Ferienprogramm (mit Video)

Spiel, Spaß und jede Menge Chaos beim Ferienprogramm in Goldscheuer

Eine Woche lang hatten rund 50 Kinder beim Ferienprogramm der Offenen Jugendarbeit in Goldscheuer gespielt, gebastelt und Ausflüge unternommen. Zum Abschluss der abwechslungsreichen Spaßwoche ging es am Freitagvormittag (21. August) rund um das Badhiesel beim sogenannten Chaosspiel noch einmal turbulent zu. Anschließend packten die zwölf Betreuerinnen und Betreuer ihre Sachen, um zur dritten und letzten Ferienprogrammwoche in den Kehler Ortschaften nach Kork weiterzuziehen.

„Eine Mischung aus Schnitzeljagd und Brettspiel“: Während des Chaosspiels geht es beim Ferienprogramm in Goldscheuer noch einmal turbulent zu.

Kreuz und quer rannten die sieben- bis zwölfjährigen Kinder in Gruppen über das Gelände. Laut riefen sie sich Kommandos zu, suchten versteckte Zahlen und lösten gemeinsam Aufgaben. Zwischendurch eilten sie immer wieder zu einem Tisch, würfelten, zogen ihre Spielfigur ein Stück weiter und liefen erneut los. „Eine Mischung aus Schnitzeljagd und Brettspiel“, nennt Isabella Leser das Chaosspiel. Sie leitet den Jugendtreff in Goldscheuer und organisiert zugleich das Ferienprogramm. Je nachdem, welche Zahl die Kinder gewürfelt hatten, mussten sie die entsprechende Nummer auf dem Gelände finden. Manche Verstecke waren schnell entdeckt, andere erforderten etwas mehr Geduld. Hinter jeder Zahl wartete eine Aufgabe oder ein Rätsel: „Nenne drei Kehler Ortschaften“, „Mache fünf Liegestütze“ oder „Laufe ein Wettrennen mit einer Betreuerin oder einem Betreuer“ – das war nur eine kleine Auswahl der abwechslungsreichen Aufgaben. Ständig ging es hin und her – schnell wurde deutlich, woher das Chaosspiel seinen Namen hatte. Zur Belohnung wartete anschließend eine eisgekühlte Überraschung auf die Kinder. Wer nicht mitspielen wollte, fand rund um das Badhiesel zahlreiche Alternativen. Ob beim Billard, am Tischkicker oder beim Toben auf dem Spielplatz: Langeweile kam an diesem Vormittag nicht auf.
 
Es war der letzte Tag einer abwechslungsreichen Ferienprogrammwoche, die mit einem Spiel- und Basteltag im Badhiesel begonnen hatte. Die Mädchen und Jungen hatten Insektenhotels und Sonnenfänger angefertigt, Stifte mit Modelliermasse verziert und Knetseife hergestellt. Am Dienstag ging es für die Kinder in den elsässischen Freizeitpark Didi´Land, wo es zahlreiche Attraktionen und Fahrgeschäfte für Kinder gibt. „Das hat allen riesigen Spaß gemacht“, berichtet Isabella Leser. Weil es der wärmste Tag der Woche war, konnten sich die Kinder am Mittwoch unter anderem bei Wasserspielen mit Schlauch und Rasensprenger abkühlen. Am folgenden Donnerstag spielte das Wetter weniger gut mit und es ging – anstatt in das Naturbad in Ottenhöfen – ins Freizeitbad Stegermatt nach Offenburg. Dort nutzte der neunjährige Luca auch gleich die Gelegenheit, sein Seepferdchen-Abzeichen abzulegen. „Ich bin sogar zum ersten Mal vom Fünfmeterturm gesprungen“, erzählt er stolz. Isabella Leser zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf der Ferienprogrammwoche: „Wir haben hier zwar keine Sporthalle wie in Auenheim, dafür aber einen großen Außenbereich mit viel Natur“, sagt die Sozialarbeiterin. Anschließend zog das Team weiter nach Kork, wo in der Mehrzweckhalle und im Jugendkeller die dritte und letzte Ferienprogrammwoche in den Kehler Ortschaften stattfindet. Den Auftakt hatte eine Woche zuvor das Ferienprogramm in Auenheim gemacht.

