25 geförderte Wohnungen und ein neuer Tafelladen: Bauarbeiten an der Vogesenallee sind angelaufen

25 Zwei- bis Fünf-Zimmerwohnungen, 50 bis 100 Quadratmeter groß, in vier Baukörpern angeordnet um einen grünen Innenhof entstehen derzeit an der Vogesenallee. Im Erdgeschoss bekommt die Tafel eine 300 Quadratmeter große Fläche und damit ein Ladenlokal, das diesen Namen auch verdient. Bauherrin des 7,5-Millionen-Euro-Projekts ist die Städtische Wohnbaugesellschaft Kehl mbH. Der Spatenstich – beziehungsweise Baggerbiss – mit Oberbürgermeister Toni Vetrano und Wohnbau-Geschäftsführer Jurij Kern hat bereits coronakonform im kleinen Kreis stattgefunden; im ersten Halbjahr 2023 sollen die neuen Mieter und die Tafel einziehen können. Auch die Gemeinwesenarbeit zieht von der Schutterstraße in die Vogesenallee mit um. „Dass wir in unserer Stadt für alle Bevölkerungsschichten bezahlbaren Wohnraum anbieten können, ist mir ein großes Anliegen“, betont Oberbürgermeister und Wohnbau-Aufsichtsratsvorsitzender Toni Vetrano die Bedeutung des Projekts. 1,5 Millionen Euro hat der Gemeinderat der Wohnbau dafür zur Verfügung gestellt.

Auf drei Geschosse verteilen sich die 25 Wohnungen in den vier miteinander verbundenen Baukörpern neben dem neuen REWE-Markt und schräg gegenüber von der Kindertageseinrichtung Sundheim an der Vogesenallee. Durch diesen Kniff kann der gesamte Komplex mit einem Aufzug erschlossen werden. Das spart ebenso Kosten wie der Umstand, dass sich die Grundrisse der Wohnungen gleichen, welche die gleiche Quadratmeterzahl umfassen. Alle Wohneinheiten sind mit Balkonen und großen Fenstern ausgestattet. Damit die künftigen Mieter die Wohnfläche optimal nutzen können, wurde versucht, auf Flure so gut wie möglich zu verzichten und diese lieber offenen Wohn-Ess-Bereichen zuzuschlagen. Eine Herausforderung für die Städtische Wohnbau war der Lärmschutz an der Vogesenallee: „Mit unserem Konzept schaffen wir ein Beispiel dafür, dass auch an einer stark frequentierten Straße qualitativ hochwertiger und bezahlbarer Wohnungsbau möglich ist“, freut sich Jurij Kern.
Mit den modernen und effizienten Grundrissen könne die Wohnbau, ist er überzeugt, „der Nachfrage einer breiten Schicht der Bevölkerung gerecht werden“. Angeboten werden sollen die neuen Wohnungen zunächst verdienten und langjährigen Mietern der Wohnbau. „Das Projekt haben wir so konzipiert, dass schönes Wohnen und bezahlbare Mieten nicht miteinander in Konflikt stehen“, erläutert Jurij Kern und macht deutlich, dass das für ihn auch die Betriebskosten umfasst: Dass es nur einen Aufzug gibt, „schont auch den Geldbeutel der Mieter“, weil sich der Wartungsaufwand reduziert. Beheizt wird das Gebäude über eine umweltfreundliche und energiesparende Pelletanlage. Die Dachfläche wird komplett begrünt und so vorbereitet, dass sie an einen Betreiber einer Photovoltaikanlage vermietet werden kann.

Mit Spaten und Bagger wurde der Baubeginn für das Bauprojekt der Städtischen Wohnbau an der Vogesenallee begangen (von links an den Spaten): Wohnbau-Geschäftsführer Jurij Kern, Klaus Adam vom gleichnamigen Rohbauunternehmen und Architekt Mario Hanseat von der Planschmiede Hansert; im Bagger Oberbürgermeister Toni Vetranozoom

Ein für die Hausgemeinschaft wichtiges Element ist der grüne, mehr als 100 Quadratmeter große Innenhof, welcher der Begegnung, aber auch als Spielfläche für die Kinder dienen soll. „Sicher werden wir den Hof auch für die eine oder andere Gelegenheit nutzen, um mit unseren Mietern Feste zu feiern“, kündigt Jurij Kern an. Veranstaltungen der Gemeinwesenarbeit sollen hier ebenfalls für Leben sorgen. Neben den Balkonen bilden die Laubengänge, welche die Baukörper verbinden, Frischlufträume, in denen Bänke zum Verweilen einladen. Damit die Bewohnerinnen und Bewohner gerne ihre Fahrräder nutzen, werden diese leicht zugänglich in einem ebenerdigen Abstellraum untergebracht und müssen nicht aus einem Fahrradkeller hochgetragen werden. 29 Stellplätze für die Autos der Mieter sind um den Gebäudekomplex herum angeordnet.

25 geförderte Wohnungen und der Tafelladen werden im neuen Gebäude der Städtischen Wohnbau GmbH an der Vogesenallee untergebracht.zoom

Im Erdgeschoss wird die Kehler Tafel einziehen und die kleinen, engen Räume in der Schutterstraße gegen eine modern gestaltete 300 Quadratmeter große Ladenfläche eintauschen, mit Kühlraum und ebenerdiger Anlieferung. Im Geschoss obendrüber wird die Gemeinwesenarbeit 126 Quadratmeter Fläche bekommen, um ihre gewohnten Dienstleistungen für den Stadtteil anbieten zu können. „Wir freuen uns sehr, dass wir diese für unsere Stadt wichtigen Einrichtungen als Mieter gewinnen konnten“, sagt Jurij Kern. Für Oberbürgermeister Toni Vetrano ist der neue Gebäudekomplex „Stadtentwicklung in Reinkultur“ und ein wichtiger Beitrag, um „die soziale Balance in unserer Stadt zu erhalten“.

27.05.2021

 

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