Stadt sucht bei einem Fotowettbewerb die schönsten Vorgärten in der Rheinstadt

Zunehmende Versiegelungen in den Vorgärten lassen nach und nach das Grün aus dem Stadtbild verschwinden und bedrohen die Artenvielfalt heimischer Insekten. Um dieser Tendenz entgegenzutreten, hat die Stadt einen Fotowettbewerb ausgelobt: Unter dem Motto „Blühende Vorgärten in Kehl“ werden die schönsten Vorgärten in der Rheinstadt gesucht. Bürgerinnen und Bürger können sich ab Montag, 4. Mai, bis Freitag, 31. Juli, mit bis zu drei Bildern bewerben. Organisiert wird der Wettbewerb vom Bereich Stadtplanung/Umwelt sowie von der AG Blühendes Kehl.

„Der Vorgarten ist das Aushängeschild des Hauses und trägt durch eine ansprechende und offene Gestaltung viel zu einem angenehmen Wohnumfeld bei“, sagt die städtische Umweltpädagogin Insa Espig. Abwechslungsreich bepflanzte Vorgärten helfen, das Stadtklima zu verbessern. Pflanzen spenden Schatten, bremsen den Wind und filtern Feinstaub, erläutert sie. „Artenreiche Gärten bieten zudem Nahrung und Unterschlupf für viele Tierarten“, ergänzt Insa Espig. Umso kritischer sehe der Bereich Stadtplanung/Umwelt die vermehrte Versiegelung und Verkieselung von Flächen. „Mit dem Fotowettbewerb möchten wir Gärtnerinnen und Gärtner in den Mittelpunkt stellen, die zeigen, dass es auch anders geht“, erläutert Sarah Koschnicke, Umweltreferentin der Stadt.
Wer an dem Fotowettbewerb teilnehmen möchte, kann eine E-Mail mit seinen Fotos an umwelt@stadt-kehl.de schicken. Aus allen Einsendungen kürt eine Jury schließlich drei Gewinnerfotos und vergibt kleine Preise. Geplant ist zudem, die schönsten Bilder in einer kleinen Ausstellung zu präsentieren und in einem Fotokalender zusammenzutragen, der im Anschluss in teilnehmenden Geschäften erworben werden kann.
Worauf kommt es bei den Fotos an? Im Fokus stehen Insektenfreundlichkeit und Lebensraumvielfalt. Ein Augenmerk liegt auch auf der Verwendung heimischer Pflanzenarten. Eine Übersicht der Bestimmungen findet sich hier.

Was ist insektenfreundlich?

Als insektenfreundlich gilt ein Garten, wenn dort Blumen wachsen mit hohem Nektar- und Pollengehalt. Oftmals kommt es vor, dass bei Pflanzen die sogenannten Staubgefäße weggezüchtet werden. Diese dienen Bienen und Faltern jedoch als Nahrungsquelle. Zudem hilft es Insekten, wenn sie im Herbst Unterschlupfmöglichkeiten finden. Zudem empfehlen sich Nisthilfen und Insektentränken bei Trockenheit. Auf giftige Herbizide und Pestizide sollte verzichtet werden.

15.05.2020

 

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