Ferienprogramm Auenheim
Spaghetti-Turm mit Marshmallow-Spitze: Auftakt zum Ferienprogramm in Auenheim
In der Sporthalle in Auenheim geht es derzeit turbulent zu. Rund 50 Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren toben, lachen, spielen und tüfteln: Der einwöchige Kinderferienspaß hat am Montag (10. August) begonnen, und die Mädchen und Jungen freuten sich auf ein buntes Programm mit Ausflügen, einem Kreativtag, sportlichen Aktivitäten und dem beliebten Spielmobil. Danach zieht das Ferienangebot weiter nach Goldscheuer und Kork.
Als sich am Montagmorgen 50 Kinder und 15 Betreuende in der Sporthalle versammeln, ist die Stimmung zunächst noch etwas zurückhaltend. Viele kennen sich nicht, nur wenige sind mit Freundinnen oder Freunden gekommen. Doch das ändert sich schnell: Mit Kennenlernspielen wie dem Aufstellen in einer Reihe nach Körpergröße, dem Anfangsbuchstaben des Vornamens oder dem Geburtsdatum kommt Leben in die Runde. Spätestens beim „Alle die-Spiel“ ist die anfängliche Scheu vergessen. Die Kinder entscheiden sich für eine Hallenseite und haben einiges zu besprechen: Wer geht lieber ins Schwimmbad, wer ins Kino? Und ist Hausaufgaben machen wirklich besser als Zimmer aufräumen?
Der Höhepunkt des Vormittags: der Spaghetti-Turm-Wettbewerb. In fünf Gruppen gilt es, mit Spaghetti, Malerklebeband und einem Marshmallow den höchsten Turm zu bauen. Ohne Absprachen und gegenseitige Unterstützung geht hier nichts. Während die Kinder konzentriert tüfteln, kleben und immer wieder von vorne beginnen müssen, ist von der anfänglichen Stille nichts mehr zu spüren. „So soll das sein“, sagt Isabella Leser, Leiterin des Jugendtreffs Goldscheuer und Organisatorin der Ferienspaßwoche. „Wenn der Lärmpegel steigt, haben die Kinder auf jeden Fall Spaß.“ Am ersten Tag stehen noch weitere Programmpunkte an: Namensschilder werden gemalt und mit einer Button-Maschine für die Woche haltbar gemacht. Am Nachmittag steht das beliebte Spielmobil mit Kettcars, einer XXL-Version von „Vier gewinnt“, Waveboards, Hüpfsticks und vielen weiteren Spielgeräten bereit. Und dann sind da auch immer die Jungs und Mädels, die lieber zum Kicken in der Halle bleiben möchten. „Auch das ist vollkommen okay“, betont Isabella Leser. „Wir freuen uns, wenn sie Spaß haben.“
Die weiteren Tage versprechen Abwechslung: Am Dienstag geht es ins Didiland nach Morsbronn-Les-Bains im Elsass, einen Freizeitpark mit Rutschen, Fahrgeschäften und einem großen Abenteuerspielplatz. „Da gibt’s sogar eine Riesenrutsche“, schwärmt die achtjährige Lina aus Bodersweier. Am Mittwoch steht ein Kreativtag auf dem Programm, dann wird den ganzen Tag getöpfert, gehämmert, gesägt und gemalt. Am Donnerstag geht es in unmittelbarer Nachbarschaft der Sporthalle ins Freibad Auenheim. „Darauf freue ich mich am meisten“, verrät ihre Freundin Mina. Gemeinsam haben sie schon vergangenes Jahr am Ferienprogramm teilgenommen.
Das Mittagessen wird in der Küche der Sporthalle selbst zubereitet. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dann alles aufgegessen wird“, erzählt Isabella Leser. Dass zum Kochen auch das Einkaufen gehört, ist für das Team keine Hürde. Am Montag gibt es den Klassiker: Spaghetti mit Tomatensauce. Auf dem Speiseplan stehen am Mittwoch Burger, ein weiteres Lieblingsgericht vieler Kinder. An den beiden Ausflugtagen wartet ein Lunchpaket. Das Ferienprogramm ist jedes Jahr eine Team-Leistung aus Offener Jugendarbeit, Schulsozialarbeitenden, FSJ-ern und Praktikanten. „Für Langeweile bleibt hier keine Zeit“, weiß Isabella Leser aus Erfahrung. Und die Kinder? Die sind schon jetzt begeistert – das verrät der Lärmpegel.






