Gemeinwesenarbeit

Gemeinwesenarbeit in der Innenstadt: Neustart im Kulturhaus

Alle, die möchten, können immer dienstags beim Nachbarschaftscafé von 16 bis 18 Uhr im Dachgeschoss des Kulturhauses vorbeischauen.

Die Gemeinwesenarbeit Kehl startet neu in der Innenstadt. Mit Paula Lottmann gibt es nun eine neue Ansprechpartnerin – künftig im Kulturhaus. Sie möchte die Arbeit vor Ort neu aufbauen und weiterentwickeln. „Mein Ziel ist es, Angebote zu schaffen, die sich die Bewohnerinnen und Bewohner wünschen und brauchen“, sagt die studierte Sozialarbeiterin. Mit dem neuen Büro in der Innenstadt entsteht ein zentraler Ort für Begegnung und Austausch. Geplant sind verschiedene Angebote wie Nachbarschaftscafés, Spieletreffs, Sprachtreffs, Hausaufgabenhilfen sowie kulturelle Veranstaltungen, die das Zusammenleben in der Innenstadt stärken sollen.

Paula Lottmann ist künftig neue Ansprechpartnerin der Gemeinwesenarbeit in der Innenstadt. Sie hat ihr neues Büro im Kulturhaus. 

Erst vor wenigen Wochen hat Paula Lottmann ihre neue Arbeitsstätte im Kulturhaus bezogen. Zuvor hatte sie Gelegenheit, die Gemeinwesenarbeit in der Kreuzmatt kennenzulernen. Formate, die es in der Villa RiWa schon gibt – wie Sprachcafés, Hausaufgabenhilfen oder Frauentreffs – kann sie sich auch für die Gemeinwesenarbeit in der Innenstadt vorstellen. In den kommenden Monaten will die neue Mitarbeiterin sich ein genaueres Bild vom Bedarf vor Ort machen und darauf aufbauend Angebote entwickeln. Ein erstes neues Format steht bereits fest: Gemeinsam mit der Mediathek wird im Kulturhaus ein offener monatlicher Spieletreff gestartet. Immer samstagnachmittags können ohne Anmeldung Brett-, Gesellschafts- und Kartenspiele gespielt werden. Darüber hinaus sind weitere Kreativ- und Sportangebote, oder auch Beteiligungsformate für Jugendliche denkbar. Konkret seien diese Ideen aber noch nicht. „Ich hoffe, dass ich schnell viele Menschen kennenlerne, die ihre Bedürfnisse an mich herantragen und wir gemeinsam neue Formate entwickeln“, sagt Paula Lottmann.
 
Erste Gelegenheiten, um mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Innenstadt in Kontakt zu treten, hatte sie bereits: Jeden Dienstag trifft sich das Nachbarschaftscafé von 16 bis 18 Uhr im Dachgeschoss des Kulturhauses. Es handelt sich um ein offenes Angebot, bei dem die Menschen bei Kaffee oder Tee und Kuchen ins Gespräch kommen und sich austauschen können. „Jeder kann einfach vorbeikommen, ganz ohne Anmeldung“, betont Paula Lottmann. Gerade für Menschen, die sich im Alltag alleine fühlen und wenig soziale Kontakte haben, seien diese Angebote wichtig. Dennoch ist sie überzeugt, dass alle im Quartier von dem Neustart der Gemeinwesenarbeit profitieren und das Zusammenleben im Stadtteil langfristig gestärkt wird: „Mein Ziel ist, dass mich die Menschen als Ansprechpartnerin wahrnehmen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, die die Innenstadt noch lebendiger machen.“
 
Paula Lottmann hat Soziale Arbeit in Hannover und zuletzt in Freiburg berufsbegleitend Sozialmanagement studiert. Bei der Caritas hat sie währenddessen in der Ehrenamtskoordination gearbeitet. Gemeinwesenarbeit sei für die 29-Jährige schon immer ein Ziel gewesen, weil sich hier so viele Felder der Sozialen Arbeit miteinander verbinden ließen: „Ich mag es, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen und Angebote für Kinder, Familien und Jugendliche, aber auch für ältere und einsame Menschen zu machen“, sagt sie.