Gießelbachdurchlass

Freie Fahrt für Neumühl: Gießelbachdurchlass für den Verkehr freigeben

Sechs Monate lang war die Neumühler Ortsmitte von Kork kommend mit dem Auto nur über eine von zwei Behelfsbrücken zu erreichen. Wer in die entgegengesetzte Richtung wollte, musste einen noch längeren Umweg in Kauf nehmen. Nun ist das symbolische Band durchgeschnitten, die Hauptarbeiten beendet und der erneuerte Gießelbachdurchlass in der Elsässer Straße seit Montag, 19. Oktober, offiziell wieder für den Verkehr freigegeben.

Fast sechs Monate lang dauerhaft Rot: (von links) Der Neumühler Ortsvorsteher Horst Heitz, Oberbürgermeister Wolfram Britz und der Erste Beigeordnete Thomas Wuttke freuen sich darüber, dass die Ampel in Richtung Kork nun abgeschaltet ist und der Verkehr über den Gießelbachdurchlass wieder frei fließen kann.

Oberbürgermeister Wolfram Britz, der Erste Beigeordnete Thomas Wuttke und der Neumühler Ortsvorsteher Horst Heitz feierten die Wiedereröffnung mit Vertreterinnen und Vertretern der Technischen Dienste Kehl, des Unternehmens RS Ingenieure und der Firma Rendler Bau. Nachdem das symbolische Band gemeinsam durchgeschnitten worden war, schaltete Wolfram Britz die Ampel, die für fast alle Fahrzeuge durchgehend auf Rot stand, demonstrativ auf Grün: „Neumühl hat jetzt wieder freie Fahrt“, freute sich der Oberbürgermeister.
 
Damit die Ortsmitte während der Bauzeit erreichbar blieb, hatte das Technische Hilfswerk zwei Behelfsbrücken unmittelbar neben dem Durchlass errichtet. Unterstützt von zwei großen Teleskopkränen setzten 29 Kräfte der Ortsverbände Müllheim und Kehl die jeweils rund 18 Meter langen Brücken über den Gießelbach. Eine diente dem Fahrzeugverkehr, die andere dem Fußverkehr. Die Fahrzeugbrücke war für Autos nur von Kork kommend befahrbar. In der Gegenrichtung mussten sie einer ausgeschilderten Umleitung folgen. Busse des öffentlichen Nahverkehrs und Fahrzeuge der Müllabfuhr konnten mithilfe einer bei Bedarf aktivierbaren Ampel auch in Richtung Kork passieren.
 
Notwendig geworden war die Erneuerung des Gießelbachdurchlasses, weil das alte Bauwerk Schäden aufwies und langfristig nicht mehr ausreichend tragfähig war. Die alten Sandsteinplatten wurden abgetragen und durch einen neuen Stahlbetonüberbau ersetzt. Während der Arbeiten wurde die Gelegenheit genutzt, auch einen Teil der Versorgungsleitungen zu erneuern, die entlang des Durchlasses verlaufen. Für die Bauarbeiten musste der Pegel des Gießelbachs abgesenkt werden.
 
Nach der Verkehrsfreigabe stehen noch einige Restarbeiten an, durch die es zu kleineren Einschränkungen kommen kann: Am Samstag, 31. Oktober, hebt das Technische Hilfswerk die beiden Behelfsbrücken aus. Anschließend werden die asphaltierten Zufahrten zurückgebaut und der Gehweg wiederhergestellt. Außerdem wird das Brückengeländer verlängert. Auf den angrenzenden Flächen wird Mutterboden verteilt und das Gelände wieder in Form gebracht.

Freie Fahrt für Neumühl: Das symbolische Band ist durchgeschnitten und der Gießelbachdurchlass offiziell freigegeben.