Thomas Wuttke bei der Initiativgruppe Sauberes und buntes Kehl: „Wir müssen in die Bildung reingehen“

Mehr Mülleimer, Drahtgestelle zum Sammeln für Pizzakartons, mehr Kontrollen und Strafen? Über verschiedene Wege und Methoden, Kehl noch ordentlicher zu machen, diskutierten Vertreter der Initiativgruppe Sauberes und buntes Kehl mit Beigeordneten Thomas Wuttke. Der verfolgte im Gespräch einen anderen Ansatz: „Wir müssen schon früher anfangen. Wir müssen in die Bildung reingehen.“ Die Abfallhaie in der Fußgängerzone durch Gestelle mit eingehängten Müllsäcken zu ergänzen, hält er nicht für eine gute Idee: „Die Innenstadt muss vernünftig aussehen.“

Mit mehreren Stadtputzeten und einer Zigarettenkippen-Sammelaktion „Fill the bottle“ mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern will die Initiativgruppe Sauberes und buntes Kehl dazu beitragen, dass achtlos weggeworfener Müll aus dem Stadtbild verschwindet. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung sucht die Mannschaft um Norbert Klem nach nachhaltigen Lösungen und hatte sich daher mit Kehls Ersten Beigeordneten in der Stadthalle getroffen. Thomas Wuttke konnte dabei klarstellen, dass die Müllbehälter in der Fußgängerzone genügend Fassungsvermögen haben, um auch all den Müll aufzunehmen, der durch die Verpackungen von Essen zum Mitnehmen anfällt: Die Behälter, die im Untergrund in der Fußgängerzone eingelassen sind, fassen jeweils einen ganzen Kubikmeter Unrat. Das Problem ist jedoch, dass die Einwurfschlitze häufig mit Pizzakartons zugestopft werden. Drahtgestelle, in die solche Verpackungen gelegt werden können, sind für ihn jedoch keine Lösung: „Das sieht schlimm aus.“

Unter dem Motto "Fill the bottle" hatte die Initiativgruppe Sauberes und buntes Kehl im Sommer aufgerufen, Zigarettenkippen in der Fußgängerzone aufzusammeln.zoom

Offen zeigte sich Thomas Wuttke für den Vorschlag aus der Initiativgruppe, dass Mitarbeitende des Betriebshofs vor allem zu den Zeiten in der Innenstadt und in den städtischen Grünanlagen den Müll einsammeln könnten, wenn davon am meisten weggeworfen wird. Die Idee dahinter: Werden die Mitarbeitenden mit ihren leuchtend gelben Jacken wahrgenommen, trauen sich die Leute weniger, ihre Verpackungen einfach liegenzulassen oder auf den Boden zu werfen. Auch die Mitarbeitenden des Kommunalen Ordnungsdienstes oder des Gemeindevollzugsdienstes sollten Kontrollgänge – beispielsweise am Rheinufer – eher an lauen Sommer- oder Herbstabenden machen als tagsüber. Und an den Wochenenden vielleicht eher nachmittags, schlugen die Vertreter von Sauberes und buntes Kehl vor.
Thomas Wuttke möchte gerne bereits in den Kindertageseinrichtungen anfangen, schon die Kleinsten dafür zu sensibilisieren, dass Müll in die dafür vorgesehenen Behälter gehört und nicht auf den Boden oder in die Landschaft. Denn das Empfinden sei ja vorhanden, argumentiert er: Jugendliche setzten sich auch nicht auf eine zugemüllte Bank, sondern suchten sich eine saubere. Aus seiner Sicht lässt sich damit mehr erreichen als mit Strafpatrouillen.
Er lobte in diesem Zusammenhang die Initiative des Bereichs Umwelt der Stadt und der Kehl Marketing, an den Ständen des Wochenmarkts oder bei Stadtfesten wiederverwendbares Geschirr anzubieten. Ein Gespräch mit den Gastronomen in der Stadt sei bereits geplant, berichtete er, dabei wolle man die Verpackungen für Essen zum Mitnehmen thematisieren.

21.10.2021

 

Bekanntmachungen & Termine

 
 

Stadtverwaltung Kehl · Rathausplatz 1 · 77694 Kehl · Tel.: 07851 88-0 · Fax: 07851 88-1102 · info@stadt-kehl.de