Privatkonzerte unter vier Augen: Kulturbüro stellt neues Format vor

Ab sofort können in Kehl kleine Privatkonzerte mit Künstlerinnen und Künstlern aus den Genres Klassik, Jazz und Pop verschenkt werden. „Tête-à-tête“ nennt sich das neue Format, das sich das Kulturbüro der Stadt überlegt hat. Dabei sitzen die Konzertbesucher auf der Bühne im Kulturhaus, während die Musikerinnen und Musiker nur für sie ausgewählte Stücke darbieten. Das Format richtet sich an alle, die ihren Liebsten ein besonderes Geschenk machen – beispielsweise zum Muttertag - oder schlicht Danke sagen wollen. Finanziert werden die Minikonzerte durch Bundesmittel sowie durch gespendete Eintrittsgelder von Kehlerinnen und Kehler.

„Jedes Konzert ist ein Privatkonzert für eine einzelne Person“, erläutert Kulturbüroleiterin Stefanie Bade. Währenddessen sitzen die Zuhörerinnen und Zuhörer mit den Künstlerinnen und Künstlern auf der Bühne und kommen ihnen so nahe, wie es bei einem klassischen Kammerkonzert nicht möglich wäre. „Selbstverständlich werden wir alle Corona-Regeln beachten“, betont Stefanie Bade. Die Minikonzerte dauern – je nach Programm – zwischen zwölf Minuten und einer Viertelstunde. Die beiden international renommierten Pianisten Frank Dupree (Gewinner des Opus Klassik 2018) und Anna Zassimova aus Baden-Baden (Chopin-Expertin) haben sich spontan bereit erklärt, ab Mitte Mai bei dieser Aktion mitzuwirken. Weitere Zusagen kommen von Matthias Hautsch (Gitarre), Natalia Dauer (Cello) und Anja Gerter (Geige). Nach den Auftritten wird der Konzertsaal coronakonform durchgelüftet.

Zu den Künstlerinnen und Künstlern, die sich an dem neuen Format beteiligen, gehört auch die Pianistin Anna Zassimova aus Baden-Baden. Bildrechte: Victoria Pagezoom

„Die Minikonzerte sind eine Reaktion auf die Bundesnotbremse und die Perspektivlosigkeit in der Kultur“, erläutert Stefanie Bade. Konzipiert sind sie – ausgehend von der Corona-Verordnung des Landes – wie das private Treffen einer Person mit einem weiteren Haushalt. „Normalerweise wäre so etwas aus finanziellen Gründen gar nicht machbar“, sagt die Kulturbüroleiterin. Die Bundesfördermittel aus dem Programm Neustart Kultur sowie die gespendeten Eintrittsgelder des Kehler Publikums machen die „Tête-à-tête“-Konzerte in begrenzter Anzahl in der zweiten Maihälfte möglich.

Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher können gemeinsam mit Pianist Frank Dupree auf der Bühne sitzen. Ein Minikonzert dauert - je nach Programm - zwischen zwölf und 15 Minuten. Bildrechte: Marco Borggrevzoom

Die Eintrittskarte für ein Konzert unter vier Augen kostet 25 Euro (zuzüglich üblicher Vorverkaufsgebühren). Möglich ist auch ein Konzertbesuch zu zweit für Personen aus einem gemeinsamen Haushalt. Hierfür kostet ein Ticket 45 Euro. „Kostendeckend ist das natürlich bei Weitem nicht“, sagt Stefanie Bade. Die Musiker erhielten für ihre Beteiligung ein angemessenes Honorar. „Uns ist wichtig, ein positives Zeichen zu setzen: Für die Unterstützung freier Musikerinnen und Musiker sowie für alle, die Kontakte und Begegnungen genauso vermissen wie Livekonzerte“, erläutert die Kulturbüroleiterin.

Tickets, Termine sowie Informationen zu den Programmen und beteiligten Künstlern finden sich unter www.kultur.kehl.de. Dort können die Minikonzerte auch direkt online gebucht werden. Karten gibt es zudem in der Tourist-Information und können unter der Telefonnummer 07851 88-1555 bestellt werden.

29.04.2021

 

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