Laufende Projekte

Mobilitätsnetzwerk

Viele Kommunen suchen nach Lösungen für nachhaltige Mobilität. Wirkungsvolle Maßnahmen lassen sich aber in vernetzten Regionen nur realisieren, wenn die Städte und Gemeinden zusammenarbeiten.
Zehn Kommunen in der Ortenau nutzen die wirtschaftlichen und organisatorischen Synergieeffekte: Appenweier, Friesenheim, Gengenbach, Kehl, Lahr, Neuried, Offenburg, Rheinau, Schutterwald und Willstätt haben das Mobilitätsnetzwerk Ortenau gegründet. Durch abgestimmte Maßnahmen werden die Nahverkehrsangebote künftig besser ineinander greifen. Bürgerinnen und Bürger sollen sich einfach und klimafreundlich in ihrer Kommune ‒ und auch zwischen ländlichen und städtischen Zentren fortbewegen.
Durch den regelmäßigen Austausch und gemeinsame Planung minimieren die beteiligten Kommunen den Gesamtaufwand für Mobilitätsprojekte.
Das Mobilitätsnetzwerk ist bundesweit das erste seiner Art. Es wird gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium.
In regelmäßigen Netzwerktreffen und durch die Beteiligung von Experten werden Mobilitätsthemen diskutiert: Carsharing, Radverkehr, Mobilitätsstationen, ÖPNV-Anbindung, Pedelecs & E-Bikes, Mitfahrsysteme, kommunale Fuhrparks, eine gemeinsame Marke, Fahrradverleihsysteme, einheitliche und anbieterübergreifende Buchungssysteme, Anbindung von Ortsteilen, Bürgerbus bzw. weitere ÖPNV-ergänzende Angebote uvm.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen das Gesamtverkehrskonzept des Landkreises ergänzen und somit auch weiteren Kommunen des Kreises zur Verfügung stehen.

Ladesäulen

Öffentliche zugängliche Ladesäulen für E-Autos mit Ökostrom sind in Kehl nicht nur am Rathaus vorhanden, sondern auch bei der Stadthalle, am Läger-Parkplatz, im Bahnhofsumfeld, in Schneeflären und in der Kreuzmatt zu finden. Weiterhin gibt es auch Ladesäulen auf einigen Supermarktparkplätzen sowie bei Autohäusern und Tankstellen. Auch diese stehen der Allgemeinheit zur Ladung von E-Autos zur Verfügung. Weite Teile der Kehler Kernstadt sind somit bereits gut mit Ladesäulen versorgt.

Um eine Netzabdeckung zu erwirken wurden im Rahmen der Erstellung des Elektromobilitätskonzepts weitere Standorte in bislang nicht versorgten Gebieten der Kehler Kernstadt sowie den Kehler Ortschaften identifiziert. Diese sollen im Laufe des Jahres 2022 von einem privaten Betreiber in Betrieb genommen werden. Weiterhin wurden im Rahmen des Elektromobilitätskonzepts ergänzende Handlungsfelder und Maßnahmen zur Förderung der E-Mobilität von den beauftragten Büros ISME und Green City Experience aufgezeigt und zur zukünftigen Umsetzung empfohlen.

E-Bikes

Akkus von E-Bikes können am Rathausplatz sowie an der Mediathek geladen in abschließbaren Ladesäulen aufgeladen werden. An den Bahnhöfen und Kehl und Kork stehen Fahrradboxen mit Lademöglichkeiten zur Langzeitmiete zur Verfügung.

Mobilitätsstationen

Bequem und unkompliziert vom Stadtbus auf das Leihfahrrad oder das Carsharing-Fahrzeug umsteigen, das soll anhand von Mobilitätsstationen auch in Kehl möglich werden. Geplant ist, ab 2023 über einen Zeitraum von zehn Jahren bis zu 25 solcher Knotenpunkte in Kehl aufzubauen. Diese Mobilitätsstationen stehen jedoch nicht für sich, sondern sollen Teil eines großen Netzes werden, das die Mitgliedskommunen des Mobilitätsnetzwerks Ortenau – Kehl, Offenburg, Lahr, Rheinau, Willstätt, Appenweier, Schutterwald, Gengenbach, Friesenheim und Neuried – umfasst. Stufenweise soll das Stationsnetz in den Folgejahren ausgebaut werden. Außerdem überlegen bereits weitere Städte und Gemeinden, sich dem Netzwerk anzuschließen.

Auch in Kehl wird seit Jahren auf eine Verkehrswende hingearbeitet. Im Februar 2018 hat der Gemeinderat ein Mobilitätskonzept beschlossen, das die Grundlage für Kehls Verkehrsentwicklung bildet. Für dessen weitere Umsetzung beteiligt sich die Stadt seit 2019 am Mobilitätsnetzwerk Ortenau. Daraus resultiert das Konzept der Mobilitätsstationen als umweltschonende Alternative zum Privatwagen oder Dienstfahrzeug. Die Stationen gibt es in verschiedenen Größen und reichen von einem Verleih für Fahrräder oder Pedelecs bis hin zu einem Knotenpunkt, an dem Nutzerinnen und Nutzer zwischen dem Bus- und Schienenverkehr, einem Carsharing-Fahrzeug oder einem Leihfahrrad wählen können, statt sich hinter das Lenkrad des eigenen Pkws zu setzen.

Auch baulich wird sich dadurch etwas im Stadtbild verändern, denn je nach Größe müssen Fahrradunterstände, Haltestellen und Ladesäulen an einer Örtlichkeit zusammenkommen. In einem ersten Schritt sollen ab 2023 elf solcher Stationen in unterschiedlicher Größenordnung in Kehl realisiert werden. Anschließend sind zwei weitere Ausbaustufen angedacht, sodass die Gesamtzahl in den Folgejahren auf 25 Stationen ansteigen soll. Über alle Ausbaustufen hinweg plant die Stadt mit Investitionen von rund eine Million Euro. Mehrheitlich setzt die Stadt auf Mobilitätsstationen, an denen Bürgerinnen und Bürger zwischen dem Bus- oder Tramverkehr, Leihfahrrädern und dem Carsharing-Angebot wählen können. Der Hintergrund: 2014 hat die Stadt in einer Erhebung Kehler Haushalte nach ihrem Mobilitätsverhalten befragt, mit dem Ergebnis, dass mit 23 Prozent knapp ein Viertel der Beteilig-ten seine Wege auf dem Fahrrad zurücklegt. Daher sollen Carsharing-Angebote beim Aufbau der Stationen einen Schwerpunkt bilden.
Dem Kehler Gemeinderat ist der aktuelle Planungsstand in der Sitzung am Mittwoch, 24. März, vorgestellt worden. Die Kommunen des Mobilitätsnetzwerks Ortenau haben vom Planungsbüro Inovaplan ein Konzept zur Errichtung von Mobilitätsstationen nach Offenburger Vorbild erarbeiten lassen. Das Konzept dient nun als Grundlage für die Feinabstimmung der Standorte und der Ausstattungsmerkmale der zu errichtenden Stationen. In Kehl ist geplant bis zum Jahr 2030 insgesamt 25 Mobilitätsstationen zu errichten. Die ersten Stationen sollen 2023 in Betrieb genommen werden.