Kita-Projekt auf dem Oase-Areal ist „aktive Stadtentwicklung mit sozialer Balance“

Mit einem symbolischen Spatenstich beginnt an der Ecke Bierkellerstraße und Kanzmattstraße der dritte Bauabschnitt auf dem ehemaligen Oase-Areal. Dort werden in den kommenden beiden Jahren zwei Wohngebäude errichtet. Das Erfreuliche an diesen Neubauten: Die Stadt konnte die Orbau Projektgesellschaft Zollburg dafür gewinnen, die Erdgeschosse der beiden Gebäude für eine Kita-Nutzung auszubauen. Voraussichtlich im September 2023 wird die Kanzmattstraße zur neuen Adresse für die Kita Zollburg, die aktuell auf dem Sundheimer Festplatz auf eine Containerlösung zurückgreift.

Auf der Außenspielfläche der Kita sollen die Kinder im Sommer, aber auch bei weniger günstigen Witterungsbedingungen unter einem Vordach spielen können. Visualisierung: Firmengruppe Orbau zoom

„Die Stadt ist auf uns zugekommen und hat gefragt, ob wir auf dem Oase-Areal eine inklusive innerstädtische Kita integrieren können“, erinnert sich Burkhard Isenmann, Orbau Geschäftsführer und Dr. Christoph Jopen vormaliger Bürgermeister von Offenburg und Geschäftsführer der eigens für dieses Bauprojekt gegründeten Orbau Projektgesellschaft „Zollburg“ mbH. Im ursprünglichen Entwurf, den die Firma Orbau bei einem städtebaulichen Wettbewerb 2015 eingereicht hatte, war noch keine Kita-Nutzung vorgesehen. Stattdessen sollte auf der rund 7000 Quadratmeter großen Fläche schwerpunktmäßig Wohnbebauung entstehen und vorhandene Teile der denkmalgeschützten Zollburg integriert werden. Als „schöne Idee“ lobt Christoph Jopen den städtischen Vorschlag, im Erdgeschoss der beiden Wohngebäude, die im dritten und letzten Bauabschnitt entstehen, eine Kindertageseinrichtung einzurichten. Der Wunsch glich einer Operation am offenen Herzen: Während auf dem Oase-Areal bereits die ersten beiden Bauabschnitte Gestalt annahmen, wurde der Dritte zwischen Orbau und dem städtischen Gebäudemanagement umgeplant. Im vergangenen Jahr stimmte der Gemeinderat einer entsprechenden Änderung des Bebauungsplans zu und machte verwaltungsseitig den Weg frei. Träger der nun entstehenden Kindertageseinrichtung wird die Reha-Südwest. Seit Januar 2021 betreibt sie die Kita Zollburg in der Containeranlage auf dem Sundheimer Festplatz. Mit Fertigstellung der Einrichtung an der Kanzmattstraße steht für die Kinder und das pädagogische Fachpersonal ein Umzug in die neuen Räumlichkeiten bevor. An der neuen Adresse bietet die Kita Zollburg 50 Regel- und zehn Krippenplätze an. Allerdings wird sie die neuen Räumlichkeiten nicht alleine nutzen. In diesen entsteht zudem eine Dependance des Schulkindergartens Offenburg, ebenfalls in Trägerschaft der Reha-Südwest. Betreut werden hier bis zu acht Kinder mit körperlicher Beeinträchtigung oder mit besonderem Förderbedarf. „Ein großes Anliegen ist uns, dass Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam aufwachsen“, berichtet Gabi Schellbach, Leiterin der Kita Zollburg. Insgesamt 960 Quadratmeter Nutzungsfläche steht den beiden Einrichtungen auf dem Oase-Areal zur Verfügung. Die beiden Erdgeschosse werden durch einen Verbindungsbau zu einem zusammenhängenden Gebäudekörper. Gleichzeitig dient der Verbindungsbau auch als Eingangsbereich. Zwischen den beiden Gebäudeteilen der Kita Zollburg wird eine Außenspielfläche angelegt, auf der die Kinder nach Herzenslust spielen können – auch bei weniger günstigen Witterungsverhältnissen, denn der vordere Teil der Außenspielfläche ist überdacht.

Mit dem symbolischen Spatenstich durch Orbau-Geschäftsführer Burkhard Isenmann (Zweiter von links), Dr. Christoph Jopen (Orbau Projektgesellschaft "Zollburg"), Susanne Camara und Michaela Könner (beide: Bereich Bildung und Betreuung von Kindern), Oberbürgermeister Toni Vetrano, den Ersten Beigeordneten Thomas Wuttke, Martin Bruker (Schulkindergarten Offenburg) und Gabi Schellbach (Leitung Kita Zollburg) beginnt der dritte und letzte Bauabschnitt auf dem ehemaligen Oase-Areal.zoom

"Aktive Stadtentwicklung mit sozialer Balance"

„Sie betreiben hier aktive Stadtentwicklung“, lobt Oberbürgermeister Toni Vetrano beim Spatenstich für den dritten Bauabschnitt. „Und Stadtentwicklung ist nicht nur Bauen, sondern auch soziale Balance.“ Der Geschäftsführer der Orbau Projektgesellschaft Zollburg, Dr. Christoph Jopen, lobte die Zusammenarbeit mit der Stadt. Die Umplanungen konnten in „vertretbarer Zeit“ erfolgen, sodass sich der Fertigstellungstermin für die Kita und die 26 Wohnungen lediglich um sechs bis acht Monate verzögert. Als kompetente Partner für die Planung nannte Christoph Jopen auch den städtischen Bereich Bildung und Betreuung von Kindern sowie die Trägerin Reha-Südwest. Die integrative innerstädtische Kindertageseinrichtung an der Kanzmattstraße ist Teil eines 2020 vom Gemeinderat beschlossenen Konzepts, um in der Kernstadt und den Ortschaften rasch und effektiv 206 Betreuungsplätze zu schaffen. Neu für Kehl ist, dass erstmals freie Träger den Betrieb von Kindertageseinrichtungen übernehmen. Mit der Sportkita Schwarzwaldkind an Kinzigstraße ist dies bereits geschehen, und auch mit der aktuell noch auf dem Sundheimer Festplatz befindlichen Kita Zollburg. Im Mai 2022 plant mit der Diakonie Kork eine weitere freie Trägerin eine Kindertageseinrichtung mit 50 Regel- und 20 Krippenplätzen zu eröffnen. Der Rohbau auf dem Diakonie-Gelände in Kork ist bereits fertiggestellt.

14.10.2021

 

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