Ausstellung „Was ich anhatte“
„Was ich anhatte“: Ausstellung über sexualisierte Gewalt in der Friedenskirche
Sexualisierte Gewalt findet überall statt. Sie trifft die Mitte unserer Gesellschaft. Die von Beatrix Wilmes konzipierte und bundesweit gezeigte Wanderausstellung „Was ich anhatte“ kommt vom 9. bis 23. Oktober nach Kehl und setzt ein klares Zeichen: Schuld trägt niemals das Opfer. Die Vernissage, zu der alle Interessierten willkommen sind, findet am Freitag, 9. Oktober, um 10 Uhr in der Friedenskirche auf dem Marktplatz statt; Schirmherr der Ausstellung ist Oberbürgermeister Wolfram Britz.
„Was ich anhatte“ zeigt Original-Kleidungsstücke von zwölf Frauen: Kleidungsstücke, die sie zum Zeitpunkt der Tat trugen, ergänzt durch persönliche Texte der Betroffenen. Die Ausstellung verdeutlicht die Allgegenwärtigkeit sexualisierter Gewalt und die damit verbundenen Traumata. Vielen Opfer wird unterstellt, sie hätten die Tat selbst provoziert. Schuld und noch größere Scham sind die Folge. Die zwölf Geschichten und Outfits machen deutlich, dass sexualisierte Gewalt jede Frau jeden Alters treffen kann und nicht mit einem bestimmten Kleidungsstil zusammenhängt. Denn sexualisierte Gewalt ist kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem.
Organisiert wird die Ausstellung von der Bürgerstiftung Kehl (Fachausschuss „Gewalt in der Familie“), dem Netzwerk Häusliche Gewalt und der evangelischen Kirchengemeinde in Kooperation mit dem städtischen Frauen- und Familienzentrum und der Gemeinwesenarbeit. Sie wird begleitet von Informationstafeln, die auch auf Englisch und Französisch zur Verfügung stehen, und einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Vorträgen, Workshops und weiteren Aktionen. Das Programm kann hier (208 KB) heruntergeladen werden.
Eintritt und Teilnahme am gesamten Begleitprogramm sind kostenfrei, eine Anmeldung ist jedoch in den meisten Fällen notwendig (ausstellung-friedenskirche@web.de). Weil der Besuch aufrütteln kann, begleitet ein Netzwerk von Fachleuten die Ausstellung und steht für Gespräche zur Verfügung. Ein Besuch wird erst ab einem Alter von 16 Jahren oder für Schulklassen ab Jahrgangsstufe 10 empfohlen. Weitere Informationen zur Ausstellung stehen unter www.wasichanhatte.de zur Verfügung.
Öffnungszeiten der Ausstellung in der Friedenskirche
Außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten kann die Ausstellung nach Voranmeldung besucht werden.
