Projekt Diptyk: Fotokünstler stellen auf beiden Rheinseiten im Garten der zwei Ufer aus

Ein gefaltetes Papierschiffchen, das in einer Badewanne schwimmt, verregnete Fensterscheiben oder verschwommene Hausansichten – auf beiden Rheinseiten des Gartens der zwei Ufer gibt es seit Kurzem eine Reihe eindrücklicher Fotografien zu entdecken. Sie sind Teil des Projekts Diptyk und stellen grenzüberschreitende fotografische Dialoge zwischen den Künstlerinnen und Künstlern, aber auch zwischen Werk und Betrachterin und Betrachter dar. Die Ausstellung, die die Fotografie als Mittel der Kommunikation präsentiert, kann bis zum 28. November in Kehl und Straßburg besichtigt werden.

Künstlerinnen und Künstler des Diptyk-Projekts betrachten eine Installation im Garten der zwei Ufer. Bildrechte: Michael Witte/Kunstschule Offenburgzoom

Für ein halbes Jahr haben sich 24 deutsche und französische Künstlerinnen und Künstler über eine Online-Plattform zu Themen wie „Wo lebst du gerade?“, „Wie würde die Welt aussehen, in der du in 20 Jahren lebst?“, „Flux“ und „Traum“ ausgetauscht. Das Besondere: Statt Sprach- oder schriftlichen Nachrichten ließen sich die Kunstschaffenden selbst aufgenommene Fotografien zukommen. Ziel dieses Austauschs war es laut Michael Witte, fachlicher Leiter der Kunstschule Offenburg, herauszufinden, was die Künstlerinnen und Künstler beiderseits des Rheins verbindet – und was sie trennt. Diptyk-Projektleiterin Nica Junker fügte hinzu, es sei ein interessanter Prozess gewesen, wie sich in den Projektgruppen über die Zeit eine eigene visuelle Sprache entwickelte. Für Teilnehmerin Elena Geppert, die gezielt den Austausch mit den übrigen Fotokünstlerinnen und -künstlern gesucht hatte, war besonders interessant, inwiefern sich die Bildmotive durch die fehlende sprachliche Kommunikation veränderten. „Es war ein bisschen wie stille Post“, resümierte sie. Bis Montag, 28. November, können Interessierte die Ergebnisse des grenzüberschreitenden fotografischen Dialogs im Garten der zwei Ufer und am Eingang zum Kulturhaus betrachten. Über einen Beamer projizieren Mitarbeitende des Kulturbüros bis zum Ausstellungsende täglich alle im Rahmen des Projekts entstandenen Bilder an die Glasscheibe des Kulturhauses.

Hintergrund

Diptyk ist ein gemeinsames Kunstprojekt der Straßburger Galerie La Chambre und der Kunstschule Offenburg, das unter anderem durch Interreg gefördert wird. Weitere beteiligte Projektpartner sind die Diakonie Kork, Drac – Exposition, die Haute école des arts du Rhin, dem Office franco-allemand pour la Jeunesse und der Eurométropole de Strasbourg Service Relations Internationales. Kofinanziert wird Diptyk vonseiten der Kunstschule Offenburg sowie von der Baden-Württemberg Stiftung im Programm Nouveaux horizons.

05.10.2021

 

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