffen.

Wohnmobil-Gäste bunt gemischt

Seitdem der Stellplatz der Stadt zur Landesgartenschau 2004 seine Pforten geöffnet hat, zieht er Jahr um Jahr mehr Reisende an. Bereits 2008 konnte die Anlage ihren Erlös im Vergleich zur Eröffnung verdoppeln. Die Technischen Dienste erweiterten daraufhin die Stromversorgung auf der Fläche und stellten einen Kassenautomat auf, welcher den Reisefreudigen erlaubt, vor Ort einzuchecken. Da der Platz daraufhin in den Sommermonaten häufig voll belegt ist, wird er 2011 auf 40 Stellplätze erweitert. Vergangenes Jahr ist die Wohnmobil-Oase erneut in sieben Monaten komplett ausgebucht gewesen. Von April bis Oktober.
Mit weit mehr als 6000 Übernachtungen kommt ein Großteil der Reisenden aus dem Inland, wie die Länderkennzeichen an den Fahrzeugen verraten. Frankreich liegt mit 1600 Übernachtungen auf Platz zwei der Nationen-Rangliste am Wasserturm. Eine Tatsache die aufgrund der Grenznähe Kehls wenig verwunderlich ist. Aber auch Campingbusse mit Kennzeichen aus Italien und Spanien sind in der Rheinstadt immer öfter zu sehen. Im vergangenen Jahr verdoppeln sich die Übernachtungen aus den beiden Ländern beinahe auf mehr als 600, im Vergleich zu 2018. Allerdings werden nicht nur europäische Länder durch den Wohnmobil-Tourismus auf Kehl aufmerksam: Auch Reisende aus Neuseeland, Israel und Südkorea konnten sich 2019 für die Grenzstadt begeistern.

17.04.2020

 

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