Spielplatz stillgelegt

Am Sundheimer Feld: Spielplatz wird zur Rückzugsoase

Mit einem Minibagger wurden die tonnenschweren Fundamente der Seilpyramide ausgegraben. 
Betriebshofmitarbeiter Hans-Peter Schall (links) und Ralf Reith lösen die Kletterseile von den Betonfundamenten.

Aus dem Spielplatz an der Straße Sundheimer Feld soll eine rund 875 Quadratmeter große Grünfläche werden, die von Besucherinnen und Besuchern jeden Alters gleichermaßen genutzt werden kann. Dazu sind Betriebshofmitarbeiter mit einem Minibagger angerückt und haben das Wipptier, die Doppelschaukel und das Klettergerüst abgebaut.

Bei einer Inspektion der Außenspielfläche waren den Spielplatzkontrolleuren am Kletterturm erhebliche Mängel aufgefallen. An den Ösen der Kletterseile hatten sich Fasern gelöst. Eigentlich müssten die Nylonseile ausgetauscht werden. Allerdings hatten die Spielplatzkontrolleure im Sundheimer Feld noch eine weitere Entdeckung gemacht: Immer weniger Kinder spielen dort. Das stellte das städtische Grünflächenmanagement unweigerlich vor die Frage: Sollte das Spielgerät ertüchtigt oder der Spielplatz besser stillgelegt werden? Bereits bei der Jahreshauptkontrolle durch einen externen Spielplatzprüfer im vergangenen Jahr (2025) hatte dieser erhebliche Mängel an der Doppelschaukel festgestellt. In einem der tragenden Holzpfosten hatte sich Fäulnis gebildet. Damals entschied sich das Grünflächenmanagement dazu, das Spielgerät zu sanieren und den Pfosten zu erneuern. Allerdings kostet eine Doppelschaukel mit rund 2 000 Euro gerade einmal ein Bruchteil einer Seilpyramide (etwa 10 500 Euro). Weil der Spielplatz Sundheimer Feld so wenig genutzt wird und es nur wenige hundert Meter entfernt auf der anderen Seite der Hauptstraße mit dem Spielplatz Kleinriedle eine erst kürzlich für rund 420 000 Euro aufwändig sanierte Ausweichmöglichkeit gibt, entschied das städtische Grünflächenmanagement, die Spielgeräte am Sundheimer Feld abzubauen. Durch die Stilllegung des Spielplatzes sinken die Pflege- und Unterhaltungskosten, weil die Spielgeräte nicht länger gewartet und bei Bedarf erneuert werden müssen. Auch die regelmäßigen Inspektionen durch die Spielplatzkontrolleure des Betriebshofs entfallen.

Was wird nun aus der Spielplatzfläche? Inzwischen haben Mitarbeiter des Betriebshofs das Wipptier und die Doppelschaukel abgebaut, die Beschilderung abgenommen und die tonnenschweren Betonfundamente der Seilpyramide ausgegraben. Der Sandboden wird in der betriebshofeigenen Deponie zwischengelagert und wiederaufbereitet. Das rund 875 Quadratmeter große Areal am Sundheimer Feld soll indes wieder geebnet und anschließend begrünt werden. Ziel ist es, eine Art Rückzugsoase für die Anwohnerinnen und Anwohner jeden Alters zu schaffen. Dazu sollen die Sitzbänke zum Verweilen einladen. Dadurch bleibt den Anwohnerinnen und Anwohnern eine Grünfläche erhalten, mit vergleichsweise geringem Pflegeaufwand für das Betriebshofteam.