Karrierestart bei der Stadt bietet Perspektive und Vielfalt

Unzählige Jugendliche starten auch dieses Jahr wieder ins Berufsleben. Doch wie gelingt der Übergang in die Arbeitswelt möglichst reibungslos? Soll der erste Schritt eine Ausbildung sein, ein Studium oder die weiterführende Schule? „Die Stadt als Arbeitgeberin hat sich während meiner beruflichen Laufbahn gewandelt und ist stets vielseitiger geworden“, sagt Petra Fischer, Leiterin des Fachbereichs Zentrale Steuerung und Bürgerservice. „In Sachen Verwaltung, Soziales und Umwelt bieten wir Menschen aller Nationalitäten viele Wege bei der beruflichen Entwicklung. Im Gegenzug geben uns junge Beschäftigte wichtige Impulse.“

Für die jungen Karrierestarter (von links) Philip Johannes, Sophia Geyer und Marcel Hopp ist die Stadt der erste Schritt ins Berufsleben.zoom

„Den ersten Kontakt mit der Stadt als Arbeitgeberin hatte ich während meines Studiums bei einem Praktikum im Rathaus“, erklärt der 25-jährige Philip Johannes. „Jetzt leite ich die Ausländerbehörde.“ In Kehl unterstütze er Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit bei deren Alltagsfragen. „Es war schon immer mein Wunsch, mit verschiedenen Personen zu arbeiten und nicht jeden Tag die gleichen Prozesse vor mir zu haben“, sagt Philip Johannes. „Der Reiz an meinem Beruf ist die Abwechslung.“ Freie Stellen besetze man im Rathaus bewusst nicht nach Alter, sondern nach Eignung und Leidenschaft, bekräftigt Markus Sturm, Leiter des Bereichs Personal und Organisation. Einige neu entstandene Bereiche der Stadtverwaltung seien sogar auf junges Personal zugeschnitten. „Nächstes Jahr bieten wir erstmals das duale Studium Digitales Verwaltungsmanagement an“, ergänzt Kerstin Faschon, Beauftragte für Ausbildungen bei der Stadt. „Wir bieten jungen Menschen eine Perspektive.“ Eine Aussage, die sich auch in Zahlen belegen lässt: „Im vergangenen Jahr haben wir alle Verwaltungsfachangestellte und jede pädagogische Fachkraft übernommen“, sagt Markus Sturm. „Ein Ziel, das wir künftig ebenfalls anstreben, soweit es unsere wirtschaftliche Lage zulässt.“

Die Stadtverwaltung setzt bei Ausbildung und dualem Studium in erster Linie auf Weiterbeschäftigung.zoom

Wichtig sei allerdings in erster Linie, auf die Bedürfnisse der Azubis einzugehen und nicht allein auf die Stellenbeschreibung zu achten: „Ich war in der Zentralen Steuerung zuerst mit Themen konfrontiert, die mir viel zu politisch waren“, berichtet die 24-jährige Sophia Geyer. „Nach einem Gespräch mit meinen Vorgesetzten konnte ich problemlos in den Bereich Personal und Organisation wechseln, in dem ich mich bis heute wohl fühle.“ Das Betriebsklima im Rathaus beschreibt sie als positiv: „In der Ausbildung durchläuft man jeden Bereich der Verwaltung, weshalb man danach die Gesichter hinter den Abteilungen kennt“, erklärt Sophia Geyer. „Das baut automatisch Barrieren ab und wirkt sich positiv auf das Miteinander aus.“ Diese gute Atmosphäre möchten die Mitarbeitenden der Stadt auch nächstes Jahr mit den Karrierestarterinnen und -startern erreichen. „Für den Ausbildungsjahrgang 2021 haben wir noch freie Stellen. Die Bewerbungsfrist dafür endet im Oktober“, berichtet Markus Sturm. „Auf der Internetseite der Stadt gibt es für Interessierte neben einem Ausbildungsflyer auch eine Bewerberplattform, auf der sie im gleichen Schritt ihre Unterlagen für die jeweilige Wunschstelle einreichen können.“

Neben dem Rathaus zählt der Betriebshof ebenfalls zu den städtischen Ausbildungsstätten.zoom

Für Unentschlossene ist der Berufe-Check-Kehl die richtige Anlaufstation: „Zuerst dachte ich, dass die Stadt nur Verwaltungsberufe anbietet, aber über den Berufe-Check habe ich dann schließlich meine Ausbildung gefunden“, erläutert der 18-jährige Marcel Hopp, auszubildender Landschaftsgärtner beim Betriebshof. „Die Stelle ist ein Glücksfall für mich, meine Eltern haben eine eigene Gärtnerei. Der grüne Daumen liegt bei uns quasi in der Familie.“ Neben Alltagsarbeiten, wie der Pflege der städtischen Grünflächen, gibt es beim Betriebshof ebenfalls den ein oder anderen außerplanmäßigen Höhepunkt: „Erst vor ein paar Wochen haben wir eine neue Unterkunft für die lokalen Eidechsen gebaut“, erzählt der junge Mann aus Bodersweier. „Die abwechslungsreiche Arbeit für die Umwelt macht meine Stelle bei der Stadt spannend, davon erzählt man auch gerne mal abends beim Grillen.“

20.06.2020

 

Termine

 
 

Stadtverwaltung Kehl · Rathausplatz 1 · 77694 Kehl · Tel.: 07851 88-0 · Fax: 07851 88-1102 · info@stadt-kehl.de