Eindrücke vom Chaosspiel






Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Stadt Kehl (@schoenes_kehl)

Spaghetti-Turm mit Marshmallow-Spitze: Auftakt zum Ferienprogramm in Auenheim

50 Kinder starteten am Montag (10. August) mit einer Turm-Challenge in die Ferienprogrammwoche.

In der Sporthalle in Auenheim geht es derzeit turbulent zu. Rund 50 Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren toben, lachen, spielen und tüfteln: Der einwöchige Kinderferienspaß hat am Montag (10. August) begonnen, und die Mädchen und Jungen freuten sich auf ein buntes Programm mit Ausflügen, einem Kreativtag, sportlichen Aktivitäten und dem beliebten Spielmobil. Danach zieht das Ferienangebot weiter nach Goldscheuer und Kork.

Als sich am Montagmorgen 50 Kinder und 15 Betreuende in der Sporthalle versammeln, ist die Stimmung zunächst noch etwas zurückhaltend. Viele kennen sich nicht, nur wenige sind mit Freundinnen oder Freunden gekommen. Doch das ändert sich schnell: Mit Kennenlernspielen wie dem Aufstellen in einer Reihe nach Körpergröße, dem Anfangsbuchstaben des Vornamens oder dem Geburtsdatum kommt Leben in die Runde. Spätestens beim „Alle die-Spiel“ ist die anfängliche Scheu vergessen. Die Kinder entscheiden sich für eine Hallenseite und haben einiges zu besprechen: Wer geht lieber ins Schwimmbad, wer ins Kino? Und ist Hausaufgaben machen wirklich besser als Zimmer aufräumen?
Der Höhepunkt des Vormittags: der Spaghetti-Turm-Wettbewerb. In fünf Gruppen gilt es, mit Spaghetti, Malerklebeband und einem Marshmallow den höchsten Turm zu bauen. Ohne Absprachen und gegenseitige Unterstützung geht hier nichts. Während die Kinder konzentriert tüfteln, kleben und immer wieder von vorne beginnen müssen, ist von der anfänglichen Stille nichts mehr zu spüren. „So soll das sein“, sagt Isabella Leser, Leiterin des Jugendtreffs Goldscheuer und Organisatorin der Ferienspaßwoche. „Wenn der Lärmpegel steigt, haben die Kinder auf jeden Fall Spaß.“ Am ersten Tag stehen noch weitere Programmpunkte an: Namensschilder werden gemalt und mit einer Button-Maschine für die Woche haltbar gemacht. Am Nachmittag steht das beliebte Spielmobil mit Kettcars, einer XXL-Version von „Vier gewinnt“, Waveboards, Hüpfsticks und vielen weiteren Spielgeräten bereit. Und dann sind da auch immer die Jungs und Mädels, die lieber zum Kicken in der Halle bleiben möchten. „Auch das ist vollkommen okay“, betont Isabella Leser. „Wir freuen uns, wenn sie Spaß haben.“
Die weiteren Tage versprechen Abwechslung: Am Dienstag geht es ins Didiland nach Morsbronn-Les-Bains im Elsass, einen Freizeitpark mit Rutschen, Fahrgeschäften und einem großen Abenteuerspielplatz. „Da gibt’s sogar eine Riesenrutsche“, schwärmt die achtjährige Lina aus Bodersweier. Am Mittwoch steht ein Kreativtag auf dem Programm, dann wird den ganzen Tag getöpfert, gehämmert, gesägt und gemalt. Am Donnerstag geht es in unmittelbarer Nachbarschaft der Sporthalle ins Freibad Auenheim. „Darauf freue ich mich am meisten“, verrät ihre Freundin Mina. Gemeinsam haben sie schon vergangenes Jahr am Ferienprogramm teilgenommen.
Das Mittagessen wird in der Küche der Sporthalle selbst zubereitet. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dann alles aufgegessen wird“, erzählt Isabella Leser. Dass zum Kochen auch das Einkaufen gehört, ist für das Team keine Hürde. Am Montag gibt es den Klassiker: Spaghetti mit Tomatensauce. Auf dem Speiseplan stehen am Mittwoch Burger, ein weiteres Lieblingsgericht vieler Kinder. An den beiden Ausflugtagen wartet ein Lunchpaket. Das Ferienprogramm ist jedes Jahr eine Team-Leistung aus Offener Jugendarbeit, Schulsozialarbeitenden, FSJ-ern und Praktikanten. „Für Langeweile bleibt hier keine Zeit“, weiß Isabella Leser aus Erfahrung. Und die Kinder? Die sind schon jetzt begeistert – das verrät der Lärmpegel.

Eindrücke des ersten Tages