Disko-Brand

Polizei sucht Zeugen – Feuerwehr löscht nach

Zu Nachlöscharbeiten war die Kehler Feuerwehr am Montagmorgen (30. März) noch einmal in der Siemensstraße, wo in der Nacht zum Sonntag eine Diskothek durch einen Brand komplett zerstört wurde. Die Polizei sucht weiterhin Zeugen, die in der Nacht in dem Tanzlokal waren und schätzt den Sachschaden auf einen Betrag „im unteren einstelligen Millionenbereich“. Zur Brandursache kann das Polizeipräsidium Offenburg noch keine gesicherte Aussage treffen, wie aus einer am Montagmittag verschickten Pressemitteilung hervorgeht.

Komplett zerstört hat das in der Nacht zum Sonntag ausgebrochene Feuer eine Diskothek in der Kehler Siemensstraße. Die Feuerwehr musste am Montag nochmal Nachlöscharbeiten ausführen.

Zwölf Streifenbesatzungen der Polizei waren am Sonntag am Brandort im Einsatz und „der Kriminaldauerdienst hat noch während des Brandgeschehens die Ermittlungen aufgenommen und erste Zeugen befragt“, heißt es in der Pressemitteilung. Ob ein technischer Defekt, das Abbrennen von pyrotechnischen Sprühfontänen oder ein anderer Grund den Ausbruch des Feuers verursacht haben, ist Gegenstand laufender Ermittlungen. „Die Arbeiten der Kriminaltechniker hierzu befinden sich aufgrund des Ausmaßes und des Zustands des Brandorts in der Vorbereitung und werden in den kommenden Tagen durchgeführt. Hierfür wurde der Brandort noch im laufenden Einsatz beschlagnahmt“, schreibt die Pressestelle der Polizeidirektion.

Die Ermittler der Kriminalpolizei sind weiterhin auf der Suche nach Zeugen, die sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Club im Gewerbegebiet Sundheim aufgehalten haben. Gäste, die Hinweise zum Geschehen geben können und/oder Videoaufnahmen gemacht haben, werden gebeten, das Hinweisportal der Polizei zu nutzen.

Oberbürgermeister Wolfram Britz: „Froh und erleichtert, dass niemand verletzt wurde“

Sehr froh über den glimpflichen Ausgang des Brandes der Diskothek im Gewerbegebiet Sundheim in der Kehler Kernstadt zeigt sich Oberbürgermeister Wolfram Britz, der selbst am Einsatzort war: „Ich bin glücklich und erleichtert, dass durch den Brand niemand verletzt wurde.“ Wie schon der Einsatzleiter der Feuerwehr, David Oster, lobte auch er den Betreiber des Clubs dafür, dass die Räumung der Diskothek sehr koordiniert erfolgte und offenbar keine Panik ausgebrach. Am Sonntagnachmittag ist der größte Teil des Gebäudes abgerissen; die Feuerwehr ist mit einer reduzierten Anzahl von Kräften mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Eine Brandwache mit sechs bis acht Feuerwehrleuten wird den Brandort auch nach Abzug der Einsatzkräfte noch einige Stunden beobachten; die Feuerwehr wird die Brandstelle über die Nacht zum Montag hinweg in regelmäßigen Abständen anfahren.

Der Brandort am Sonntagnachmittag: Der größte Teil der ehemaligen Diskothek liegt im wahrsten Wortsinn in Schutt und Asche.

Am Sonntagnachmittag (29. März), nachdem das Abrissunternehmen eine Wand der Diskothek geöffnet hatte, damit die Feuerwehr Glutnester ablöschen konnte, zeichnete sich rasch ab, dass das Gebäude nicht mehr zu retten ist.

Durch die Löscharbeiten ist in ein Nachbargebäude eine größere Menge Löschwasser eingedrungen, das die Feuerwehr mit Tauchpumpen und Wassersaugern entfernen konnte. Für die Löscharbeiten musste die Diskothek bereits in der Nacht vom Strom genommen werden, wovon auch Nachbargebäude betroffen waren, darunter auch eine Apotheke. Welcher Schaden dort entstanden ist, weil die Medikamente nicht gekühlt werden konnten, kann Einsatzleiter David Oster nicht abschätzen. Mitarbeiter des E-Werk Mittelbaden konnten die Stromversorgung gegen 15 Uhr wieder herstellen.

Vor Ort waren am Sonntagnachmittag auch Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs, welche die Brandstelle mit Gittern absperrten. Mitarbeitende der Technischen Dienste Kehl kamen zur Abstimmung mit der Feuerwehr in die Siemensstraße, weil eine größere Menge an Löschwasser über den Riedgraben auch in den Schuttermühlkanal gelangte.

Diskothek ausgebrannt – Keine Verletzten durch Feuer

Eine Diskothek im Kehler Gewerbegebiet Sundheim ist in der Nacht zum Sonntag (29. März) komplett ausgebrannt; am Vormittag ist dann das Dach eingestürzt. Als die Feuerwehr, die um 3.46 Uhr alarmiert wurde, in der Siemensstraße eintraf, stand das Gebäude bereits im Vollbrand. Laut Angaben des Betreibers befand sich niemand mehr im Gebäude. Im Zusammenhang mit dem Brand gab es keine Verletzten. Der Einsatzleiter der Kehler Feuerwehr, David Oster, lobte den Betreiber: Die rund 750 Besucherinnen und Besucher der Diskothek seinen von den Security-Kräften koordiniert über die drei Straßen abgeleitet worden. Am Sonntagnachmittag gehen die Abbruch- und Löscharbeiten ihrem Ende zu.

Komplett ausgebrannt ist in der Nacht zum Sonntag eine Diskothek im Gewerbegebiet Sundheim in Kehl. Durch den Brand wurde glücklicherweise niemand verletzt.

Den Feuerschein der aus noch unbekannten Gründen im Brand geratenen Diskothek sahen die Feuerwehrleute bereits bei ihrer Anfahrt. Löschangriffe waren nur von außen möglich, ins Innere des im Vollbrand stehenden Gebäudes konnten die Feuerwehrleute nicht vordringen. Im Einsatz waren 80 Feuerwehrmänner und -frauen sowie Einsatzkräfte der Polizei und des Rettungsdienstes. Die Drehleiter der Feuerwehr Offenburg war zur Unterstützung vor Ort.

Gegen 10.30 Uhr begann ein Abbruchunternehmen damit, eine Seitenwand zu öffnen, damit die Feuerwehr Zugang zu den Glutnestern im Gebäudeinneren bekam. Das Dach stürzte zu diesem Zeitpunkt bereits in Teilen ein.

Im Einsatz waren die Ausrückbereiche Kernstadt/Neumühl, Goldscheuer/Marlen/Kittersburg und Auenheim/Leutesheim. Neben der Drehleiter aus Offenburg war auch die gemeinsame Führungsgruppe der Feuerwehren Kehl und Willstätt in der Siemensstraße.

Am frühen Sonntagnachmittag sind die Abbrucharbeiten nahezu abgeschlossen und die Glutnester im Gebäude gelöscht. Dieser Text wird laufend aktualisiert. Weitere Fotos folgen.