Radschnellweg von Offenburg über Kehl nach Straßburg kann geplant werden: Land übernimmt den Großteil der Kosten

Jetzt kann es losgehen: Das Land Baden-Württemberg hat bekanntgegeben, dass es für den grenzüberschreitenden Radschnellweg von Offenburg über Willstätt und Kehl bis nach Straßburg die Verantwortung für die Planung, den Bau, den Betrieb und die Unterhaltung übernimmt. Dort, wo der neue Radschnellweg durch die Stadt führt, muss Kehl allerdings die Unterhaltungskosten selber tragen. Planung und Bau werden aber von Bund und Land mit fast 90 Prozent bezuschusst. „Die Nachricht, dass das Land die Baulast für den Radschnellweg übernimmt und damit eine sehr hohe Förderquote für Planung und Bau ermöglicht, freut mich sehr“, reagiert Oberbürgermeister Toni Vetrano auf die gute Nachricht aus dem Verkehrsministerium. „Dass die Verbindung mit dem Straßburger Radwegenetz erwähnt wird, zeigt, dass unser grenzüberschreitender Lebensraum auch in Stuttgart wahrgenommen wird.“

Für OB Vetrano ist die Zusage des Landes darüber hinaus ein Beweis dafür, dass „die Zusammenarbeit in der Region sehr gut funktioniert“. Er erinnert daran, dass der Regionalverband Südlicher Oberrhein die Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben und den Abstimmungsprozess mit dem Land koordiniert hat. Der Ortenaukreis übernehme nun einen Großteil der Planungsarbeit. Damit dieser nächste Schritt erfolgen kann, werden das Regierungspräsidium Freiburg und der Ortenaukreis eine Planungsvereinbarung schließen. „Die intensive Abstimmung zwischen den beteiligten Kommunen, dem Landkreis und der überregionalen Ebene ermöglicht uns, dass wir die Mobilitätswende effizient und strukturiert angehen können“, erklärt Toni Vetrano.

Über die Trambrücke soll der Radschnellweg Offenburg-Willstätt-Kehl mit dem Straßburger Radwegenetz verbunden werden.zoom

Die Trasse

Der Radschnellweg soll von Offenburg kommend an der Kinzig entlang und durch Willstätt geführt werden. Im weiteren Verlauf werden Odelshofen, Kork und Neumühl eine direkte Anbindung erhalten. Über die Neumühler Brücke – über welche die Radwegeführung im Zuge des Baus des Radschnellweges deutlich verbessert werden soll – kommen die Radfahrerinnen und Radfahrer am Schulcampus und den Freizeiteinrichtungen entlang der Vogesenallee an. Von dort geht es weiter bis zum Rhein; die Verknüpfung mit dem Straßburger Radwegenetz erfolgt über die Trambrücke.

Ein Radschnellweg ist

• mindestens fünf Kilometer lang;
• auf seiner überwiegenden Länge vier Meter breit;
• eine interkommunale, weitgehend kreuzungsfreie Verbindung;
• eine bevorrechtigte Führung von Radfahrenden;
• von Bedeutung für den Radverkehr im Alltag und das heißt: Er wird auf dem überwiegenden Teil der Gesamtstrecke von mindestens 2000 Radlerinnen und Radlern in 24 Stunden genutzt.

17.02.2021

 

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