Wenn der Fußball zum Golfball wird: Ferienprogramm Kehler Unternehmen

Kokosnussjagden, Reitstunden, Musikworkshops und Stockbrotgrillen am Lagerfeuer – das Betreuungsprogramm der Diakonie Kork für die letzten drei Wochen der Sommerferien im Haus der Jugend gestaltete sich abwechslungsreich. Das Angebot war Teil des Ferienprogramms Kehler Unternehmen (FKU). Mitarbeitende beteiligter Firmen konnten ihre Kinder einen oder mehrere Tage anmelden. Die Stadt Kehl und die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH gehören zu den Unterzeichnern der ersten Stunde.

Mit einem großen Platscher landet der Fußball im Wasserband, zwischen Altrhein und dem Garten der zwei Ufer. Der Schütze, der zehnjährige Raphael mit dem selbstgemalten España-Anstecker, schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Eigentlich wollte er den Ball mit einem gekonnten Schuss über das Wasser und in das große Kletterschiff im Sandkasten bugsieren. Denn bei der Fußball-Golf-Weltmeisterschaft kommt es darauf an, das Ziel mit möglichst wenig Treffern zu erreichen. Betreuer Mario Schmidt von der Diakonie Kork fischt den Ball aus dem Wasser und platziert ihn direkt am Uferrand. Die Fußball-Golf-WM ist Teil des Ferienprogramms Kehler Unternehmen im Haus der Jugend. Im Vorfeld konnten sich die Mädchen und Jungs aussuchen, für welches Nationalteam sie antreten wollen und einen entsprechenden Anstecker gestalten – mit dem Ergebnis, dass Spanien in der Gruppe von Mario Schmidt überproportional vertreten ist. Dann legt sich Yannik, ebenfalls aus dem spanischen Fußball-Golf-Team, den Ball zurecht, nimmt erst Maß, dann Anlauf, tritt fest gegen die Kugel und versenkt sie ebenfalls im Wasserband. Die fünfte von insgesamt sieben Stationen präsentiert sich als fußballerische Herausforderung und steigert damit gleichzeitig den Spaß-Faktor. „Die Station hat am meisten Spaß gemacht“, sind sich die Schützen einig, als ihre Bälle im ausgewiesenen Ziel gelandet sind. Unterwegs zur nächsten Station kommt ihnen eine Mädchengruppe entgegen. Auch sie sind zur Ferienbetreuung der Diakonie angemeldet. Fußbälle haben sich jedoch nicht unter den Armen. Die FKU-Programmpunkte sind keine Pflichtveranstaltungen, sondern ein Angebot. Wer nicht mitmachen möchte, hat die Freiheit sich anderweitig die Zeit zu vertreiben, etwa mit einem Spaziergang durch das Rheinvorland. „Fünf Kinder sind zusätzlich auf einem Reiterhof in Willstätt-Sand“, erläutert Mario Schmidt. Selbstbestimmung ist den Betreuerinnen und Betreuern ein wichtiges Anliegen. Ob beim Tagesprogramm oder beim Speiseplan, die Kinder und Jugendlichen dürfen und sollen bei der Feriengestaltung mitentscheiden. „Deswegen gibt es heute auch ein Spätzle-Gericht zum Mittagessen“, berichtet Mario Schmidt.

An durchnummerierten Stationen stellen die Kinder ihr fußballerisches Geschick unter Beweis.zoom

Für das Organisationsteam der Diakonie Kork ist es bereits das zweite Sommerprogramm unter Pandemiebedingungen. Vorsorglich ist die tägliche Teilnehmerzahl auf 25 bis 30 Kinder begrenzt worden. Mit der Auslastung sind die Verantwortlichen jedoch zufrieden: „Es läuft gut. Wir haben jeden Tag zwischen 25 und 28 Kinder. Damit kommen wir unserer Wunschauslastung sehr nahe“, resümiert Mario Schmidt. Was das Organisationsteam besonders freut: „Immer wieder kommen neue Kinder, die noch nie da waren“, berichtet Mario Schmidt.

Hintergrund

Derzeit beteiligen sich 17 Betriebe an der Ferienbetreuung Kehler Unternehmen. Bei Interesse können sich Firmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Kehl jederzeit an die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH wenden.

09.09.2021

 

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