ARABeske 1
Ilse Teipelke (1946 Preetz), ARABeske 1, 2004
Ilse Teipelke ist eine versierte, ideenreiche Künstlerin, sie lebt seit 2002 in Kehl. Geboren 1946 im Schleswig-Holsteinischen Preetz wächst sie in Offenburg auf, studiert an der Akademie für Bildende Künste in Stuttgart und nimmt an zahlreichen Ausstellungen in Europa und den USA teil, 1987 wird sie zur Teilnahme an der documenta in Kassel eingeladen. Jüngere Projekte befassen sich mit „Lampedusa“, in Kehl richtet sie ein „Hotel Sehnsucht“ in den Räumen des jetzigen Kulturhauses ein, der Kunstverein Offenburg widmet ihr 2023 eine Retrospektive.Gerne verwendet sie unterschiedliche Materialien. So sind die „ARABesken“ aus lichtdurchlässigem Plexiglas gearbeitet, ganz in leuchtendem Orange, als wolle es sagen „Schau mich an“. In unmittelbarer Nähe zur Moschee platziert, greifen sie die geschwungene Form althergebrachter arabischer Pflanzenornamentik auf. Drei unterschiedlich lange ca. 10 Zentimeter breite Streifen, vertikal gewellt, sind an einem Stab befestigt und drehen sich spielerisch im Wind. Horizontal und vertikal sind die ebenso einfachen wie klaren Grundlinien der Arbeit, an denen sich das ornamental Geschwungene bemisst. So ergeben sich im Windspiel immer wieder neue Ansichten, Beweglichkeit ist ebenso zentral für die Arbeit, wie das kulturübergreifende Verständnis. Die Arbeit entsteht zur Landesgartenschau. Im selben Jahr wird der Bau der Moschee an ihrem jetzigen Ort genehmigt.