Mehrstündiger Großeinsatz der Feuerwehr am Pumpwerk in Goldscheuer

Das Pumpwerk in Goldscheuer nahe der Naturbadestelle und des Jugendtreffs Badhiesel ist am Donnerstagabend Schauplatz eines mehrstündigen Löscheinsatzes gewesen, an dem Einsatzkräfte aus der Kernstadt, Goldscheuer/Hohnhurst, Offenburg, Willstätt und Neuried beteiligt waren. Ein technischer Defekt hatte ein Feuer in der Dachhaut des Pumpwerks ausgelöst. Die Pumpen mussten trotz derzeitiger Hochwasserlage angehalten werden.

„Die größte Herausforderung war es, den Brandherd zu finden“, berichtet Einsatzleiter Hervé Voltz. Als die ersten Einsatzkräfte kurz nach 17.30 Uhr anrücken, sind zwei Mitarbeitende des Pumpwerks vor Ort. Das Gebäudeinnere ist komplett verraucht; woher das Feuer kommt, lässt sich zu Beginn nicht ausmachen. Ein Techniker schaltet kurz darauf die drei Pumpen, die der Grundwasser-Regulierung dienen, also dem Absenken des Grundwassers, und in der momentanen Hochwasserlage gefordert sind, vorerst stromlos. Die Löscharbeiten der Feuerwehr können beginnen. Ein technischer Defekt in der Anlage hat für eine starke Hitzeentwicklung gesorgt. Die Hitze ist über den Kamin bis unter die Dachhaut gelangt, wo sie unter anderem das Dämmmaterial entzündet hat. Mit zwei Drehleitern und unter Atemschutz begeben sich die Löschkräfte auf das Dach des Pumpwerks, um von dort aus nach der Brandursache zu suchen. Mit sogenannten Einreißhaken öffnen sie Teile der Dachhaut, aus einigen Löchern schlagen ihnen prompt Flammen entgegen. Löschwasser wird von den Feuerwehrleuten am Boden auf das Dach gespritzt und gelangt über die eingerissenen Löcher unter die Dachhaut. Insgesamt 50 Einsatzkräfte sind an diesem Samstagabend vor Ort, sie kommen aus der Kernstadt, aus dem Ausrückbereich Goldscheuer-Hohnhurst, aus Offenburg (samt Drehleiter), aus Willstätt (Führungsgruppe und Atemschutzträger) sowie aus Neuried (ebenfalls Atemschutzträger). Einsatzkräfte der Polizei und des Rettungsdiensts sind gleichfalls vor Ort. Schaulustige rings um die Naturbadestelle verfolgen die Löscharbeiten. Um auch die letzten verbliebenen Glutnester zu löschen, entnehmen die Einsatzkräfte die Schaumstoffisolierung aus der obersten Dachhaut.

Gegen 22 Uhr waren die Löschkräfte am Pumpwerk in Goldscheuer noch immer gefordert. zoom

Es sollte bis kurz nach 22 Uhr dauern, ehe der Einsatz beendet ist. Der Erste Beigeordnete Thomas Wuttke machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Abschließend wurde die Einsatzstelle aufgeräumt, damit die funktionierenden Pumpen zügig wieder in Betrieb genommen werden konnten.

18.07.2021

 

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