Banned Books Week
„Banned Books Week“ in der Mediathek
Manche Bücher landen nicht im Regal, sondern auf dem Index – weil sie unbequem und provokant erscheinen oder weil sie politisch missliebig sind. Anlässlich der „Banned Books Week“, einer 1982 in den USA entstandenen Aktionswoche, zeigt die Mediathek bis Freitag, 10. Oktober, eine Auswahl von Büchern, die aktuell aus US-amerikanischen Schulbibliotheken verbannt sind.
Zu sehen sind Titel, deren Lektüre in Deutschland selbstverständlich ist, darunter Klassiker wie „1984“ von George Orwell, die Tagebücher der Anne Frank oder etwa K. Rowlings „Harry Potter“. Die American Library Association (ALA) dokumentiert für das Jahr 2024 die erschreckende Zahl von mehr als 2400 verbannten Buchtiteln. Neben einer kurzen Zusammenfassung der ausgestellten Bücher dokumentiert die Mediathek die Gründe der Zensur aus manchen US-amerikanischen Schulbibliotheken.
Mit der Ausstellung ruft die Mediathek in Erinnerung, dass die Freiheit zu lesen keine Selbstverständlichkeit ist. Bücher zu verbieten, greift jede demokratische Gesellschaft in ihren Grundwerten an. In Deutschland ist die Meinungs- und Pressefreiheit im Grundgesetz verankert und Zensur nur möglich bei Verstößen gegen den Jugendschutz oder das Strafgesetzbuch. Für die Dauer der Ausstellung erhalten interessierte Besucherinnen und Besucher ein kostenloses Exemplar des Grundgesetzes ergänzt durch die Landesverfassung Baden-Württemberg.
Die Mediathek Kehl setzt sich regelmäßig für politische und demokratische Bildung ein. Seit 2025 werden in Kooperation mit der Volkshochschule Ortenau-Kehl niedrigschwellige und kostenlose Einstiegsschulungen zu den Themen Künstliche Intelligenz und Fake News angeboten, die auf breite Resonanz stoßen und wegen ihres demokratiefördernden Aspekts sehr beliebt sind. Die nächste Einstiegsschulung zur Künstlichen Intelligenz findet am Mittwoch, 14. Oktober, um 19 Uhr in der Mediathek statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich unter 07851 88-2626 oder mediathek@stadt-kehl.de.