Glasfaserausbau

Das Glasfasernetz in Kehl wächst: Bis zu 10 500 Haushaltsanschlüsse sind möglich

(von links): Jörg Lutz (Baubegleiter der Telekom), Christian Giner (Vertriebspartner der Telekom), Oberbürgermeister Wolfram Britz, Erster Beigeordneter Thomas Wuttke, Sylvana Hurst (Tiefbauabteilung der Stadt), Bodersweiers Ortsvorsteher Manfred Kropp, Klaus Vogel (Regionalmanager der Telekom), Peter Obersamer (Geschäftsführer P.O. Bau), Jimmy Meckes (Bauleiter für P.O. Bau), Riccardo Habenicht (Projektleiter INconnect)

„Schnelles Internet sollte nicht an den Stadtgrenzen Halt machen“, sagte Klaus Vogel, Regionalmanager der Telekom, beim symbolischen Spatenstich zum weiteren Glasfaserausbau in Kehl am Freitag, 8. Mai, auf dem Gelände der evangelischen Kita in Bodersweier. Mit dem nun begonnenen Netzausbau können rund 10 500 zusätzliche Haushalte in Sundheim, Bodersweier, Kork, Goldscheuer, Marlen, Neumühl, Querbach, Odelshofen und Kittersburg erreicht werden. Der Ausbau soll bis Ende 2028 planmäßig abgeschlossen sein. Wie das Telekommunikationsunternehmen ankündigt, können die ersten Kundinnen und Kunden bereits wenige Wochen nach Baustart mit Geschwindigkeiten von bis zu 1000 Megabit pro Sekunde im Internet surfen.

Rund 500 Kilometer Glasfaser plant die Telekom in den kommenden drei Jahren zu verlegen. Zusätzlich werden 99 neue Netzverteiler aufgestellt. Insgesamt 10 500 Haushalte, aber auch Unternehmen, können an die neuen Bandbreiten angebunden werden. Während der Netzausbau in Bodersweier bereits mit dem Kabeltiefbau begonnen hat, startet demnächst auch der Ausbau in den Ortschaften Hohnhurst und Kittersburg. Die anvisierte Bandbreite erlaubt es mehreren Nutzerinnen und Nutzern in einem Haushalt, gleichzeitig im Homeoffice zu arbeiten, digital zu lernen, Filme und Serien im Internet zu streamen sowie Videospiele zu spielen. „Schnelles Internet ist heute so wichtig wie Gas, Wasser und Strom“, sagte Oberbürgermeister Wolfram Britz. "Eine leistungsfähige und zuverlässige Internetverbindung hat sich längst zu einem entscheidenden Standortfaktor für private Haushalte sowie für Unternehmen entwickelt." Bodersweiers Ortsvorsteher Manfred Kropp zeigte sich sichtlich erfreut, dass nun auch die Ortschaften, die noch nicht mit Glasfasertechnologie ausgestattet sind, versorgt werden. Er dankte der Telekom, dass schnelles Internet schnell nach Bodersweier kommt. Vom Erstkontakt Ende Oktober bis zum Tiefbaubeginn vergangene Woche vergingen etwa fünf Monate. Um die Beeinträchtigungen für die Anwohnerinnen und Anwohner möglichst gering zu halten, gehen die beauftragten Tiefbauunternehmen in einzelnen Bauabschnitten vor. Wie bereits in den Bauabschnitten auf der Insel und in der übrigen Kernstadt nutzt die Stadt die Tiefbauarbeiten der Telekom, um sanierungsbedürftige Gehwege und Fahrbahnflächen ausbessern zu lassen. Dafür sind im Doppelhaushalt 2025/2026 rund 47 000 Euro vorgesehen.

Wer sich für einen Glasfaseranschluss interessiert, kann sich an die Telekom unter www.telekom.de/glasfaser wenden. Daraufhin kontaktiert die Telekom die Vermieter, um zu besprechen, wo die Glasfaser ins Haus kommt und wie sie dort verläuft.