Kommunal- und Europawahl

Wahlhelfer für den Superwahltag gesucht: 34 Wahlbezirke in der Kernstadt, den Ortschaften und für die Briefwahl

Für den Wahldienst in 25 Wahllokalen in der Kernstadt und den Ortschaften am 9. Juni sowie die Stimmenauszählung am Folgetag (10. Juni) benötigt die Stadt voraussichtlich 250 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Weil sich dies nicht allein durch städtische Mitarbeitende abdecken lässt, sucht das städtische Wahlamt Freiwillige.

Ein blauer Banner mit zwei stilisierten Wahlzetteln und dem Hinweis auf die Kommunal- und Europawahl am 9. Juni

Allein in der Kernstadt werden 66 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, verteilt auf insgesamt elf Wahlbezirke, benötigt. Größer noch ist der Bedarf an helfenden Freiwilligen in den Ortschaften: Diese teilen sich in 14 Wahlbezirke auf. Damit es auch hier einen reibungslosen Urnengang gibt, braucht es rund 110 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Zusätzlich werden neun Briefwahlbezirke gebildet. Zur Auszählung der Briefwahl werden insgesamt 72 Personen benötigt. „Für die Neutralität der Wahl ist es wichtig, dass auch Bürgerinnen und Bürger in den Wahlteams mithelfen können“, heißt es aus dem städtischen Wahlamt. Wichtig ist: Wahlhelferinnen und Wahlhelfer müssen an beiden Tagen (9. und 10. Juni) einsatzbereit und zudem wahlberechtigt, also mindestens 16 Jahre alt sein, die deutsche Staatsbürgerschaft oder die eines EU-Mitgliedsstaates haben und seit drei Monaten in Kehl wohnen.

Welche Aufgaben hat ein Wahlhelfer?
  • In den Wahllokalen arbeiten die Helferinnen und Helfer in zwei Schichten: vormittags oder nachmittags jeweils in Dreier-Teams.
  • Vor dem Urnengang gilt es, Wahlberechtigungen zu prüfen, Stimmzettel auszugeben und sicherzustellen, dass die Stimme in den Wahlkabinen geheim abgegeben werden kann.
  • Gegen 18 Uhr schließen die Wahllokale. Dann beginnt die Auszählung der Europawahl.
  • Die Kreistags- und Gemeinderatswahl wird am Montag ausgezählt. In den Ortschaften kommt die Auszählung der jeweiligen Ortschaftsratswahl hinzu.
  • In den Briefwahlbezirken öffnen die Teams am Wahlsonntag beginnend ab 15 Uhr die eingegangenen Briefwahlumschläge.
  • Die Auszählung der Briefwahl beginnt – analog zu den Wahllokalen – um 18 Uhr.
  • In den Briefwahlbezirken wird am Sonntag ebenfalls lediglich die Europawahl ausgezählt. Die Kommunalwahlen folgen am Montag.
  • Ob im Wahllokal oder in einem Briefwahlbezirk, zu jedem Team zählen zwei erfahrene Wahlvorsteherinnen oder Wahlvorsteher. Außerdem bietet das Wahlamt im Vorfeld Schulungen an.

Die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer werden für ihren Einsatz an den beiden Tagen von der Stadt entschädigt. Die Höhe legt der Gemeinderat in seiner Sitzung am 28. Februar fest, vorgeschlagen sind 60 (Briefwahl) bzw. 70 Euro (Urnenwahl).

Fragen beantwortet das Wahlamt per Email oder telefonisch unter 07851 88-1101 und -1105. Interessierte, die sich für einen Wahldienst entscheiden, wenden sich ebenfalls an diese Kontaktdaten. Weitere Infos gibt es online.

Kommunal- und Europawahl am 9. Juni: Wahlvorschläge werden ab sofort angenommen

Bei der Gemeinderatswahl gilt es 26 Sitze für die Dauer von fünf Jahren zu besetzen. Im Ortschaftsrat von Goldscheuer sind es 14 Sitze (ebenfalls für die Dauer von fünf Jahren). In Auenheim, Leutesheim, Bodersweier, Kork und Neumühl sind zehn Ortschaftsräte zu wählen. In Hohnhurst, Odelshofen und Zierolshofen sind es hingegen sechs Ortschaftsräte. Wahlvorschläge können von Parteien sowie von Wählervereinigungen eingereicht werden, sei es per Post an den Vorsitzenden des Gemeindewahlausschusses, Stadt Kehl, Wahlamt, Rathausplatz 1, 77694 Kehl oder persönlich im Rathaus (Zimmer 205 und 206). Jede Partei und jede Wählervereinigung kann für jede Wahl lediglich einen Wahlvorschlag unterbreiten. Vorschläge, die nicht fristgerecht, also nach dem 28. März, 18 Uhr, eingereicht werden, muss das Wahlamt zurückweisen. Für die Gemeinderatswahl gilt: Auf den jeweiligen Kandidatenlisten dürfen nur so viele Bewerberinnen und Bewerber aufgeführt werden, wie die Hauptsatzung Sitze vorsieht (26). Gleiches gilt auch für die Wahlvorschläge zur Ortschaftsratswahl in Goldscheuer. Die jeweilige Bewerberliste darf hier 14 Namen nicht überschreiten. Anders verhält es sich in Auenheim, Bodersweier, Hohnhurst, Kork, Leutesheim, Neumühl, Odelshofen, Querbach und Zierolshofen. Hier dürfen doppelt so viele Vorschläge gemacht werden, wie das Gremium Sitze hat. Wichtig ist: Ein Bewerber oder eine Bewerberin darf nicht auf unterschiedlichen Wahlvorschlägen für dieselbe Wahl geführt werden.

Wer ist für den Gemeinderat und die Ortschaftsräte wählbar?
  • das Mindestalter sind 16 Jahre;
  • Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat müssen seit drei Monaten ihre Hauptwohnung in Kehl haben;
  • in den Ortschaften müssen Bewerberinnen und Bewerber dort zum Zeitpunkt der Zulassung zur Wahl sowie am Tag des Urnengangs selbst ihren Hauptwohnsitz haben;
  • wer aus Kehl fortzieht oder seine Hauptwohnung in eine andere Kommune verlegt, verliert sein Wahlrecht. Zieht die- oder derjenige innerhalb von drei Jahren wieder zurück oder begründet eine Hauptwohnung in Kehl, ist sie oder er mit dem Tag der Anmeldung wieder wahlberechtigt und wählbar;
  • eine Voraussetzung ist die deutsche oder eine EU-Staatsbürgerschaft;
  • nicht gewählt werden können Bürgerinnen und Bürger, die vom Wahlrecht ausgeschlossen sind oder aufgrund eines Richterspruchs weder wählbar noch fähig sind, ein öffentliches Amt zu bekleiden;
  • Unionsbürgerinnen und Unionsbürger (gemeint sind Staatsangehörige aus EU-Mitgliedsstaaten) können nicht gewählt werden, wenn eine zivilrechtliche Einzelfallentscheidung oder eine strafrechtliche Entscheidung des Mitgliedsstaates, in dem sie Staatsbürgerin oder Staatsbürger sind, dem entgegensteht.

Wahlvorschläge für die Kreistagswahl werden beim Landratsamt des Ortenaukreises eingereicht.