Straßburger Oberbürgermeisterin schreibt an Ministerpräsident Kretschmann: Grenze muss passierbar bleiben

In große Sorge, das Robert-Koch-Institut könnte Frankreich als Hochinzidenz-Gebiet einstufen, wendet sich die Straßburger Oberbürgermeisterin Jeanne Barseghian in einem Brief an den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Sie bittet ihn darum, die bislang praktizierte 24-Stunden-Regelung auch in einem solchen Fall weiterhin aufrecht zu erhalten. Diese Regelung ermöglicht es Grenzpendlerinnen und -pendlern, die auf der französischen Rheinseite wohnen und in der Ortenau arbeiten, den Fluss zu überqueren, ohne einen negativen Corona-Test vorlegen zu müssen. Bei einer Hochstufung Frankreichs zum Hochinzidenz- oder gar zum Virusvarianten-Gebiet müssten sie sich alle zwei Tage einem Corona-Schnelltest unterziehen.

Dies könnte die Grenze schwer passierbar machen, betont Jeanne Barseghian gemeinsam mit Pia Imbs, Präsidentin der Eurométropole de Strasbourg, in dem Brief. Es müsse beim Erlass von Maßnahmen ein Gleichgewicht gefunden werden zwischen der Reduktion der Ausbreitung des Virus und der Lebensqualität der Menschen im rheinübergreifenden Lebensraum, argumentiert die Straßburger Oberbürgermeisterin. Die Politiker auf beiden Rheinseiten müssten alles tun, um zu verhindern, dass es wieder zu einer Grenzschließung wie im Frühjahr 2020 komme, die „für zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner des gemeinsamen Lebensraumes eine schmerzhafte Erinnerung bleibe“. Die Stadt Straßburg und die Eurométropole würden am Donnerstag, 11. Februar, mit ihren deutschen Partnern in der grenzüberschreitenden Arbeitsgruppe die notwendige Abstimmung der Corona-Maßnahmen zwischen Deutschland und Frankreich erörtern, kündigt die Straßburger Oberbürgermeisterin in ihrem Schreiben an.

10.02.2021

 

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