Begegnung zweier Brüder
Josef Fromm (1932 – 2015), Begegnung zweier Brüder, 1994
Josef Fromm ist hauptsächlich in der Münchner Gegend als Bildhauer tätig. Im Saarland 1932 geboren absolviert er eine handwerkliche Ausbildung als Bildhauer in Bonndorf, die er an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Josef Henselmann künstlerisch ergänzt. Neben Ausstellungen in München, Meersburg, Brügge oder Berlin sind seine Arbeiten in der Galerie Hagen in Offenburg zu sehen. Sie besteht von 1981 bis 2015 und wird von Hugo Näger (1953 – 2015) geleitet. Sein Programm ist an der Figürlichkeit und gegenständlichen Malerei orientiert.Nach der Arbeit „Musikanten“ von Wolfgang Binding ist die Arbeit „Begegnung“ von Josef Fromm das zweite Werk, für das der Förderkreis „Kunst für Kehl – Kehl für Kunst“ verantwortlich zeichnet. Im Juli 1994 wird sie am Rheinufer aufgestellt. Der Künstler selbst will sie als „humanitäre Begegnung über Grenzen hinweg“ verstanden wissen, was im gespaltenen Sockel zum Ausdruck kommt, aber auch in der Tatsache, dass der ehemalige Straßburger Bürgermeister Pierre Pflimlin in einem Grußwort zur Einweihung die Arbeit als „ein würdiges Symbol der Nachbarschaft Badens mit dem Elsass und Deutschlands mit Frankreich“ würdigt. Die Figuren, in deren Rockschößen sich durch einen Ausfallschritt ein Raum eröffnet, fassen sich an den Schultern, die Köpfe zeigen in verschiedene Richtungen, der eine blickt nach unten, der andere in die Ferne nach oben. Zur Rheinseite hin ist die Figur im Beinbereich geöffnet, zur Landseite geschlossen. Dynamik und Statik bestimmen diese Figur.