Chlorgasalarm am Auenheimer Freibad: Rasches Eingreifen von Feuerwehr und TDK wendet Schaden ab

Aufgrund eines Chlorgasalarms ist die Feuerwehr am Montag gegen 13.30 Uhr zum Freibad in Auenheim ausgerückt. Im Entwässerungssystem des Bades hatte es nach Reinigungsarbeiten mit einer Salzsäure- und einer Natriumhypochloritlösung eine chemische Reaktion gegeben, bei der sich das gefährliche Chlorgas bildete. Nachdem die Feuerwehr mit Unterstützung der TDK das betroffene Kanalleitungssystem ausfindig machen konnte, wurde das nächstgelegene Abwasserpumpwerk abgeschaltet und die Chemikalie mit reichlich Beckenwasser verdünnt, um Schäden in der Kläranlage in Auenheim zu verhindern.

Für die 26 Einsatzkräfte der Feuerwehr und die Mitarbeitenden der Bäderbetriebe sowie der Abwasserversorgung gestaltete sich die Suche nach dem Chlorgemisch zunächst schwierig: Aus den geöffneten Gullydeckeln auf dem Parkplatz vor dem Freibad trat der charakteristische Chlorgeruch aus. Die Befürchtung, dass das Gemisch über das Oberflächenentwässerungssystem in den nahen Prestelsee gelangen könnte und dort zu Umweltschäden führt, bestätigte sich jedoch nicht. Stattdessen war das Gemisch in die Kanalisation gelangt. Damit es von dort aus nicht die Kläranlage in Auenheim erreicht, wurde die Leitung an dem zwischengeschalteten Schneckenpumpwerk geschlossen. Dadurch bildete das Schmutzwassersystem des Bades ein geschlossenes System. Um die Chemikalie zu verdünnen, wurde mittels Umwälzpumpe Beckenwasser aus dem Freibad in die Kanalisation eingeleitet. Mit dem Ergebnis, dass der pH-Wert des Schmutzwassers auf ein neutrales Niveau von 7 anstieg. Anschließend konnte das Schmutzwasser wieder an die Kläranlage weitergeleitet werden. Als Vorsichtsmaßnahme werden die Technischen Dienste auch am Dienstag noch Beckenwasser einleiten lassen.

Am Auenheimer Freibad ist am Montagmittag Chlorgas ausgetreten.zoom

Zwei Chemikalien, die zusammen Chlorgas erzeugen, waren im Auenheimer Freibad versehentlich in den Schmutzwasserkanal gegeben worden. Das gefährliche Gas kann bei längerem Einatmen zu Schäden in der Lunge führen. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr und der Technischen Dienste konnten Schäden an der Auenheimer Kläranlage abgewendet werden. Insgesamt gerieten rund 60 Liter des Gemischs ins Schmutzwasser, ehe sie durch Zugabe von Beckenwasser verdünnt wurden. Neben Polizei und Rettungsdienst waren zusätzlich zwei Mitarbeitende des Amts für Wasserwirtschaft und Bodenschutz des Ortenaukreises vor Ort. Zudem war die Einsatzleitung der Feuerwehr telefonisch mit einem Fachberater für Gefahrengut in Kontakt. Verletzt wurde aufgrund der Chlorgasentwicklung niemand.

04.10.2021

 

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