Berufsinfotag
Nachfragen, ausprobieren, Zukunft planen: Berufsinfotag an der Tulla-Realschule
Einen ferngesteuerten Mini-Bagger bedienen, lange Nägel in einen Dachbalken schlagen oder mit viel Geschicklichkeit einen Stahlring aus einer Metallkonstruktion lösen: Beim Berufsinfotag an der Tulla-Realschule konnten Schülerinnen und Schüler der Kehler weiterführenden Schulen zahlreiche Berufe und Unternehmen kennenlernen und einiges selbst ausprobieren. Rund 40 Unternehmen und Bildungseinrichtungen präsentierten am Freitag (24. Juli) ihre Ausbildungs-, Praktikums- und Studienangebote für Jugendliche ab der siebten Klasse. Seit 2014 organisieren die Tulla-Realschule und die städtische Wirtschaftsförderung Kehl GmbH gemeinsam den Berufsinfotag, um jungen Menschen frühzeitig die Möglichkeiten in der Region aufzuzeigen und den direkten Austausch mit Betrieben zu ermöglichen. Auch Oberbürgermeister Wolfram Britz und Wirtschaftsförderer Christoph Hodapp nutzen die Gelegenheit, um mit Ausstellern sowie Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen.
Bei der Eröffnung richtete Oberbürgermeister Wolfram Britz aufmunternde Worten an die Jugendlichen: „Wählt einen Beruf, der euch wirklich Spaß und Freude macht. Denn es geht um sehr viele Lebensjahre.“ Gleichzeitig warb er für die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten bei der Stadt Kehl, unter anderem für den Beruf der oder des Fachangestellten für Bäderbetriebe, der in wenigen Jahren im neuen Ganzjahresbad ausgeübt werden könne. Am Stand der Stadt Kehl interessierten sich die Heranwachsenden besonders für Praktika und Berufe im sozialen Bereich und für die Ausbildung zur beziehungsweise zum Verwaltungsfachangestellten.
„Mit dem Berufsinfotag bieten wir ein bewusst niederschwelliges Format an, das wir mit den Hausmitteln der Tulla-Realschule umsetzen, ganz unkompliziert und ohne Standgebühren“, erklärte Erik Sander, Konrektor der Tulla-Realschule und seit der ersten Veranstaltung Mitglied des Organisationsteams. Und das Konzept kommt an: Nachdem die Berufsmesse bislang im Zweijahresrhythmus stattfand, wird sie auf Wunsch der teilnehmenden Unternehmen künftig jährlich ausgerichtet. Ergänzt wurde das Angebot durch einen Elternabend der Agentur für Arbeit am Vorabend der kleinen Messe, bei dem Ausbildungsberufe in der Ortenau vorgestellt wurden. Zudem informierte am Freitagvormittag der Verein ArbeiterKind.de in Vorträgen über Themen wie Studienfinanzierung und die Möglichkeiten eines Freiwilligen Sozialen Jahres nach dem Schulabschluss als Alternative zum sofortigen Ausbildungs- oder Studieneinstieg.
Mit einem Laufzettel sammelten die Schülerinnen und Schüler an den Ständen Informationen zu verschiedenen Unternehmen. Wie gut der Berufsinfotag bei den Jugendlichen ankam, zeigten ihre Rückmeldungen: Eine Achtklässlerin staunte über die Vielzahl an Unternehmen in der Region und freute sich darüber, direkt mit ihnen sprechen zu können. Ein 16‑jähriger Tulla‑Realschüler betonte, der Infotag sei „viel besser, als nur im Internet nach Berufen zu suchen“. Auch die Tatsache, dass es in Offenburg eine Hochschule mit zahlreichen Studienmöglichkeiten gibt, schien für viele neu zu sein. Für zusätzlichen Spaß sorgte ein Gewinnspiel: Die Schülerinnen und Schüler sollten schätzen, wie viele Korken sich in einem großen Glas befanden – eine knifflige Aufgabe. Die beiden mit den genauesten Schätzungen dürfen sich über Gutscheine freuen.

