Gänsevergrämung an der Badestelle

Gänsevergrämung an der Badestelle

Wenn am 1. Juni die Badesaison an der Badestelle in Goldscheuer beginnt, präsentiert sich die umliegende Liegewiese in einem neuen Erscheinungsbild. Mitarbeitende des städtischen Betriebshofs waren in den vergangenen Tagen damit beschäftigt, das Areal umzugestalten. Anstelle des Sandbereichs erwartet Besucherinnen und Besucher dann eine Blumenwiese, eingefasst von einer Rosmarinweide. Zusätzlich trennt ein Weidezaun die Liegewiese vom angrenzenden Gehölzstreifen. Die Badesaison dauert bis zum 31. August. Die Wasserqualität wird in diesem Zeitraum regelmäßig überprüft.

Rosmarinweiden sollen die Wildgänse künftig daran hindern, zur Badestelle zu gelangen. (Bildrechte: Hans Roser)
Der Weidezaun versperrt dem Gänsenachwuchs den Zugang zum Wasser. (Bildrechte: Hans Roser)

Warum wurde der Uferbereich der Badestelle umgestaltet?

Das Gewässer wird nicht nur von Badegästen frequentiert, auch Kanada- und Nilgänse zählen zu den regelmäßigen Besucherinnen und Besuchern. Die Wasservögel fressen mit Vorliebe kurzgeschnittenes Gras. Dabei vertilgt ein ausgewachsenes Exemplar bis zu einem Drittel seines bis zu viereinhalb Kilogramm schweren Körpergewichts. Ihre Notdurft verrichten die Wildgänse im Uferbereich. Zwar sammeln Betriebshofmitarbeitende die Hinterlassenschaften der Tiere regelmäßig auf, dennoch musste im vergangenen Jahr 2025 zweimal ein Badeverbot für die Badestelle verhängt werden. Um die Wildgänse wirksam zu vergrämen, ließen sich der Betriebshof, die Ortsverwaltung Goldscheuer und die Stabsstelle für nachhaltige Stadtentwicklung im Sommer 2025 von einem Wildtierexperten beraten. Basierend auf dessen Empfehlungen erarbeitete der Betriebshof ein Umgestaltungskonzept für die Badestelle, das nun umgesetzt wurde. Wenn die Wasservögel einfliegen, finden sie anstelle ihrer üblichen Landefläche eine hochstehende Blumenwiese vor. Das soll abschreckend auf die Tiere wirken. Denn: Die Wildgänse meiden für gewöhnlich hohe Gräser, die sie nicht überblicken können. Der Weidezaun soll zusätzlich die Gössel (Gänseküken) daran hindern, zur Badestelle zu gelangen und die Tiere dazu bringen, sich neue Brutplätze zu suchen. Ziel ist es, die Gänse möglichst auf naheliegende Ausgleichsflächen umzusiedeln.