Miniramp-Einweihung

Kehl kommt wieder ins Rollen: Contest auf dem Skateplatz weiht neue Miniramp ein

Fliptricks, Airs, Grinds und Slides: Der Kehler Skateplatz wird am Samstag, 4. Juli, zum Mittelpunkt der Ortenauer Skateszene, wenn die neue Miniramp mit einem Contest offiziell eingeweiht wird. Willkommen sind nicht nur erfahrene Skaterinnen und Skater, sondern alle, die Lust auf einen Nachmittag mit Musik, Graffiti, Mitmachaktionen und Skatepark-Atmosphäre haben. Organisiert wird die Veranstaltung von der Offenen Jugendarbeit Kehl gemeinsam mit dem Jugendkeller St. Nepomuk, dem Verein OG Skateboard und dem Kollektiv Connection for Action. Los geht es um 11 Uhr mit dem Warm-up. Der eigentliche Contest beginnt um 13 Uhr. Wer teilnehmen möchte, kann sich direkt vor Ort anmelden.

Ein Skater im Anflug auf die Miniramp an der Schwimmbadstraße
Auf der neuen Miniramp können Skaterinnen und Skater bei einem Contest am 4. Juli ihr Können unter Beweis stellen. 

Alle Erfahrungsstufen sind bei dem Wettbewerb willkommen. „Es geht nicht um Leistung, sondern um Gemeinschaft“, erklärt Axel Hülse von OG Skateboard e.V. Der gemeinnützige Verein hat sich das Ziel gesetzt, die Skateboard-Kultur in der Region zu fördern. „Deswegen finden wir es natürlich cool, dass die Stadt für die Veranstaltung auf uns zugekommen ist“, sagt er. Der Verein kümmert sich vor allem um die fachliche Begleitung und den Ablauf des Wettbewerbs. „Wir sind froh, dass die Jungs mit eingestiegen sind und uns mit ihrem Wissen unterstützen“, sagt Melanie Krauß, Projektkoordinatorin Jugend bei der Stadt Kehl. Insgesamt gibt es 1000 Euro Preisgeld zu gewinnen sowie Sachpreise von Fuhrer Sports in Offenburg und der Rollbrett Mission in Riegel. Bei genügend Teilnehmerinnen werden die Wettbewerbe zusätzlich in einer eigenen Frauenwertung ausgetragen. Die Teilnehmenden können sich in den Disziplinen Street, Cash for Tricks und Miniramp auf dem Board beweisen. Während im Street-Contest Tricks innerhalb einer festgelegten Zeit an den vorhandenen Skate-Elementen wie Rails, Ledges, Banks und Quarters gefragt sind, geht es bei Cash for Tricks darum, einzelne besondere Tricks zu zeigen – jeder von der Jury für gut befundene Trick wird mit fünf bis zehn Euro belohnt. In der Miniramp stehen schließlich unter anderem Airs – also Sprünge – und Tricks an der Coping – dem Metallrohr am oberen Rand der Rampe – im Fokus. Mit dieser Disziplin wird die neue Miniramp offiziell eingeweiht.

Die Organisatoren sitzen für ein Gruppenbild auf der neuen Miniramp.
Organisiert wird die Einweihungsfeier von der Offenen Jugendarbeit Kehl gemeinsam mit dem Jugendkeller St. Nepomuk, dem Verein OG Skateboard und dem Kollektiv Connection 4 Action. 

Diese ist rund neun Meter lang, sechs Meter breit, knapp einen Meter hoch und steht seit Herbst vergangenen Jahres auf dem Skateplatz nahe dem Haus der Jugend. Gleichzeitig mit dem Aufbau der neuen Rampe wurde die gesamte Skateanlage in der Schwimmbadstraße umfassend saniert. Die vorhandenen Elemente wurden überarbeitet, Risse und Unebenheiten beseitigt und die neue Miniramp über eine bündig anschließende Zuwegung direkt mit dem Platz verbunden. Angestoßen worden war die Sanierung und Erweiterung durch den Jugendgemeinderat. Der Gemeinderat stellte dafür rund 50 000 Euro aus dem Kernstadtbudget bereit. „Super, dass die Stadt sich dem Thema angenommen hat“, sagt Valentin Ghane von OG Skateboard e.V. Andere Städte ließen ihre Skateparks häufig über Jahre hinweg verkommen. Er selbst sei bisher zwar noch nicht nach Kehl gekommen, um zu skaten. Der Platz habe durch seine besondere Lage direkt am Rhein und die neue Miniramp jedoch das Potenzial, ein Anziehungspunkt für Skaterinnen und Skater aus der gesamten Region zu werden. Anton Heimer, der regelmäßig auf dem Kehler Skateplatz unterwegs ist, freut sich über die große Einweihungs-Session. Mehr als zehn Jahre liege der letzte Contest auf der Anlage zurück. „Ich finde es nice, dass die Skateszene hier wiederbelebt wird“, sagt er.

Auch abseits des Wettbewerbs ist auf dem Skateplatz einiges geboten. Am DJ-Pult sorgt Artrizzle für die passende Musik. Bei einer Graffiti-Jam können sich Sprayerinnen und Sprayer kreativ austoben, Wände und Farbe stehen bereit. Interessierte melden sich über Instagram @jukekehl für eine Wand an. Connection for Action bietet zudem Cocktails, Waffeln und Mitmachaktionen, bei denen unter anderem Collagen gestaltet werden können. „Wir wollen auch etwas für diejenigen anbieten, die nicht skaten“, sagt Matvey Melinkov von Connection for Action. Das internationale Netzwerk unterstützt junge Leute dabei, eigene Ideen, Projekte und Visionen gemeinsam umzusetzen. Der Contest soll deshalb nicht nur die neue Miniramp einweihen, sondern den Skateplatz auch als Treffpunkt für junge Menschen stärken – ganz nach dem Motto: „Von jungen Menschen, für junge Menschen.“

Ein Video zum Skate-Contest auf Instagram






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