Kulturhausnächte nähern sich dem Thema Inklusion mit Witz und Humor

Die Kulturhausnächte gehen in die zweite Runde: Am Mittwoch, 4. August, dreht sich das Programm um das Schwerpunktthema Inklusion. Dabei soll es keineswegs schwermütig und belehrend zugehen. Vielmehr haben das Kulturbüro, die Integrationsbeauftragten Raya Gustafson und Robyn Tropf sowie der Inklusionsbeauftragte Nicolas Uhl einen humorvollen und unterhaltsamen Ansatz gewählt. Ab 18 Uhr steht Stand-up-Comedian Martin Fromme auf der Bühne vor dem Kulturhaus, im Anschluss wird die französische Erfolgskomödie „Ziemlich beste Freunde“ gezeigt.

Die Kombination aus Veranstaltungen unter freiem Himmel und anschließendem Filmabend im Kulturhaus ist bei den Besucherinnen und Besuchern der Kulturnacht zum Auftaktthema Integration gut angekommen. Die entsprechenden Tickets waren zügig vergriffen. Nun folgt mit die zweite und letzte Kulturnacht 2021 mit dem Schwerpunkt Inklusion. Dabei darf und soll bei diesem gesellschaftlich wichtigen Thema auch gelacht werden. In seinem Soloprogramm „Glückliches Händchen“ wirft Martin Fromme einen humorvoll-satirischen Blick auf Inklusion und den Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Wortwitz und Provokationen gehören zum Repertoire des Komikers, der mehr als 30 Jahre Bühnen- und Fernseherfahrung aufweisen kann und dem seit seiner Geburt der linke Unterarm fehlt. Gegen 19.30 Uhr klingt die Kulturnacht mit dem Film „Ziemlich beste Freunde“ über die ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem arbeitslosen Ex-Häftling Driss (Omar Sy) und dem querschnittsgelähmten Hotelbesitzer Philippe (François Cluzet) aus. „Mit dem kostenlosen kulturellen Angebot auf dem Vorplatz des Kulturhauses möchten wir durch vielfältige musikalische, literarische und humorvolle Darbietungen zu den Themen Integration und Inklusion alle dazu einladen in Kontakt zu kommen und als Gesellschaft weiter zusammenzuwachsen“, sagt der städtische Inklusionsbeauftragte Nicolas Uhl.

Der Kulturhausvorplatz soll bald wieder zu einem lebendigen Ort werden: Bei den Kulturhausnächten können sich die Gäste auf Filme, Comedy und eine Podiumsdiskussion freuen.zoom

„Mit den Kulturhausnächten möchten wir den Menschen nach der schweren Corona-Zeit wieder die Chance geben, miteinander ins Gespräch zu kommen und gleichzeitig wichtige soziale Fragen aufzeigen“, erklärt Nicolas Uhl, Inklusionsbeauftragter der Stadt und einer der Köpfe hinter der Veranstaltungsreihe. Gemeinsam etwas zu erleben und zusammen zu lachen, stehe im Mittelpunkt der beiden Abende. Soziale Themen müssten dabei nicht zwangsläufig bierernst oder langweilig sein: „Filme wie Star Wars zeigen mit den facettenreichen Außerirdischen naturgemäß eine Gesellschaft ohne große Barrieren und bieten zudem noch einen hohen Unterhaltungswert“, umreißt Nicolas Uhl die Gedanken, aus denen schließlich die Kulturhausnächte entstanden sind. „Zum Auftakt steht die Frage nach der Identität im Bezug zur Familienkultur im Fokus“, sagt Raya Gustafson, Integrationsbeauftragte der Stadt Kehl. Wie lebt sich Integration in der Familie?  „Wir möchten mit den beiden Abenden einen Akzent setzen: Es soll darum gehen, mutig in die Zukunft zu schauen und der Vielfältigkeit mit Freude zu begegnen“, sagt der Fachbereichsleiter für Bildung, Soziales und Kultur, Dr. Marcus Kröckel.

Die Kulturhausnächte sollen zudem als Alternative für den Culture-Day dienen, welcher aufgrund der Corona-Pandemie und dem strikten Kontaktverbot im vergangenen Jahr nicht stattfinden konnte: „Uns war es wichtig, den Kehlerinnen und Kehlern so schnell wie möglich wieder Veranstaltungen anbieten zu können“, erläutert Julien Schaffhauser vom Kulturbüro. Getreu seinem Namen war der Culture-Day als großes Fest geplant, bei dem kulinarische Genüsse aus mehreren Kulturkreisen die Vielfalt Kehls zeigen sollten. Mithilfe der Offenen Jugendarbeit und mehreren Kehler Vereinen, wurden Musik- und Tanzeinlagen, sowie Sportangebote geplant. Bei den Kulturhausnächten können Speisen und Getränke aufgrund des Corona-bedingten Hygienekonzepts nicht ausgegeben werden, es spräche allerdings nichts dagegen, selbst welche mitzubringen, bekräftigt Julien Schaffhauser.

Eintrittskarten

Auch die zweite Kulturnacht am 4. August ist kostenlos. Dennoch muss vorab eine Eintrittskarte gelöst werden. Auf diesem Weg sollen die coronabedingten Zuschauergrenzen eingehalten werden. Für die Kulturnächte gibt es zwei Ticketvarianten: Ein Komplettangebot, das den Open-Air-Teil und den anschließenden Spielfilm umfasst, sowie ein Ticket für die Veranstaltung unter freiem Himmel. Die Eintrittskarten gibt es bei der Tourist-Information an der Rheinstraße, telefonisch unter 07851 88-1555 oder per E-Mail an tourist-information@marketing.kehl.de erreichbar. Alternativ sind sie auch unter www.ortenaukultur.de erhältlich. Hier fällt eine Servicegebühr an.

Die Kulturhausnächte symbolisieren einen Neustart für große Veranstaltungen in Kehl; das Hygienekonzept der beiden Abende kann späteren Aufführungen und Konzerten als Vorbild dienen.zoom

29.07.2021

 

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