Besuch von Franck Leroy

Präsident der Region Grand Est zu Besuch im Kehler Rathaus - Franck Leroy trägt sich ins Goldene Buch ein

Oberbürgermeister Wolfram Britz empfing am Donnerstag (7. Mai) hochrangigen Besuch im Bürgersaal: Franck Leroy, Präsident der Region Grand Est – ein Amt, das in seiner Bedeutung dem eines deutschen Ministerpräsidenten entspricht –, wurde begleitet von der Vizepräsidentin des Regionalrats, Brigitte Torloting, sowie von Christian Debève, dem Präsidenten der Kommission für grenzüberschreitende Beziehungen im Regionalrat. Erfreulich für den Oberbürgermeister war auch der erneute Besuch seiner Straßburger Amtskollegin Catherine Trautmann, die gemeinsam mit ihrem Beigeordneten für internationale und grenzüberschreitende Beziehungen, Hervé Moritz, bereits zum zweiten Mal seit ihrem Amtsantritt zu Gesprächen nach Kehl kam. „Es ist mir eine große Ehre und Freude, Sie alle hier begrüßen zu dürfen. Besonders schön ist, dass Sie mit der Tram zu uns gekommen sind. Sie steht für den Erfolg unserer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.“

(von links) Vizepräsidentin des Regionalrats, Brigitte Torloting, Kehls Oberbürgermeister Wolfram Britz, seine Straßburger Amtskollegin Catherine Trautmann, Franck Leroy, Präsident der Region Grand Est, der Präsident der Kommission für grenzüberschreitende Beziehungen im Regionalrat, Christian Debève, sowie der Erste Beigeordnete Thomas Wuttke. 

Ein zentrales Thema des Treffens waren die am 8. Mai 2025 eingeführten Grenzkontrollen zwischen Straßburg und Kehl. Alle Anwesenden sprachen sich einstimmig gegen diese Maßnahmen aus, die das grenzüberschreitende Zusammenleben erheblich beeinträchtigten. Franck Leroy hob nicht zuletzt die Tram als Symbol der starken Verbindung zwischen Deutschland und Frankreich, zwischen Kehl und Straßburg hervor. Gerade für Grenzgängerinnen und Grenzgänger seien Verlässlichkeit und Freizügigkeit unverzichtbar. Auch Catherine Trautmann kritisierte die Grenzkontrollen. Sie seien sozial, kulturell und wirtschaftlich ein großes Problem.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Partnerschaft der Städte Straßburg und Kehl mit der ukrainischen Stadt Charkiw. Wolfram Britz betonte: „Als Grenzregion ist es uns wichtig, gemeinsam für den Frieden einzustehen und zu zeigen, dass Frieden möglich ist.“ Gemeinsam mit gemeinnützigen Organisationen planen die beiden Rheinstädte, erneut 40 Jugendlichen aus der stark umkämpften Region einen zweiwöchigen Aufenthalt fernab des Krieges zu ermöglichen. Zudem wurden weitere Hilfsmaßnahmen für die Bevölkerung in Charkiw besprochen. Franck Leroy unterstrich die Bedeutung dieser Partnerschaft. Die Region Grand Est unterstützt Charkiw bereits seit März 2022. Weil dieser Beistand dem Leid vor Ort nicht gerecht werde, begrüßte Franck Leroy sämtliche Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Das Treffen im Kehler Rathaus bestätigte die gemeinsame Überzeugung, dass Solidarität und humanitäre Hilfe in schwierigen Zeiten von besonderer Bedeutung sind und eine enge Kooperation im grenzüberschreitenden Lebensraum unerlässlich ist.

Eintragungen ins Goldene Buch der Stadt Kehl

Straßburgs Oberbürgermeisterin Catherine Trautmann trug sich ins Goldene Buch der Stadt Kehl ein.
Auch der Präsident der Region Grand Est, Franck Leroy, durfte sich im Goldenen Buch der Stadt Kehl eintragen.