LED-Umrüstung

Wartungsarm, langlebig und insektenfreundlich: Stadt und E-Werk Mittelbaden rüsten 1100 Straßenlaternen auf LED-Technik um

1100 Straßenleuchten lässt die Stadt derzeit durch das E-Werk Mittelbaden auf moderne LED-Technik umrüsten. Die neuen Leuchten sind energiesparender, wartungsärmer und insektenfreundlicher als ihre Natriumdampfvorgänger. Mit diesem Modernisierungsschritt erreicht die Stadt eine Quote von 82 Prozent. Das heißt, nur noch jede fünfte Straßenlaterne im öffentlichen Beleuchtungsnetz nutzt keine Leuchtdioden.

Eine Straßenlaterne in Marlen
6046 Straßenlaternen stehen im Stadtgebiet, wovon 3826 bereits auf LED-Technik umgerüstet wurden. Mit den zusätzlichen 1100 Leuchten erreicht die Stadt eine LED-Quote von rund 82 Prozent.

Für die Stadt ist das „der vorletzte Schritt“ hin zu einer annähernd lückenlosen LED-Umrüstung, berichtet der Erste Beigeordnete Thomas Wuttke. 6046 Straßenlaternen stehen in der Kernstadt und den umliegenden Ortschaften. Mehr als die Hälfte, genau 3826, nutzen bereits die sparsamen Leuchtmittel. „Darauf kann Kehl stolz sein“, lobt Lothar Baier, Leiter für Arbeitssicherheit und Straßenbeleuchtung beim E-Werk Mittelbaden, bei einem Vor-Ort-Termin in Marlen. Nun sollen 1100 weitere hinzukommen. Die Kosten dafür liegen bei etwa 580 000 Euro. Die Nationale Klimaschutzinitiative unterstützt die Umrüstung mit einem Fördersatz von 25 Prozent. Goldscheuers Ortsvorsteher Heinz Rith lobte die Modernisierung als Investition in die Zukunft. Denn die Leuchtdiodentechnik ist sowohl energiesparend als auch langlebig und wartungsarm. So kann die Stadt ihren jährlichen Stromverbrauch durch die zusätzlichen 1100 Leuchten in diesem Bereich um rund 162 000 Kilowattstunden senken. Hinzu kommt, dass die überwiegend in den Ortschaften verbauten Leuchten eine prognostizierte Lebensdauer von 100 000 Brennstunden haben. Allerdings können diese Prognosen bisweilen auch übertroffen werden: „Wir tauschen jetzt die LED aus, die wir vor 20 Jahren eingesetzt haben“, berichtet Thomas Wuttke. Diesen war seinerzeit eine Lebensdauer von zwölf Jahren vorausgesagt worden.

Sollte eine Straßenlaterne wider Erwarten vorzeitig ausfallen, haben Einwohnerinnen und Einwohner die Möglichkeit, dies unverzüglich und einfach online zu melden. Im Schadensmelder lassen sich die defekten Laternen auf einer Stadtkarte auswählen. Bei Bedarf können zudem relevante Informationen ergänzt werden. Die Meldung geht anschließend beim städtischen Tiefbau ein und wird an das E-Werk Mittelbaden weitergegeben. In der Regel wird der gemeldete Ausfall einzelner Straßenleuchten innerhalb von drei bis fünf Werktagen behoben.

Auf einem Gruppenbild halten Pascal Ossott und Lothar Beier den Schirm einer Natriumdampfleuchte. Daneben steht Thomas Wuttke mit einer Leuchtdiode im Arm. Daneben stehen Susanne Fach, Heinz Rith und Annika Natterer.
(von links) Pascal Ossott (Elektromeister, beim E-Werk Mittelbaden für Kehl zuständig), Lothar Baier (Leiter für Arbeitssicherheit und Straßenbeleuchtung beim E-Werk Mittelbaden), Erster Beigeordneter Thomas Wuttke, Tiefbauleiterin Susanne Fach, Goldscheuers Ortsvorsteher Heinz Rith und Annika Natterer (Tiefbau Stadt Kehl)

Die neuen Leuchtmittel, die nun vom E-Werk-Mittelbaden im Auftrag der Stadt eingesetzt werden, schonen nicht nur das Stadtsäckel, sondern auch die Umwelt. Durch den Austausch von 1100 alten Leuchten durch effizientere LED-Technik kann die Stadt 1411 Tonnen klimaschädliches CO2 einsparen. Zudem gelten die neuen Leuchtdioden als insektenfreundlich. „Je wärmer der Lichtton ist, desto weniger Insekten werden davon angezogen“, berichtet Lothar Baier. Bei den modernen LED-Leuchten lässt sich dieser Lichtton vorab einstellen. In den Außenbereichen der Ortschaften werden die Straßenlaternen deshalb mit Leuchten mit einer Lichtfarbe von 2200 Kelvin ausgestattet. „Das macht sie für Insekten unattraktiv“, erklärt Lothar Baier. Innerhalb der Ortschaften erstrahlen die umgerüsteten Leuchten hingegen in der Lichtfarbe von 3000 Kelvin.

So verteilen sich die 1100 LED-Leuchten:
  • Kernstadt: 272 Stück
  • Sundheim: 216 Stück
  • Goldscheuer: 185 Stück
  • Bodersweier: 156 Stück
  • Marlen: 133 Stück
  • Auenheim: 77 Stück
  • Neumühl: 24 Stück
  • Kork: 21 Stück
  • Kittersburg: 16 Stück