Erleichterungen für deutsch-französische Familien beim Grenzübertritt – Brücken werden geöffnet, aber Kontrollen gehen weiter – Plattform der Passerelle wieder zugänglich

Die Lockerung der Grenzkontrollen zwischen Kehl und Frankreich betrifft vor allem Familien, die sich auf beide Rheinseiten verteilen. Unverheiratete Liebespaare ohne gemeinsamen Wohnsitz können sich wieder treffen; Familien wichtige Familienfeste wieder gemeinsam feiern oder Angehörige im Altersheim auf der anderen Rheinseite besuchen. Auch Arztbesuche und medizinische Behandlungen auf der jeweils anderen Rheinseite sind wieder möglich. Wer keinen solchen triftigen Grund hat, dem bleibt der Grenzübertritt weiterhin verwehrt. Die Tram fährt noch nicht wieder über den Rhein fährt und über die Passerelle kann man nicht in den Straßburger Teil des Gartens der zwei Ufer gelangen. Die Plattform der Passerelle ist allerdings vom Kehler Ufer aus ebenso wieder zugänglich wie die Trambrücke. Die Bundespolizei kontrolliert an beiden Brücken, ebenso wie an der Europabrücke. Wer versucht, die Absperrungen zu überwinden, dem drohen saftige Geldbußen. Der französische Innenminister Christophe Castaner hat sich mit seinem deutschen Kollegen Horst Seehofer darauf verständigt, dass es noch bis zum 15. Juni so bleiben soll.

Mitarbeitende des städtischen Betriebshofs haben am Freitagvormittag auf Wunsch der Bundespolizei die zwei Meter hohen Gitter an der Passerelle und am – normalerweise – für Fußgänger und Radfahrer nutzbaren Teil der Trambrücke entfernt. Verblieben war an der Passerelle bis Freitagnacht die rotweiße Absperrung; an der Trambrücke flatterte nur noch ein rotes-weißes Absperrband.

Seit Samstag ist die von der Bundespolizei bewachte Passerelle vom Kehler Rheinufer aus wieder zugänglich - wer möchte, kann hoch auf die Plattform gehen. Dort sind die beiden Stege zum Straßburger Teil des Gartens der zwei Ufer abgesperrt. Auch von der Trambrücke aus kann man auf den Rhein hinunterblicken oder hinüber nach Straßburg.

Wer die Grenzsperrungen ignoriert oder sich bei der Ein- oder Ausreise nicht an die Regeln hält, muss mit einer hohen Geldbuße rechnen.zoom

Wer über die Trambrücke in Richtung Straßburg geht, trifft am französischen Brückenfuß auf einen französischen Kontrollposten. Außer Grenzpendlern werden nur Personen durchgelassen, die einen triftigen Grund nennen können, warum sie Straßburger Territorium betreten möchten. Dazu zählen nun, anders als bisher, familiäre Gründe: das Wiedersehen mit dem Lebenspartner (auch ohne Trauschein und gemeinsamen Wohnsitz), der Besuch bei einem nahen kranken Verwandten oder andere wichtige familiäre Ereignisse. Die Einreisegründe in die Bundesrepublik  Deutschland hat die Bundespolizei zusammengefasst.

Wer von Kehl aus nach Frankreich einreisen möchte, muss sich auf der Internetseite des französischen Innenministeriums einFormular herunterladen (dieses steht in französischer und englischer Sprache zur Verfügung) und dieses ausfüllen.

Die Plattform der Passerelle des deux Rives ist von deutscher Seite aus wieder zugänglich. Der französische Teil des Gartens der zwei Ufer ist allerdings für alle Spaziergänger noch geschlossen - wie alle Parks in der Europastadt.zoom

Der Straßburger Teil des Gartens der zwei Ufer ist auch für die Straßburger Bevölkerung noch geschlossen - wie alle Parks in der Europastadt.

Der französische Teil des Gartens der zwei Ufer ist weiterhin geschlossen - auch für die Straßburgerinnen und Straßburger.zoom

16.05.2020

 

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