Wasserband-Team

Das Wasserband-Team sagt Schlick und Algen den Kampf an (Bericht mit Video)

Eine Gruppe engagierter Seniorinnen und Senioren kümmert sich allwöchentlich darum, dass das Wasserband zwischen Rhein und Altrhein ein beliebter Ort für Kinder zum Toben und Plantschen bleibt. Und das seit nunmehr 17 Jahren.

Die ehrenamtlichen Seniorinnen und Senioren im Einsatz am Wasserband. 

Während der warmen Monate ist am Wasserspielplatz jeden Dienstag- und Freitagvormittag ein markantes, rhythmisches Zisch-Geräusch zu vernehmen. Es sind Besen, deren kräftige, rote Kunstborsten beim Bürsten des nassen Steinbodens diesen ganz speziellen Sound produzieren. Bereits um 7 Uhr in der Früh treffen sich die aktuell 18 ehrenamtlichen Helfer – mit Gummistiefeln, Besen, Schaufeln, Schläuchen und Eimern ausgestattet –, um das künstlich angelegte Flussbett des Wasserbandes zu reinigen. Das bedeutet, es von Schlick, Müll und Algen zu befreien. Letztere können sogar richtig gefährlich sein, denn auf dem grünen glitschigen Schleim rutschen Kinder leicht aus.

Einer der ehrenamtlichen Helfer ist Ulf Behringer. Er stieß Anfang 2019 zu der Gruppe hinzu. „Ich finde das Projekt einfach toll. Einerseits helfe ich dabei, das Wasserband für die Kinder sauber zu halten, andererseits betätige ich mich körperlich und nebenbei erfahre ich bei jedem Treffen den neuesten Klatsch und Tratsch aus Kehl“, berichtet er mit schelmischem Grinsen. Die Aufgaben werden jedes Mal neu unter den Seniorinnen und Senioren aufgeteilt. „Es gibt einen, der das Spielfloß mit dem Wasserschlauch abspritzt, andere, die den Dreck aus den Becken fegen oder die Felsen vom den Algen freischrubben und wieder andere säubern die Abflüsse und die Spielgeräte, zum Beispiel die Drehteller aus Metall“, erklärt Ulf Behringer.  

Hin und wieder werden die Wasserband-Senioren von jüngeren Helfern unterstützt, wie erst am vergangenen Freitag, als die Mädchen und Jungen des Kindergartens St. Josef den Ehrenamtlichen unter die Arme griffen. An diesem Tag zum letzten Mal zu Besuch: Joachim Kubitza vom Pflegestützpunkt, der Ende des Monats in den Ruhestand verabschiedet wird. Er betreut von städtischer Seite aus das Wasserband-Team seit seiner Gründung im Jahr 2005. „Das Projekt zeigt, wie engagiert die Bürger sind. Die Gruppe ist damals aus der Initiative der Großeltern entstanden, die mit ihren Enkeln am Wasserband vorbeigegangen sind und festgestellt haben, dass man hier etwas tun müsste. Die haben in die Hände gespuckt und gesagt, wir machen das. Und dann sind sie an die Stadtverwaltung herangetreten“, sagt Joachim Kubitza.  

Die Mädchen und Jungen des Kindergartens St. Josef haben am Freitag, 13.5., das Wasserband-Team tatkräftig unterstützt. 

Wer sich an den Reinigungsaktionen des Wasserbands beteiligen möchte, kann sich per Mail an Carlo Roth unter carl.roth@gmx.de wenden oder an Ulf Behringer unter ulf.behringer@gmail.com. Natürlich ist jede und jeder Interessierte auch herzlich dazu eingeladen, einfach mal bei einem Treffen vorbeizuschauen: Das Wasserband-Team trifft sich jeden Dienstag und Freitag am Wasserband, noch bis nach Ende der Sommerferien, von 7 Uhr bis etwa 9.30 Uhr.   
 

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